Gegenüber vom Basilisk
A
cache
by Sascha Wyss
Hidden
:
1/7/2010
Difficulty:
Terrain:
Size:
 (Small)
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Ein einfacher Cache zu Ehren des wohl prächtigsten Basilisken von
Basel. Bitte etwas zum schreiben mitnehmen. Neu auch mit Munzee
Barcode!
Wenn Du den Cache gefunden hast, geh über die Brücke und Du findest
auf der linken Seite den Basilisken. Dieser kehrte erst mit der
Eröffnung der neuen Wettsteinbrücke 1995 als einer der ursprünglich
vier Basilisken ans Rheinufer zurück. Er stand jahrzehntelang in
den Langen Erlen, weil ihn die Verbreiterung der Wettsteinbrücke
1936/39 von seinem angestammten Platz verscheucht hatte. Mit ihm
mussten auch drei weitere gegossene Basilisken weichen. Im Dezember
1879 wurde beschlossen die ein halbes Jahr zuvor eröffnete
Wettsteinbrücke mit Basilisken zu schmücken.
Der durch sein St.Jakobs-Denkmal bekannte Bildhauer Ferdinand
Schlöth bekam den Auftrag die Basilisken zu gestalten. Sein Neffe
schuf nach Vorgaben des Onkels Tonmodelle des Basler Wappenhalter.
Man wählte für den Guss der Basilisken die Pforzheimer Giesserei
der Firma Benckiser, die bereits diverse Gussteile beim Bau der
Wettsteinbrücke geliefert hatte. Man einigte sich auf einen Preis
von 16'000 Franken für alle vier Skulpturen.
Die Gussmodelle schuf der Bildhauer Hans Baur aus Konstanz. Das die
gewaltigen Basilisken nicht in einem Stück gegossen werden konnten,
gliederte man jeden Basilisk in zehn einzelne Teile die am Ende
zusammengefügt wurden. Die Basilisken sollten auf den vier Pfeilern
der Widerlagern an den beiden Brückenköpfen aufgestellt werden.
Dabei wiesen die einzelnen Figuren jedes Paares diverse
Unterschiede auf, wie etwa Schwanzhaltung und Ausrichtung des
Baslerwappens.
Diese Details machten den ohnehin anspruchsvollen Guss noch
arbeitsintensiver. Im Sommer 1880 kamen die fertigen Basilisken
nach Basel um zusammengesetzt und auf ihre Plätze montiert zu
werden. Wächtern gleich thronten sie mehr als fünfzig Jahre über
der Wettsteinbrücke, bis diese für den wachsenden Strassenverkehr
zu schmal wurde. Mit dem Umbau wurden die vier 1936 von ihrem
Pfeilern geholt, wobei bei einem der Flügel abbrach, so dass man
ihn reparieren musste.
Man verscherbelte die treuen Brückenhüter womit sie in alle Winde
zerstreut wurden. Im Mühlegraben beim Teichturm im St.Albantal
stand Ende der dreissiger Jahre eine Weile einer dieser Basilisken
einsam hinter einem Bretterverschlag. Später wurde ein Basilisk in
den Langen Erlen aufgestellt, während ein anderer im Hof der
Liegenschaft Schützenmattstrasse 35 landete, wo man ihn noch heute
vor sich hinrosten sieht, wenn man zum Probelokal der Stadtmusik
will.
Ein verkaufter Basilisk fand 1936 eine neue Heimat auf der
Rippertschwand bei Meggen am Vierwaldstättersee, während einer
seiner Brüder in Nyon am Genfersee landete. Der Basilisk aus der
Langen Erlen kam mit dem Bau der neuen Wettsteinbrücke 1992/95
wieder zu Ehren. Heute steht er anmutig am Grossbasler Brückenkopf
und erinnert an jene Tage als er Teil eines Quartetts war.
Additional Hints
(Decrypt)
Vaareunyo ibz Raqr
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