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SUEHNEKREUZE -Leobendorf- Mystery Cache

This cache has been archived.

Peter Puffin: Da sich hier scheinbar nichts weiter tut und von Dir keine weitere Reaktion auf die Reviewer-Note(s) kam, archiviere ich dieses Listing.
Sollten sich neue Umstände ergeben, kontaktiere mich bitte PER MAIL unter Angabe des GC*****-Codes oder noch besser dem Link zum Listing. Ich kann das Listing binnen 3 Monaten (nach erneuter Prüfung) wieder aus dem Archiv holen.

[red]Achtung, solange der Cache auf "unavailable" steht, kann ich auch keine Reviewer-Notes sehen. Solltest Du also noch Fragen haben, so kontaktiere mich bitte mit der Mailfunktion über mein Profil.[/red]

Falls du diese Cacheidee nicht weiterverfolgen möchtest, denke bitte daran, den Cachebehälter und eventuell Zwischenstationen wieder einzusammeln.

Viele Grüße

[font=Century Gothic][blue][b]Peter Puffin[/b]
Groundspeak Volunteer Reviewer[black]

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Hidden : 2/8/2007
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   micro (micro)

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Geocache Description:

Der Beginn einer deutsch/österreichischen Cache-Serie

SUEHNEKREUZE -Leobendorf-

Hier eine neue Serie Geocaches, welche wir, also Nerverl und ich, bei einem Besuch in Hessen bei unseren Freunden grundsitzer und Biest beschlossen haben:

Wir führen Euch mit dieser Cache-Serie in die Vergangenheit, als es noch keine wirkliche Polizei und Gerichtsbarkeit gab, oder bestimmte Delikte nicht als des Richtens würdig waren.

Die Initiatoren dieser Cache-Reihe bedanken sich bei den Administratoren der Web-Site

www.suehnekreuz.de

welche der Verwendung der Web-Daten explizit zustimmen und sich über die Bereitstellung von GPS-Koordinaten und anderen Ergänzungen freuen

So, jetzt aber los……..

Sühnekreuze und Mordsteine

Sühnekreuze sind mittelalterliche Steinkreuze. Der wahre Aufstellungsgrund ist nur von den wenigsten bekannt. Sicher ist nur, dass ein Großteil zwischen dem 13. Jahrhundert und der Zeit um 1530 aufgestellt wurde. Die meisten von ihnen stehen im Zusammenhang mit Totschlagsdelikten, bei den wenigsten ist jedoch der unmittelbare Anlass schriftlich bezeugt oder es lassen sich überlieferte Sühneverträge nicht mit Sicherheit einem erhaltenen Steinkreuz zuordnen. Oftmals sind bei diesen Steinkreuzen Waffen eingeritzt, die als Mordwerkzeuge gedeutet werden. Wurde jemand im Streit oder anderweitig ohne Absicht getötet, musste der Schuldige mit der Familie des Opfers einig werden. Es wurden zwischen beiden Parteien privatrechtliche Sühneverträge abgeschlossen.
Der geistesgeschichtliche Hintergrund ist der, dass in katholischer Zeit die Vorübergehenden angehalten werden sollten, Fürbittgebete für den ohne Sterbesakramente zu Tode gekommenen zu halten. Deswegen gibt es in evangelischen Gegenden schlagartig etwa ab 1530 keine Steinkreuzsetzungen mehr. Gleichermaßen wichtig ist jedoch die Einführung der Peinlichen Halsgerichtsordnung, der so genannten Carolina durch Karl V. im Jahre 1532. Damit wurden die privatrechtlichen Sühneverträge durch ein landesherrliches Gerichtswesen abgelöst. Auch dies ist durch das plötzliche Aussetzen der Sühneverträge in den frühneuzeitlichen Akten gut nachvollziehbar.
Beide Dinge gemeinsam - die Einführung der Reformation in den entsprechenden Gegenden und die Einführung der Carolina hatten zur Folge, dass künftig keine Sühnekreuze mehr gesetzt wurden. Jüngere Steinkreuze in katholischen Gegenden können durchaus noch dem mittelalterlichen Fürbittgedanken folgen; in evangelischen Gebieten handelt es sich aber nunmehr um einfache Gedenksteine (Nach Mord, Totschlag, Unfall, Pest usw.), die allerdings wesentlich seltener gesetzt wurden.
Ab 1300 soll es deshalb üblich gewesen sein, am Tatort oder dort wo es die Angehörigen wünschten, ein steinernes "Sühnekreuz" aufzustellen. Es sind Oberpfälzer und sächsische Sühneverträge erhalten geblieben, in denen ausdrücklich die Setzung eines Sühnekreuzes vereinbart wird.
Es ist sicher falsch, von den Steinkreuzen generell als "Sühnekreuzen" zu reden. Sie konnten auch von Angehörigen nach einem tödlichen Unfall - oder wie in Zittau im Jahre 1392 schriftlich bezeugt - als Dank für eine mildtätige Stiftung eines Kuttenberger Bürgers zur Ausbesserung einer gebirgsüberschreitenden Fernstraße nach Gabel gesetzt werden.
Man glaubt aber auch, dass einige als Grenzzeichen, Richtungsweiser, Freisteine, Pestkreuze oder als Gerichtskreuze dienten. Über interessante und merkwürdige Zusammenhänge zwischen Steinkreuzen und anderen weltlichen und kirchlichen Denkmälern schreibt Karl Bedal in einer 1986 erschienen Schrift. Trotz verschiedener Meinungen und intensiver archivarischer Forschungen umgibt diese groben und massigen Kreuze aber immer noch ein Hauch des Geheimnisvollen und Rätselhaften.

Der Cache:
Das eher kleine und durch den Zahn der Zeit stark beschädigte Steinkreuz befindet sich, direkt links der Fahrbahn, auf der Gemeindeverbindungsstraße zwischen Leobendorf und Hötzling. Die genauen GPS-Daten könnt Ihr Euch bei www.suehnekreuz.de ermitteln. Sucht hierzu einfach nur nach dem Sühnekreuz Leobendorf.
Um den Standort des Caches zu finden, müsst Ihr zusätzlich noch ein wenig recherchieren.
Fragen:
1.
Aus welchem Stein wurde das Leobendorfer Kreuz hergestellt?

a) aus Basalt = E 012° 53.698
b) aus Tuffstein = E 012° 53.619
c) aus Marmor = E 012° 53.579

2.
Aus dem wievielten Jahrhundert soll das Leobendorfer Kreuz stammen?

a) aus dem 13. Jahrhundert = N 47° 55.633
b) aus dem 14. Jahrhundert = N 47° 55.581
c) aus dem 15. Jahrhundert = N 47° 55.481

Viel Spaß mit der neuen Cache-Serie, SUEHNEKREUZE

Und…….:

Sollte Euch einmal ein Steinkreuz am Wegesrand auffallen, geht nicht achtlos vorbei sondern protokolliert Standort, Ausmaße und Material. Vielleicht könnt Ihr gar über die Geschichte dieses Kreuzes etwas herausfinden und es an www.suehnekreuz.de . schicken. Natürlich seht vorher nach, ob dieses Kreuz bereits protokolliert ist. Oft fehlen hier noch die GPS-Daten, die Ihr den Administratoren nacheichen könnt.

Natürlich könnt Ihr auch an der Cache-Serie teilnehmen und an oder bei Eurer Entdeckung einen Cache platzieren. So wird’s gemacht:

1.
Den hier vorliegenden Text kopieren (natürlich nicht die spezifischen Cache-Daten)
2.
Als Überschrift immer SUEHNEKREUZE__ -ORT- wählen
3.
fertig…….

Gruß,
Tom

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