
Parken N 47° 34.948 E 007°
36.750
Start N 47° 34.85 E 007°
37.015
Ludwig 7. - Die
Baskenmütze
Die Idee zu diesem Cache basiert
auf dem Buch „Die Baskenmütze“ von Hans
Blickensdörfer
Die Route zeigt einen Ort der
damals eine wichtige Rolle spielte. Sie lässt dich das
Geschehen jenes Sonntags im Oktober 1946
nachempfinden.
Das Buch erzählt die wahre
Geschichte einer abenteuerlichen Odyssee über die Grenzen
dreier Länder, durch Gefängnisse und Stacheldrahtverhaue,
in der jedoch List und Lebenswille jeden Rückschlag
überwinden.
Es ist die Geschichte eines
Soldaten, der 1945 um der russischen Gefangenschaft zu entkommen,
über die Elbe flieht. Auf Irrwegen gelangt er nach Frankreich,
wird der Spionage verdächtigt und kommt ins Gefängnis.
Immer wieder versucht er zu fliehen. Jedes mal wenn er wieder
gefangen genommen wird, schert man ihm den Schädel. Aber dank
seiner Baskenmütze kann er bei der nächsten Flucht wieder
eine Zeitlang unentdeckt bleiben.
Als Zwangsarbeiter auf einem
Bauernhof im französischen Jura gelingt ihm schließlich
1946 die Flucht über den Doubs in die Schweiz, wo er Verwandte
hat. Mit Hilfe seines Onkels Fredy gelangt er und ein
Mitflüchtling nach Basel.
...ein Sonntag im Oktober
1946
---Basel: Nur
ein paar Zentimeter von dem großen Strich entfernt, den die
Weltgeschichte gezogen hatte.
Der Plan stand
fest: An einem Sonntag Abend im Oktober 1946 sollten sie die
Dämmerung abwarten. Dann mit der Trambahn nach Riehen,
Spaziergang durch die langen Erlen und -
Grenzübertritt
Fredy legte
eine klobige Stahlschere auf den Tisch. Fast einen halben Meter
lang. „Euer Werkzeug für den
Stacheldraht.“
„Ist so
viel Draht an der Grenze?“
„Leider.
Es ist kein eigentlicher Zaun, sondern ein Streifen aus mannshohen
Rollen in einer Breite von mindestens zwanzig Metern. Aber mit der
Schere schafft ihr´s in ein paar Minuten.“
Während
Fredy mit Conny bei einem Glas Wein sitzt, gehe ich hinauf zum
Münster. Ich schaue auf den Rhein hinunter. Ein schwarzer
Menschenstrom wälzt sich an diesem Samstagabend über die
Wettsteinbrücke. Bürger, die ihr Wochenende
genießen, mit Geld in der Tasche, das noch vor dem ersten
Weltkrieg geprägt wurde. Drüben hinter dem Badischen
Bahnhof und dem Stacheldraht, gibt es nur wertlose Papierfetzen.
Schnittpunkt zwischen Wohlstand und Chaos. Morgen Abend werden wir
den Draht zerschneiden.
Als ich ins
Haus zurückkomme, wird nicht mehr viel geredet, auch am
Sonntag nicht. Beunruhigend ist nur Connys Nervosität. Er
kriegt noch einen Schnaps, während ich Drahtschere,
Rasierzeug, ein paar Tafeln Schokolade und Zigaretten in eine alte
Aktentasche packe. Sie ist unser einziges Gepäckstück.
Ganz unten liegt die alte Baskenmütze von Alphonse, von der
ich mich nicht trennen kann.
Es ist schon
fast dunkel, als wir in die Tram nach Riehen steigen. Als wir in
den Langen Erlen ankommen, ist es Nacht. Aber noch sind Leute
unterwegs auf dem Sandweg, der an dem Flüsschen
entlangführt. „Auch auf der anderen Seite ist so eine
Weg“ flüstert Fredy. ---

Versetze dich in den Oktober
1946
Parken kannst du bei N 47°
34.948 E 007° 36.750.
Gehe nun zum
„Hooseschysser“ bei N 47° 34.855 E 007°
37.015
Folge dem Weg weiter bis zum
„Gluschti“ nun bist du auf dem Weg, den Fredy
meinte.
Gehe nun diesen Weg ca. 215m
flussaufwärts.
---„Und
dann kommt gleich der Stacheldraht. Jede Stunde fahren die Grenzer
auf dem Velo eine Doppelstreife. In zehn Minuten kommen sie. Dann
müsst Ihr die Schuhe ausziehen und durch den Fluss waten. Ihr
habt eine volle Stunde Zeit, aber ihr werdet sie nicht brauchen.
Auf alle Fälle warte ich hier im
Gebüsch.“
Pünktlich
wie die Schweizer Eisenbahn radeln drüben die beiden Grenzer
vorbei. Wir stehen im Fluss. Es geht ganz leicht, da ist schon das
Ufer. Im dünnen Gras liegend trocknen wir uns ab und
schlüpfen wieder in Schuhe und Strümpfe.---
Wenn du die 215m
flussaufwärts gegangen bist (Schuhe und Strümpfe
brauchtest du ja nicht ausziehen), dann schleiche links den Pfad
durch den Wald.
Du kannst einfach durchlaufen.
Hans und Conny mussten sich hier den Weg nun mit der Drahtschere
erst bahnen.
--- Die
Drahtschere schneidet fast geräuschlos, aber je weiter wir uns
in dieses metallene Gestrüpp hinein wühlen, um so dichter
wird es. Nach zehn Minuten ist immer noch kein Ende abzusehen. Nach
einer Viertelstunde machen wir eine Pause.
Endlich werden
die Rollen spärlicher. Man kann im Zickzack zwischen ihnen
durchkriechen in eine steinige Wiese.---
gehe nach dem Pfad rechts den
Weg (hier war damals alles voll mit Stacheldraht) entlang bis zum
einem Stein auf dem eine 19 steht. Biege links in den Trampelpfad
über die Wiese ab. (Schreib dir auch die Jahreszahl auf, die
auf dem Stein steht)
---Die Frage
ist, ob hier es Grenzer gibt. Südbaden gehört zu
Frankreichs Besatzungszone, und wenn uns jetzt ein Franzose
schnappt, sind wir die größten Narren, die sich je durch
einen Stacheldraht gequält haben.
Zehn Minuten
liegen wir in einer Mulde. Nichts rührt sich. Und dann
schleichen wir links am Tüllinger vorbei nach Brombach...
---
Du bist jetzt in der
französischen Besatzungszone. Keine Angst, du musst nicht bis
Brombach laufen. Der Trampelpfad über den du kommst,
mündet in einen Weg. Folge diesem nach rechts bis zu eine
Brücke. Gehe über die Brücke und schau dich um.
Wichtig ist zu wissen, wie hoch du über dem Meeresspiegel
bist.
Möglicherweise hat Hans in
jener Nacht auf seiner Flucht mit Conny nochmals eine Pause abseits
der Grenze gemacht und bei
N 47° 35 (Jahreszahl auf dem
Stein – 1765)
E 007° 37 (m ü NN +
143)
etwas liegen
lassen.
Bitte lass zusammen, was
zusammen gehört – vielen Dank!
Um zurück zu
kommen, gehe den breiten Weg weiter Richtung NW bis zum Ende und
dann links. Da geht es dann wieder zurück Richtung
Start.
Hinweis: Nimm deine Papiere mit,
sonst ist dein Grenzübertritt auch illegal. Und gehe am Tag.
Nachts ist der Grenzübertritt auch heute eine verbotene Sache.
Damals waren es Velo-Doppelstreifen, heute haben die Grenzer
Nachtsichtgeräte.