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[P2010] Geschichte von Saalfelden - Part III

A cache by Team GeoWichtel Hidden : 3/30/2010
Difficulty:
Terrain:
1.5 out of 5 2.5 out of 5

Size: Size: Small (Small)

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In Salzburg, Austria

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Die Kelten in Saalfelden


Im Saalfeldner Becken sind die Kelten das erste Volk, von dem nicht nur Bodenfunde, sondern auch schriftliche Quellen in Form von kurzen Nachrichten bei griechischen und römischen Schriftstellern gefunden werden konnten. Claudius Ptolomaios, ägyptischer Geograph und Astronom aus Alexandrien (150 n. Chr.), überliefert die Namen einiger keltischer Stämme unseres Gebietes. Einer der Stämme, die Ambisonten, können im Bereich des Pinzgaues lokalisiert werden. Als Beweis darf die in frühmittelalterlichen Urkunden benützte Bezeichnung Bisonzo für das heutige Zell am See gelten [W. Hauthaler, Salzburger Urkundenbuch, I, 8]. Man nimmt an, dass der Name Bisonzo ursprünglich einer anderen Örtlichkeit, nämlich dem Biberg, zugehörig war, jenem Burgberg, der in vorrömischer Zeit das Zentrum dieses Gebietes darstellte. In der Bezeichnung "Biberg" steckt noch die ursprüngliche Stammsilbe. Ob sich auch der Pinzgau von Bisonzo herleitet, ist umstritten.

 

Biberghirsch (keltisch), 1. Jh. v. Chr., aus der Gauburg am Biberg
Die Siedlung auf dem Biberg bei Saalfelden war zweifellos die Stammburg, der Sitz des Stammesfürsten der keltischen Ambisonten . Es ist anzunehmen, dass der Biberg in dieser Periode mit starken Befestigungen versehen war, ob in Form von Palisaden oder bereits einer Steinmauer, kann nicht eindeutig geklärt werden.
Der Ausbau der Siedlung setzt bereits in der Mittellatenezeit (2. Jhdt. v. Chr.) ein, die Blütezeit des "Oppidums" auf dem Biberg fällt jedoch in die späte Latenezeit (1. Jhdt. v. Chr.). In diesen Zeitabschnitten sind mehr als 90 Prozent der Funde einzuordnen. Keramische Reste machen naturgemäß einen Großteil des Fundmaterials aus. Von besonderer Bedeutung sind die zahlreichen Fundgegenstände aus Eisen, vor allem Werkzeug und Geräte wie Meißel, Ahlen, Bohrer, Äxte sowie Messer in jeder Größenordnung. Die Kelten galten nicht nur als ausgezeichnete Schmiede, sondern sie verstanden es auch, vorzüglich Eisen, mittelhartem Stahl entsprechend, herzustellen, das ob seiner überragenden Qualität auch in Rom sehr gefragt war.



In diesem Zusammenhang sei auf das bedeutendste Fundstück vom Biberg, die Figur eines liegenden Hirsches, hingewiesen. Die Bronzeplastik stammt offenbar aus einer einheimischen keltischen Arbeit, Einflüsse des römischen sind zwar in der Gestaltung der Tierfigur spürbar, das Thema des liegenden Hirsches ist jedoch in der römischen Kunst unbekannt. Ein Gegenstück zum Hirschen vom Biberg liegt bisher nicht vor, das Original befindet sich im Museum Carolino Augusteum in Salzburg. Als Entstehungszeit des Biberg - Hirschen ist das 1. Jahrhundert v. Chr. bzw. die Zeit um Christi Geburt anzunehmen.



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