Auf dem Hainbergweg, zwischen Kuckucksdiele und Schloss
Osterstein, vorbei am Liebedenkmal, liegt die "Waldhausbrücke" etwa
in der Mitte der Wegstrecke. Dieser Spazierweg und ebenso die eine
kleine Schlucht überquerende Brücke wurden von Heinrich Posthumus
Reuß (1572-1635) angelegt. Heinrich XVIII. (Posthumus) ließ 1697
auf einem Felsvorsprung ein Lusthäuschen, das bekannte Waldhaus,
bauen. So kam die Brücke zu ihrem Namen.
1784 nach einer grossen Eisfahrt wurde die Heinrichsbrücke über
die Elster zerstört. Dadurch waren die Fuhrleute, die auf der
Nürnberg-Leipziger Heerstrasse auf dem Weg zur Leipziger Messe
waren, gezwungen, über den Hainberg zu fahren und nutzten die
Walshausbrücke.
Die Brücke war seit Jahren dem Verfall preisgegeben und ist
mittlerweile nur noch eine Ruine.


Heimatverbundene Geraer setzen sich nun für die Rekonstruktion
der maroden und deshalb gesperrten Waldhausbrücke im Stadtwald ein.
2009 wurde für den Erhalt solcher historischer Wegverbindungen der
Förderverein Stadtwaldbrücken Gera e.V. gegründet. Mit
Spenden und mit Hilfe des zweiten Arbeitsmarktes soll das
Bürgerprojekt verwirklicht werden. Im Dezember vorigen Jahres
begann die Ausbildung der künftigen Bauleute, die die marode
Waldhausbrücke per Hand abtragen und Stein für Stein wieder
aufbauen sollen. Im Frühjahr sollen die Arbeiten an der
Waldhausbrücke beginnen.

Bitte macht unbedingt ein Foto von der
Brücke, um den Baufortschritt zu dokumentieren!
Quellen:
Förderverein Stadtwaldbrücken Gera e.V.
OTZ
www.gera-chronik.de