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weiterführende Infos: http://de.wikipedia.org/wiki/Bundesfestung_Ulm
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Beschreibung
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Bundesfestung Ulm - Zitadelle
Die Wilhelmsburg Werk XII und die Wilhelmsfeste Werk XIII
– XVII bildeten zusammen die Zitadelle von Ulm, sozusagen das
Kernwerk der Bundesfestung Ulm. Man unterscheidet zwischen
der Wilhelmsburg, das der Stadt zugewandte mächtige
vierflügelige Festungsgebäude und der Wilhelmsfeste, die der
Wilhelmsburg vorgelagert ist, aus fünf Festungsteilen besteht
(heute Kaserne) und die Wilhelmsburg vor einem Angriff aus Norden
schützen sollte.
Die Wilhelmsburg alleine gehört mit ihren Abmessungen von
193 x 125 Meter (ohne die beiden Flankentürme) und einer
Flügeltiefe von 20 Metern zu den größten Festungswerken in Europa.
An Schieß-, Wohn- und Kellerkasematten gibt es insgesamt 570 Räume.
Beim Bau der Wilhelmsburg wurden 300.000 Tonnen Kalkstein verbaut!
Die vier Flügel der Wilhelmsburg umschließen einen Platz von ca.
1,3 Hektar auf den man problemlos das Ulmer Münster stellen
könnte.
Grundsteinlegung war am 18 Oktober 1844. Der erste
Spatenstich war allerdings bereits zwei Jahre vorher erfolgt. Ihren
Namen hat die Wilhelmsburg vom württembergischen König Wilhelm I
erhalten, der auch den Schlussstein am 22 Oktober 1848
legte.
Die Wilhelmsburg diente seit ihrer Fertigstellung bis zum
Ende des Zweiten Weltkriegs fast durchweg als Kaserne. 1944 wurde
die Wilhelmsburg teilweise zur Unterbringung kriegswichtiger
Produktion der Firma Telefunken verwendet, in der dann polnische
Zwangsarbeiter arbeiten mussten. Nach Kriegsende 1945 wurden
ausgebombte Ulmer hier untergebracht und 1945/46 entstand ein
großes Flüchtlingslager in den Gebäuden der Wilhelmsburg bzw. der
Wilhelmsfeste. Bis zu 3000 Personen wohnten damals auf dem Gelände
der ehemaligen Zitadelle.
Ab 1956 wurde die Wilhelmsburg/-feste wieder militärisch
genutzt und wurde zu einer Kaserne der Bundeswehr. Aus der
Wilhelmsburg zogen die letzten Soldaten Ende der 70er Jahre aus,
als die dachlosen Räume zunehmend feuchter wurden. 1986 erwarb die
Stadt Ulm die Wilhelmsburg von der Bundesrepublik Deutschland und
sanierte das Gebäude außen. Dabei entstand auch das Blechdach, das
dafür sorgte, dass die Wilhelmsburg wieder
„trockengelegt“ wurde.
Heute wird ein ganz kleiner Teil der Wilhelmsburg von
einer Solarfirma genutzt, der größte Teil steht aber leer. Der
Innenhof wird von der Bundeswehr für feierliche Veranstaltungen und
im Sommer durch das Ulmer Theater für Open-Air-Events
genutzt.
Die Wilhelmsfeste ist heute in den
Bundeswehrkasernenbereich integriert und beherbergt z.B. das
Kommando Operative Führungskräfte, welches die Auslandseinsätze der
Bundeswehr koordiniert.
Zu den nachfolgenden Wegpunktbeschreibungen und zum
besseren Verständnis der im Festungsbau üblichen französischen
Fachbegriffe, wurden die deutschen Entsprechungen in Klammern
dazugeschrieben.
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Um euch Ulms Zitadelle zu zeigen, führen wir euch einmal
rund herum. Unterwegs müsst ihr einige Fragen beantworten. Die
richtigen Antworten helfen Euch den Schatz zu finden.
Ihr könnt euch die Wegpunkte vorher aufs GPS laden, so braucht ihr
unterwegs nicht so viel tippen und habt Zeit die Informationen in
aller Ruhe durchzulesen.
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Wegpunkt 01 (Listingkoordinate): N 48° 24.682 E 009°
59.042
Von dem aus dem Jahr 1907 stammenden Aussichtsturm sieht
man nicht nur auf die Stadt Ulm und die Alpen, gutes Wetter
vorausgesetzt, sondern auch auf die Wilhelmsburg bzw. auf die der
Wilhelmsburg vorgelagerte Wilhelmsfeste.
Links sehen wir den Haupteingang der Wilhelmsburg. Das
eisenbeschlagene Holztor ist noch original erhalten. Einst war
dieses Tor der einzige Zugang zur Wilhelmsburg und zur
Wilhelmsfeste.
Links vom Tor liegt
der Kehlturm der Wilhelmsburg. Hier wurde 1844 im Kellergeschoss
der Grundstein der Bundesfestung Ulm gelegt und im Treppentürmchen
auf dem Dach unter Beisein von König Wilhelm I der Schlussstein
gesetzt. Der Kehlturm ist sozusagen das „Herz“ der
gesamten Festungsanlage. In seinem Inneren befindet sich eine
Wendelrampe über welche die Geschütze in die einzelnen Geschosse
und auf das einst erd bedeckte und mit Geschützstellungen versehene
Dach gebracht werden konnten.
Frage: Schau auf die Übersichtstafel: Wie hoch ist der
Berg, der der Münsterspitze am Nächsten ist?
Antwort: [ACDE m] A=___
C=___ D=___ E=___
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Wegpunkt 02: N 48° 24.906 E 009° 59.076
Wir stehen jetzt vor
einer erst in den 1920er Jahren entstandenen Nebenzufahrt zur
Wilhelmsfeste. Einst war hier nur eine Schlupfpforte in der Mauer,
die über einen Steg erreichbar war. Nach Süden, zum
rechten, fünfgeschossigen Flankenturm der Wilhelmsburg hin
blickend, sehen wir die ca. 300 Meter lange Mauer mit
dahinterliegendem Wall der Anschlusslinie (Werk XVII) zwischen der
Wilhelmsburg und der rechten Redoute (Werk XVI). Eine Redoute ist
vereinfacht gesagt ein eigenständiges Werk oder Stützpunkt
innerhalb der Wilhelmsfeste mit einem trapezförmigen
Mauergrundriss. Rechts sehen wir den Flankenturm der rechten
Redoute. Das Reduit (Kernwerk) der rechten Redoute, ein schöner
sechseckiger Turm liegt innerhalb der Wilhelmsfeste und ist leider
von hier aus nicht sichtbar.
Wie viele Ausrufezeichen befinden sich auf dem Schild am
Tor? F= ___
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Wegpunkt 03: N 48° 25.001 E 009° 59.070
Wenn wir an dieser Stelle in den Graben blicken sehen wir
direkt vor uns auf den Saillant, also die Spitze der unter Wegpunkt
02 beschriebenen rechten Redoute mit ihrer Bonnetkasematte
(Spitzenkasematte). Geradeaus in Richtung Westen sehen wir links
vor der Brücke die Secondeflanke der rechten Redoute. Aus den zwei
Geschützscharten dieser Kasematte konnte der Graben bestrichen
werden. Gleichzeitig unterstützte sie das Geschützfeuer der ganz im
Hintergrund des Grabens liegenden Caponniere (Grabenstreiche) die
den gesamten Graben bestreichen konnte.
Hier gibt es magnetisch unten am Zaun die Formel für die
Finalberechnung.
Finale bei 48° ___ ___ . ___ ___
___ 009° ___ ___. ___ ___
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Wegpunkt 04: N 48° 25.224 E 009° 58.937
Ca. 450 Meter von der Wilhelmsfeste entfernt sind wir hier
beim Fort Prittwitz (Werk XXXVII), das 1863 zu Ehren des Erbauers
der Bundesfestung Ulm nach Freyh....;-)äh Freiherr Moritz Karl
Ernst von Prittwitz und Gaffron benannt wurde. Ursprünglich hatte
dieses Fort (Selbstständiges Festungswerk außerhalb der
Hauptumwallung) wie üblich rundherum freistehende Schartenmauern.
In den Jahren 1877 bis 1880 jedoch, wurde dieses Fort grundlegend
modernisiert. Dabei erniedrigte man alle Caponnieren
(Grabenstreichen) und das Reduit (Kernwerk) um ein Stockwerk.
Die Schartenmauern wurden ebenfalls niedriger gemacht und der
Wall so verbreitert, dass er direkt auf die Außenkante der
Escarpenmauer (Mauer der inneren Grabenwand) zu liegen kam. Damit
die Mauer der neuen Belastung standhalten konnte, baute man eiserne
Rückverankerungen mit außen sichtbaren Gegenstücken ein.
Die siehst [G] Maueranker. G=___
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Wegpunkt 05: N 48° 25.238 E 009° 58.775
So, die französischen Fachbegriffe
haben wir jetzt verinnerlicht, oder? Dann geht es ab jetzt auch
ohne deutsche Entsprechung, ja? Von hier aus hat man einen schönen
Blick die linke Kehlmauer entlang auf das kreisrunde Reduit von
Fort Prittwitz. Vor der Modernisierung in den Jahren 1877-1880
hatte das Reduit drei Stockwerke. Die Modernisierung in der
Geschütz- und Munitionstechnik erforderte es aber nun freistehende
Mauern, Türme etc. niedriger zu machen. Die einstigen
Schießscharten wurden 1880 zu Fenstern gemacht und mit stählernen
Klappläden versehen.
Im Zweiten
Weltkrieg war das Fort Stützpunkt des Flugkommandos V der Luftwaffe
und des Luftwarnkommandos für Fliegerangriffe. Nach dem Krieg
diente es der Ulmer Keramik als Produktions- und Lagerstätte. Ab
1960 wurde das Fort in die neu gestaltete Bundeswehrkaserne mit
einbezogen und dient heute für Veranstaltungen und
Grillfeste.
Wie viele Fenster im Reduit von Fort Prittwitz siehst
du? H=___
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Wegpunkt 06: N 48° 25.066 E 009° 58.601
Kurze Ruhepause mit
Blick auf den Eselsberg. Direkt hinter uns , wo jetzt eine
Bundeswehr-Kantine steht, befand sich bis 1876 der
Lehrer Turm. Er war mit einem Durchmesser von 32 Metern der größte
Geschützturm der Festung, musste aber bei der
Festungsmodernisierung abgerissen werden, da er völlig freistehend
und somit ungeschützt gegen die neue Geschütztechnik
war.
Finde einen wichtigen Hinweis an der Bank mit Blick über
das Lehrer Tal. ___ ___
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Wegpunkt 07: N 48° 24.918 E 009° 58.542
Hier haben wir im
Prinzip dieselbe Situation wie bei Wegpunkt 3, nur dass es sich
hier um die linke Redoute handelt. Also direkt vor uns die
Bonnetkasematte, östlich dann die Secondeflanke und im
Hintergrund die Caponniere von Werk XV. Nach Süden blickend sehen
wir eine Halbcaponniere. Halb deshalb, weil sie nur den Graben in
nördlicher Richtung zu bestreichen hatte.
Die Ecke besteht aus [IJ] Steinzeilen. I=___
J=___
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Wegpunkt 08: N 48° 24.869 E 009° 58.545
Jetzt sind wir auf
der Südseite der Halbcaponniere. In der Kasematte sieht man ein
vermauertes Ausfalltor, aus dem Fußtruppen ins Vorfeld gelangen
oder durch die heute ebenfalls vermauerte Schlupfpforte der
Riegelmauer in den Grabenbereich der Wilhelmsfeste gelangen
konnten.
Suche den Hinweis an der Ausfalltüre der Capponiere.
B=___
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Wegpunkt 09: N 48° 24.837 E 009° 58.692
Stärkstes und mächtigstes Bauwerk der linken Redoute ist
der Reduitturm. Er diente als Kernwerk der linken Redoute und
wirkte gleichzeitig flankierend auf die linke Flanke des eigenen
Werkes wie auf die Anschlusslinie (Werk XIII) zum linken
Flankenturm der Wilhelmsburg. Außerdem konnte er mit seinem
mehretagigen Geschützfeuer direkt auf das Lehrer Tal wirken. Man
kann hier auch sehr schön die Funktion der Scharten erklären.
Unten, die schmalen Scharten waren Gewehrscharten, die großen
fast quadratischen Scharten waren Geschützscharten und die
Bogenscharten waren für steil feuernde Mörser vorgesehen. Damals
hielt man eine Festung für uneinnehmbar wenn man dem
Angreifer möglichst viel Geschützfeuer entgegenbringen konnte.
Dieser Reduitturm ist ein gutes Beispiel hierfür. So ein Turm wird
auch Montalembert-Turm genannt, nach dem frz. Festungsbaumeister
Marc Rene de Montalembert (1714-1800) der die Lehre für das
Etagenfeuer aus mehrgeschossigen Bauten entwickelte.
Der Montalembert-Turm hat [K] Ebenen?
K=___
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Wegpunkt 10: N 48° 24.714 E 009° 58.875
Hier sind wir wieder bei der Wilhelmsburg angelangt,
genauer gesagt beim linken Flankenturm. Der Graben in diesem
Bereich wurde stark aufgefüllt, so dass die untersten
Schiessscharten des Flankenturms verschüttet sind. Auch er ist ein
Beispiel für die Lehren Montalemberts.
Rechts neben dem Turm siehst du [L] Querlatten in einer
zum Fenster umgebauten Türe? L=___
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Du hast nur nun die Hinweise A-L, sowie 2 weitere Hinweise
gesammelt.
Mit diesen Informationen wirst du das Finale ganz einfach
finden.
Gehe das Finale von unten an.
Viel Spaß wünschen Dir: Freyherr, TKKR und das LATeam
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