Der Schatz des dunklen Grafen (Nachtcache)
A
cache
by rastapank
Hidden
:
11/6/2009
Difficulty:
Terrain:
Size:
 (Regular)
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Wie lasterhaft ist doch die Neugierde! Nun, da meine Kräfte
nachlassen schreibe ich meine Geschichte auf für all jene, die mir
folgen werden. So lest denn meine letzten Zeilen, bevor der Tod
mich ereilt und meine Knochen für alle Ewigkeit den verfluchten
Schatz bewachen ….
Vor wenigen Tagen fuhr eine prächtige Kutsche, gezogen von vier
feurigen schwarzen Hengsten, in unserem kleinen Städtchen vor. Die
Neugierde trieb uns alle aus den Häusern. Jedoch kam kein König
oder Fürst um uns einen Besuch abzustatten. Ein Kaufmann aus
Transsylvanien war es, auf der Durchreise mit seinem buckligen
Diener Oleg. Beide waren mir vom ersten Augenblicke an nicht
geheuer. Oleg war ein monströser Riese, triefäugig und hinkend, der
stets unverständliches vor sich hinbrabbelte. Der Kaufmann war von
hagerer Gestalt, ging sehr aufrecht und knochensteif. Über seiner
Hakennase blickten durchdringende Augen jeden grimmig an, als
wollten sie ihn in Stücke reißen. Er kleidete sich in sehr
kostbare, jedoch altmodische Gewänder, und es ging eine eigenartige
Kälte von ihm aus, welche einen erschauern ließ, sobald man sich
ihm näherte.
Eines Abends wurde ich Zeuge eines merkwürdigen Geschehens: Der
bucklige Oleg humpelte unbeholfen aus dem Quartier des Kaufmanns.
Ich war erstaunt, denn sonst hatte ich ihn noch niemals ohne seinen
„Herren“, wie er den Kaufmann zu nennen pflegte,
erblickt. Er kletterte schwerfällig auf den Kutschbock und trieb
die Gäule an. Die Kutsche entfernte sich in rasanter Fahrt in
Richtung des Waldes bis zu der Stelle, an welcher die Blutbuche
steht, dem Orte, an welchem Mörder und Verbrecher ihre gerechte
Strafe ereilt. Da ich eine Abkürzung kenne konnte ich ihm folgen
und war zeitgleich mit ihm zur Stelle.
Bei der Blutbuche angelangt sprang er vom Kutschbock und nahm einen
schweren Sack aus der Kutsche. Dabei schüttelte er seinen
unförmigen Schädel und stammelte wie in irrem Wahn: „Meister,
ich werde dir gehorchen. All deine Macht wird mit mir sein und mir
dabei helfen, dein Geheimnis zu wahren“.
Er wandte sich nun in Richtung OstNordOst, bog jedoch nach wenigen
Schritten plötzlich auf einen Weg links in den finsteren Wald. Bei
der Abzweigung, die er nach wenigen Metern erreichte, hielt er
lauschend inne, als ein Tier im Gebüsche raschelte. Ein Käuzchen
schrie seinen Lockruf durch die schwarze Nacht. Er grunzte
zufrieden, als wäre das für ihn ein gutes Omen und beschritt den
Weg welcher nach links abzweigte. Das dürfte ungefähr WestNordWest
gewesen sein. Eine Strecke weit ging es auf diesem steilen Wege
bergan.
Unvermittelt hielt er bei einem Baum am linken Wegesrande um einen
Gegenstand aus seinem Sack zu nehmen: „Mein kleiner
geflügelter Freund“ sprach er, beinahe zärtlich „du
wirst mir helfen den Schatz zu bewachen“. Heimlich schlug ich
eine Markierung an diesen Baum, da ich nicht wusste, wohin uns
unser Ausflug führen würde. Ich nahm mir vor, dieses regelmäßig zu
tun, wenn unsere Wanderung vom Weg ab und in den Wald führen würde,
damit ich später den rechten Weg wieder finden konnte.
Wieder ging es ein gutes Stück bergan. Dieses Mal ging der Bucklige
nach einiger Zeit des Aufstiegs rechter Hand weit in den Wald
hinauf und sprach mit einem Knochen, den er in der Hand hielt!
„Mein kalter Bruder, du wirst ab jetzt dieses Geheimnis
wahren“. Was für ein Geheimnis meint er bloß? Wieder
markierte ich unseren Weg durch den Wald.
Dann plötzlich fuhr mir der Schreck in die Glieder: Der Schatten
des Riesen hinkte in einer Geschwindigkeit, welche man dem
ungeschlachten Riesen gar nicht zugetraut hätte, auf mich zu. Ich
versteckte mich voller Furcht hinter einem Strauche, dieweil Oleg,
wirres Zeug brabbelnd, zum Wege zurückstolperte um diesem
anschließend bergab zu folgen in die Richtung, aus der wir gekommen
waren.
Zurück an jener Abzweigung angelangt, an welcher er zuvor den Ruf
des Käuzchens vernommen hatte, stieg er ohne zu zögern bergan in
Richtung Norden, bog jedoch bald am rechten Wegesrand wieder in den
Wald. Nach einer halben Ewigkeit – so schien es mir –
verharrte er im fahlen Lichte seiner Laterne. Er bückte sich und
hob einen flachen Stein an. War es ein Grabstein? Mir lief es kalt
den Rücken hinab. Da erblickte ich plötzlich ein kleines Stück
Pergament auf dem Boden. Es schimmerte merkwürdig gelb und fühlte
sich seltsam glatt und kühl an. Ich entfaltete es und konnte
merkwürdige Zeichen darauf erkennen, die ich jedoch nicht verstand.
Sorgfältig verstaute ich es in meiner Tasche, denn ich nahm an,
dass dieses Pergament mir noch von großem Nutzen sein konnte.
Nach einiger Zeit des Verharrens keuchte der Bucklige irre kichernd
wieder zurück auf den Weg und ging bergan. Seine Laterne schwankte
hin und her, als er linker Hand wieder im Unterholz verschwand.
Doch plötzlich fing das Licht an, höher und höher zu steigen! Mir
deuchte das alles unglaublich und merkwürdig. Ich konnte mir nicht
vorstellen, was er damit bezweckte. Aber ich verfolgte sein Treiben
aufmerksam weiter, bemüht, mir jede Einzelheit im Gedächtnis zu
behalten.
Wieder ging er auf dem Weg weiter bergan, um nur kurze Zeit später
erneut rechts davon mit irrem Blick den gigantischen Wirbelknochen
eines Mutantentieres zu rütteln und Beschwörungen über ein haariges
Wesen zu murmeln.
Weiter keuchte der Riese den Berg hinauf. Seine Bewegungen wurden
langsamer, als er sich seinen Weg linker Hand den Berg hinauf durch
dichtes Unterholz bahnte. Erneut nahm er einen Gegenstand aus
seinem Sack, den er sorgfältig versteckte.
Noch ein letztes Mal ging er danach vom Wege ab. Dieses Mal wälzte
er mit einem irren Aufschrei seinen massigen Körper durch das
dichte Unterholz am rechten Wegesrand. An einer prächtigen Buche
machte er halt. Er brüllte auf wie ein wildes Tier, so dass sich
mir alle Haare sträubten vor Grauen. Seine monströse Pranke presste
er mit gewaltigem Druck in den Stamm der Buche, so dass ein Zittern
durch alle Äste des geschundenen Baumes ging. Der Abdruck den er
hinterließ war sogar für mich sichtbar!
Anschließend rannte er weiter den Weg entlang, wie von einem
gewaltigen inneren Zwang getrieben. Mir schwanden beinahe die
Sinne, so sehr wurde ich von Furcht gepackt. Aber ich trieb mich
zur Eile, denn der Riese war in seinem Wahn so flink wie ein Wiesel
und ich hatte die größte Mühe, ihm zu folgen.
Da blieb er plötzlich stehen. Eine große Kiste zog er aus seinem
Sack und vergrub sie bei einer Wurzel, so viel konnte ich erkennen.
Dann verschwand er unter wildem Gekicher und Gebrabbel in der
Finsternis des Waldes. Ich jedoch grub die Kiste aus der Erde und
versuchte, sie zu öffnen. Jedoch kam ich nicht dazu, einen Blick
hinein zu werfen. Denn noch während ich damit beschäftigt war das
Schloss gewaltsam zu öffnen rauschte ein schwarzer Schatten um
mich. Ich spürte keinen Schmerz, nur eine Woge des Grauens und eine
Art von Kälte, die nicht aus dieser Welt stammen konnte.
Dann schwanden mir die Sinne und ich sank bewusstlos zusammen. Als
ich erwachte fühlte ich mich unglaublich schwach. Irgendein Tier
oder ein Dämon musste mir eine schreckliche Wunde am Halse zugefügt
haben, die stark blutet und mich sehr schwächt. Ich spüre, wie das
Leben langsam aus mir entweicht. Meine letzten Zeilen sind darum an
den Empfänger dieser Nachricht gerichtet: Wenn dir dein Leben lieb
ist so wappne dich mit einem Kranz aus Knoblauchblüten und hänge
dir beschützende Amulette und Kruzifixe um den Hals. Nur so kannst
du dem schrecklichen Schicksal entkommen, dem ich zum Opfer
gefallen bin.
Und: Wer sich traut, der Knoblauch kaut!
Stage 2 und Stage 7 müssen nicht bewegt werden. Nach Stage 7 kommt
man in der Nähe eines Jägersitzes vorbei. Legt also bitte den
Zwölfender ab und schaltet die Taschenlampe an, um nicht
verwechselt zu werden. Ihr begeht das Gebiet auf eigene Gefahr.
Additional Hints
(No hints available.)
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