„Erzähl' mir nichts vom Gipskrieg" soll laut Wikipedia ein Sprichwort sein, das darauf hindeutet, dass Gips so häufig in der Natur vorkommt, dass nie jemand auf die Idee kam, einen Krieg um diesen Rohstoff zu führen.
Nun, bei Osterode gibt es tatsächlich eine ganze Menge davon. So viel, dass es von den örtlichen Gipswerken abgebaut und weiterverarbeitet wird. Um den Gips wird hier zwar kein Krieg geführt, aber es ist nicht einfach, hier noch einen Platz für einen Cache zu finden, der der deutschen Auslegung der 0.1mi-Regel genügt.
Bei den angegebenen Koordinaten findet sich nicht nur die Zufahrt zum Gipswerk und eine Parkmöglichkeit, sondern auch der Zugang zu einem Freizeitareal von Osterode-Lasfelde, zu dem auch eine gemütliche „Grillhütte ohne Grill" gehört. Hier könnt Ihr Euch nach erfolgter Cache-Bergung ausruhen. Aber bitte keinesfalls das Gelände „benutzen", denn das ist nur mit Genehmigung des Ortsrats erlaubt.
Zunächst aber müsst Ihr herausfinden, was Gips chemisch eigentlich ist. Geschickte Bastler können das sicher vor Ort erledigen, alle anderen dürfen auch vorher googeln.
Aus wie vielen Atomen besteht ein Gipsmolekül?
Den Cache findet Ihr dann von der Hütte aus in 243 Grad und 55m*Atomanzahl.
Doch Vorsicht: Der direkte Weg ist nicht immer der beste. Außerdem sind schon Cacher auf dem Weg "völlig im Schlamm versunken". Also nehmt geeignetes Schuhwerk mit und solltet ihr auf versunkene Personen stoßen, helft ihnen bitte heraus.
Da der Empfang am Cache manchmal etwas ungenau sein kann, gibt es neben allgemeinen Impressionen der Umgebung auch Bilder, die als Spoiler dienen können.
Der Cache sollte nicht angegangen werden zu Zeiten, zu denen ordentliche Menschen arbeiten! 100t-LKW haben immer Vorfahrt! Um zum Cache zu gelangen, müssen keine Zäune überwunden werden. Dennoch beachtet bitte, dass wir hier ganz in der Nähe zu aktiven Steinbrüchen sind, die zwar zu genaueren Erkundungen einladen, aber nicht ungefährlich sind (Steinschlag, abbrechende Steilkanten, regelmäßige Sprengungen). Das Gelände ist nur unzureichend gesichert. Wenn man abseits der Straßen herumstreift, kann es leicht passieren, plötzlich mitten im Steinbruch zu stehen, ohne vorher Zäune, Tore, Schranken oder Warnschilder gesehen zu haben. Also nochmal: Suche nur abends und am Wochenende (selbst Samstagvormittag wird hier gearbeitet – und manchmal nebenan im Steinbruch gesprengt!), wenn in den Steinbrüchen und Gipswerken nichts los ist.
Immer gut ist es, die Grundregeln für Lost Places zu lesen, zu verstehen und danach zu handeln.

Steinbruch

Steinbruch

Gipsformationen

Wie ein Cache die Welt sieht ...

Manche Caches liegen faul in der Sonne ...

Andere sehen nur selten die Sonne ...