Das Schweriner
Schloss ist in einem 1000-jährigen Prozess historisch gewachsen.
Die ringförmige Gestalt geht auf die Wallanlage einer slawischen
Burg zurückgeht, die um das Jahr 965 auf einer kleinen ufernahen
Insel im Schweriner See errichtet wurde. In der folgenden Zeit bis
zum 19. Jahrhundert wurde das Schloss nach den Vorlieben der
jeweiligen Herrscher auf- und umgebaut. Die Umbaumaßnahmen waren
teilweise so gravierend, dass von den Bauten aus der Zeit es
Mittelalters nichts mehr erhalten ist.

Bild: Schloss vor
dem letzten Umbau (1845)
Der letzte
Umbau, dem das Schloss das heutige Aussehen verdankt, wurde vom
Großherzog Friedrich Franz II. im Jahre 1842 in Auftrag gegeben.
Bekannte Baumeister reichten ihre Vorschläge ein. Unter ihnen auch
Gottfried Semper, der durch die Dresdner Oper bekannt geworden ist.
Den Zuschlag erhielt Hofbaurat Georg Adolph Demmler. Er hatte in
Zusammenarbeit mit dem Schweriner Architekten Hermann Willebrand
insgesamt drei Entwürfe vorgelegt und in seine Arbeiten die
Eindrücke einer ausgedehnten Studienreise zu Schlössern in England
und Frankreich einfließen lassen. Nicht ohne Grund hat das
Schweriner Schloss daher deutliche Ähnlichkeit mit dem
französischen Loire-Schloss Chambord.

Bild: Schloss
Chambord (Loire / Frankreich)
Bis zu 800
Arbeiter waren beim Bau des Schlosses beschäftigt. Demmler setzte
sich aktiv für die Arbeiter ein. Er unterstützte die Gründung einer
Unfall- und Krankenkasse und forderte mehrfach eine gerechte
Entlohnung der Beschäftigten. Darüber hinaus engagierte er sich in
der bürgerlich-demokratischen Bewegung. Das war für die
konservativen Kreise am Hof eindeutig zu viel. Noch vor der
Fertigstellung des Umbaus wurde Demmler 1851 aus dem Staatsdienst
entlassen.
Sein
Nachfolger, der berliner Baumeister Friedrich August Stüler,
veränderte den Entwurf Demmlers an einigen Stellen entscheidend.
Unter anderem fügte er dem Bauwerk die markante goldene Kuppel
hinzu. Nach zwölfjähriger Bauzeit bezog die großherzogliche Familie
am 26. Mai 1857 ihre Residenz im Schloss. Drei Tage lang wurde
dieses Ereignis in der festlich geschmückten Stadt
gefeiert.

Bild: Schloss nach
dem letzten Umbau (um 1857)
Als der
Großherzog von Mecklenburg-Schwerin 1918 abdankte, ging das Schloss
in den Besitz des Staates über. Ab 1921 wurden die historischen
Räume der Öffentlichkeit als Schlossmuseum zugänglich
gemacht.
Nach dem
Zweiten Weltkrieg gestaltete der Architekt Friedrich Schmidt den
Großen Speisesaal in einen Plenarsaal um, den der Mecklenburgische
Landtag nutzte.
Von 1952 bis
1981 diente das Schloss der Ausbildung von Kindergärtnerinnen, die
auch in dem historischen Gebäude wohnten. In dieser Zeit
beherbergte das Schloss außerdem ein Polytechnisches Museum und ein
Museum für Ur- und Frühgeschichte. 1974 setzte mit der
Restaurierung der wertvollsten Innenräume die erneute Nutzung des
Schweriner Schlosses als Kunstmuseum ein.
1990 bestimmte
der erstmals frei gewählte Landtag des neu entstandenen
Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern das Schweriner Schloss zu
seinem Sitz. Bei einem Besuch bezeichnete der damalige
Bundespräsident Dr. Richard von Weizsäcker das Schloss als den wohl
schönsten Parlamentssitz Deutschlands.
Quelle:
www.wikipedia.de und www.landtag-mv.de
-------------------------------------------------------------------------------------------
Achtung: Die besondere Herausforderung dieses
Caches liegt darin, sich nicht von den ZAHLREICHEN MUGGELS
erwischen zu lassen.
Bitte nutzt den SPOILER, um auffälliges Suchen
zu vermeiden!
Besten Dank & viel Erfolg