Hammerkopf
Die französische Eisengesellschaft Les
Petits Fils de Francois de Wendel & Cie., erwarb im
Jahr 1899 zur Sicherung der Kohleversorgung ihrer Werke mehrere
zusammenhängende Steinkohlenfelder bei Hamm.
Im Jahr 1901 wurde begonnen, die Schächte 1 (Heinrich) und 2
(Wetterschacht Robert) abzuteufen. Auf Schacht 1 begann 1904 die
Kohleförderung. 1908/1909 entstand eine Kokerei mit
Nebenproduktengewinnung, die in der Folgezeit weiter ausgebaut
wurde. 1914 wurde mit dem Bau eines eigenen Hafens am
Datteln-Hamm-Kanal begonnen.
Für die Errichtung einer zweiten Schachtanlage wurde 1923 damit
begonnen, Schacht 3 (Franz) abzuteufen, 1927 folgte Schacht 4
(Humbert) als Wetterschacht. Die neu entstandene Schachtanlage
Franz-Humbert nahm 1928 die Förderung auf.
Während die Jahresförderung im Jahr 1905 noch rund 3.511 Tonnen
betrug, war sie zu Beginn des Zweiten Weltkriegs schon auf
1.197.879 Tonnen angestiegen.
Am 17. Januar 1952 unterbrach ein Grubenunglück den
Nachkriegsaufschwung. Bei einer Schlagwetterexplosion starben 17
Bergarbeiter – der bis heute schwerste Unfall auf
Heinrich-Robert.
Mitte der 50er Jahre erfolgte ein weiterer Ausbau der
Aufbereitungsanlagen und der Kokerei. In den 1960er Jahren wurde
der ehemalige Wetterschacht Robert zum Hauptförderschacht
umfunktioniert. Um dieses Ziel zu erreichen, war bereits 1955 der
Hammerkopf-Turm in regelmäßig gegliedertem Stahlfachwerk errichtet
worden, der auch heute noch das Ortsbild in Hamm-Herringen prägt.
Auf diese Weise wurde die schon vorhandene Förderanlage
ausgebaut.
Da in den Schächten Heinrich und Franz 1969 die Förderung
eingestellt wurde, wurde Schacht Robert zum Hauptförderschacht.
1973 erfolgte der Aufschluss des Feldes Monopol III sowie der
Verbund mit der Zeche Werne.
Im Jahr 1985 wurde die 100.000.000ste Tonne Kohle seit Gründung der
Zeche ans Tageslicht geholt.
Zum 1. April 1998 erfolgte der Verbund mit Haus Aden/Monopol zum
Bergwerk Ost. Zum gegenwärtigen Verbundbergwerk Ost gehören die
Bergwerke Heinrich Robert und Haus Aden/Monopol, Bergkamen. Von den
ehemals 17 Tagesschächten, die diese Zechen vor dem Verbund
zählten, werden heute nur noch fünf befahren. Dazu zählt auch die
Schachtanlage "Heinrich-Robert". Die Kohle wird dort heute auf
modernste Weise abgebaut und gefördert. Damit ist diese Zeche die
einzige im Hammer Stadtgebiet, die noch "unter Tage" aktiv ist.
Gelegentliche Erderschütterungen infolge der Abbautätigkeiten
können als „Erdbeben“ im Hammer Westen des Öfteren gespürt
werden.
Im Bereich Heichrich-Robert wird in etwas 1.200 m Teufe hochwertige
Kokskohle abgebaut. Nach dem Auslaufen der untertägigen Vorräte ist
der Aufschluss des Feldes Donar für das geplante Bergwerk Donar
nördlich des jetzigen Betriebsbereiches vorgesehen.
Unser etwas kleingeratener Mikro (...bitte Stift mitbringen)
verbirgt sich in dem zugewucherten Wäldchen neben der
Kokereistraße, die durch einen Felsblock versperrt ist. Da dieses
Wäldchen nicht gepflegt wird und es zuweilen sehr morastig ist,
empfehlen wir festes Schuhwerk. Der Cache ist sehr zerbrechlich,
bitte bergt vorsichtig aus seinem Versteck und öffnet bzw. schließt
ihn ebenso vorsichtig! Die nachfolgenden Cacher werden es euch
danken!