Die Höhle von Postojna ist
das größte bekannte Höhlensystem in Slowenien. Besonders wichtig
ist die Tatsache, dass der Großteil dieser unterschiedlichen Formen
und Phänomene von jedem Besucher–Touristen beobachtet werden
kann. Da die Höhle von Postojna in Bezug auf den Führungsweg eine
größtenteils horizontale Höhle ist, stellt ihre Besichtigung
beinahe für niemanden Probleme dar.
Das geologische Alter beträgt einige Millionen Jahre. In der Höhle
wurden die ersten Spuren der Besiedlung des Pivkabeckens in der
Eiszeit (Pleistozän) gefunden. Im Karst von Notranjska fand der
Eiszeitmensch unter Felsvorsprüngen und in unterirdischen Höhlen
Zuflucht, die so zu seiner Behausung wurden. Sie ist schon lange
auch als Fundort mehrerer eiszeitlicher Tierarten bekannt.
Die Höhle hat bezüglich der Entdeckung ihrer Abschnitte und der
Besucher, die schon lange vorher aus aller Herren Länder kamen,
eine lange und interessante Erforschungsgeschichte aufzuweisen.
Ihre Eingangsteile stellten für die Menschen schon in der
Urgeschichte einen Zufluchtsort dar, die ersten Unterschriften von
Reisenden stammen aus dem 13. Jahrhundert. Die ersten, in der
Chronik Die Ehre des Hertzogthums Crain aus dem Jahr 1689
veröffentlichten, noch stark fantastischen Höhlenbeschreibungen
stammen vom Gelehrten Johann Weichard Valvasor, dem ersten
touristischen Propagandisten des Karstes. Die Höhle schien ihm die
größte und längste und zugleich grauenerregendste von allen zu
sein, die er gesehen hat. J. N. Nagel, ein Wiener Mathematiker,
erforschte im Auftrag des Kaisers Franz, des Gemahls der
österreichischen Kaiserin Maria Theresia, die Besonderheiten von
Krain. Er besuchte unter anderem die Höhle von Postojna und die
Schwarze Höhle. Erhalten ist sein Plan des Eingangsteils, des Gangs
der alten Unterschriften und des Großen Saals aus dem Jahr
1748.
Die Höhle von Postojna besuchten vor der Entdeckung der Fortsetzung
der inneren Abschnitte noch einige andere Gelehrte, die diese
Gegend bereisten oder sich im slowenischen Raum aufhielten. Unter
ihnen sind Balthasar Hacquet und Gabriel Gruber zu erwähnen.
Soviel war über die Höhle bis zu den 20er Jahren des 19.
Jahrhunderts bekannt, als mit neuen Entdeckungen das Fundament zur
touristischen Nutzung gelegt und für befestigte Wege, Begleitung
der Besucher und Beleuchtung gesorgt wurde.
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Postojna (siehe