An den angegebenen Koordinaten
kannst Du den Cache nicht finden! Die Informationen im
nachfolgenden Text brauchst Du nicht zum Ermitteln der richtigen
Koordinaten. Wenn Dich das Thema weniger interessiert, kannst Du
gleich mit dem Entschlüsseln der Botschaft am Ende des Textes
beginnen.
Semaphor.
Entwicklung der
optischen Nachrichtenübermittlung:
Bereits in der Antike dienten Rauch- und
Feuerzeichen zur Übermittlung von Nachrichten. Der griechische
Dichter Aischylos beschrieb wie die Nachricht vom Sieg der Griechen
über Troja im Jahre 1184 v. Chr. mit einer Feuerzeichenkette von
Troja in das 555 km entfernte Argos gelangte. Allerdings
konnten durch diese einfache optische Telegrafie nur jeweils zuvor
verabredete Botschaften übermittelt werden.
Frei formulierbare Botschaften zu übermitteln
beschrieb erstmals der griechische Geschichtsschreiber Polybios:
Hinter einem großen Schild standen zwei
„Telegrafisten“, die entsprechend dem zu sendenden
Buchstaben Fackeln an einer bestimmten Position links oder rechts
des Schildes positionierten. Die Römer richteten entlang der
Grenzen des Imperium Romanum Wachtürme ein, die über Feuerzeichen
miteinander kommunizierten. So z. B. in Germanien entlang des
Limes vom Rhein bis an die Donau.
Ausgangspunkt der modernen optischen Telegrafie
war die Entwicklung des Fernrohrs im Jahr 1608 durch holländische
Brillenmacher. Damit wurde die Reichweite der menschlichen
Wahrnehmung erheblich erweitert.

Der Preußische optische Telegraf war ein
zwischen den Jahren 1832 und 1849 bestehendes telegrafisches
Kommunikationssystem zwischen Berlin, Köln und Koblenz, das
Nachrichten mittels optischer Signale über eine Distanz von fast
550 Kilometern übermitteln konnte. Die Telegrafenlinie bestand
aus bis zu 62 Telegrafenstationen, die mit Signalmasten
ausgestattet waren, an denen jeweils sechs mit Seilzügen zu
bedienende Telegrafenarme angebracht waren.
Witterungseinflüsse wie Nebel, Regen oder
Schneefall beeinträchtigen die Erkennbarkeit der Signalstellungen
empfindlich.
Die Übermittlung eines Telegramms mit 210
Wörtern von Berlin nach Köln benötigte unter normalen Verhältnissen
ca. 13 Stunden.
Die Entwicklung der elektromagnetischen
Telegrafie ab den 1830er Jahren läuteten das Ende der Ära des
optisch-mechanischen Telegrafen ein, weil sie ein Vielfaches
schneller, weniger störungsanfällig und nicht abhängig von Wetter
oder Tageszeit war. Beiden Systeme existierten während fast zwei
Jahrzehnten bis in die 1850er Jahre nebeneinander. In Schweden
wurden optische Telegrafen noch bis 1880 betrieben. In
abgewandelter Form werden optische Telegrafen auch heute noch als
Eisenbahnsignal verwendet.
Zur optischen Nachrichtenübermittlung zwischen
Schiffen wurde das sogenannte Winkeralphabet (Semaphor) entwickelt.
Die einzelnen Buchstaben des lateinischen Alphabets werden beim
Winkeralphabet durch die Stellung beschrieben, in der der Winker
zwei Flaggen hält.
Mit der Entwicklung des Sprechfunks verlor auch
diese Technik stark an Bedeutung. Es wird jedoch noch heute vor
allem militärisch genutzt, da es nur schwer „abhörbar“
ist. So ist es noch offizielles Kommunikationsmittel der Marine der
US Navy und Japans.
Es existiert unter anderem ein internationales
(im Internationalen Signalbuch festgelegt) und ein deutsches
Winkeralphabet.
Zahlen werden durch das „Zahlen
folgen“-Signal angekündigt und entsprechen den ersten zehn
Buchstaben des Alphabets, A=1 bis K=0 (ohne J). Eine Zahl endet mit
dem nächsten „Unterbrechung“-Signal.
Neben dem bekannten Winkeralphabet gab es
verschiedene Vorläufer, darunter das einfachere, sogenannte
Wig-Wag.
Die Übermittlung einer Nachricht könnte sich wie
folgt dargestellt haben:

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