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Dünenheide Hiddensee / Podsol EarthCache

Hidden : 4/14/2016
Difficulty:
3.5 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:


Das Naturschutzgebiet Dünenheide auf der Insel Hiddensee ist ein 75 Hektar großes Naturschutzgebiet südlich des Ortes Vitte. Im Bereich der deutschen Ostseeküste handelt es sich um die letzte große Küstenheide.

Das Gebiet entstand als Strandwallfächer im Rahmen der Ausgleichsküste. Durch die typischen starken Westwinde bildeten sich im Westteil bis zu fünf Meter hohe Dünen. Gen Osten schließt sich innerhalb der Schutzgebietsgrenzen eine Seesandebene an, welche in ein Küstenüberflutungsmoor im Bereich der Boddenküste übergeht.

Aufgrund der geringen Ertragskraft des Bodens wurden die Flächen jahrhundertelang nur als Schafweide genutzt. Rohhumus der Heide wurde als Stall-Einstreu und Baumaterial entnommen.

 

Heide (Landschaft)

Heide oder Haide ist die Bezeichnung für einen Landschaftstyp. Im engeren Wortsinn werden solche Flächen Heide genannt, die durch nährstoffarme und saure Böden gekennzeichnet sind. Diese Heiden werden auch atlantische Heiden genannt. Typische Pflanzen der atlantischen Heidelandschaft sind Heidekrautgewächse, Wacholder und Kiefern.

Ursprünglich waren Heiden nur an natürlich waldfreien Standorten an Küsten (Dünen), in Mooren und im Gebirge zu finden. Die typischen Heidelandschaften traten durch menschliche Bewirtschaftung anstelle der ursprünglichen Wälder (in der Regel bodensaure Laubwälder). Dies zeigt sich unter anderem am Beispiel der Lüneburger Heide.

Beim bis ins 19. Jahrhundert praktizierten Plaggenhieb als Teil der Heidebauernwirtschaft wurde der Oberboden mit der Vegetation und der Wurzelzone entfernt. Zurück blieb der reine Mineralboden. Weitere Nährstoffe wurden durch Beweidung, insbesondere mit Heidschnucken entzogen. Nährstoffe wurden aus den so genutzten Böden exportiert. Niederschläge wuschen die letzten verbleibenden Nährstoffe aus, die im durchlässigen Bodenausgangsmaterial (Sande) schnell in tiefere Schichten verlagert wurden.

Podsol

Der Podsol (aus dem russisch подзол, von под pod „unter“, зола zola) hier: „Ascheboden“, auch Bleicherde oder Grauerde genannt, ist ein an Nährstoffen armer oder verarmter Bodentyp. Er trägt diesem Namen aufgrund eines markanten Horizontes, der wegen der lang andauernden Humusauswaschung teils aschgrau gefärbt ist. Er ist der norddeutschen Tiefebene (Sande) sehr weit verbreitet. Außerdem kann er sich auch auf verwitternden und nährstoffarmen Festgesteinen entwickeln (teils im Harz).

Entstehung:

Zunächst müssen vier Voraussetzungen gegeben sein, damit sich ein Podsol entwickeln kann:

1. Quarzreiche, nährstoffarme und vor allem kalkfreie Ausgangsgesteine
2. Hohe und gleichmäßig fallende Niederschläge
3. Ausgeprägt ozeanisch (maritimes) kühl gemäßigtes und feuchtes Klima
4. Sauerhumusbildende Vegetation, z.B. Heide oder Nadelwälder

Die Entstehung von Podsolen bezeichnet man als Podsolierung. Sie bilden sich aus quarzreichen Ausgangsgesteinen wie Sandstein, Granit oder aus lockeren, ebenfalls quarzreichen Sanden, wie Dünensand. Der geringe Gehalt an verwitterbaren Mineralen führt einerseits zu einem Mangel an Tonmineralen und andererseits zu geringem Puffervermögen gegenüber der Bodenversauerung. Aufgrund des niedrigen pH-Wertes kommt es zu einer abwärts gerichteten Verlagerung (Auswaschung) von Eisen- und Aluminiumhydroxid sowie Huminstoffen mit dem Sickerwasser aus dem Ober- in den Unterboden. Dort werden, bei etwas höheren pH-Werten, die Eisen-, Aluminium- oder Humusverbindungen wieder ausgefällt und fixiert. Es entsteht ein ausgeblichener, stark verarmter Oberbodenhorizont und ein mit Eisenverbindungen oder Humus stark angereicherter Unterbodenhorizont. Die Entwicklung dauert bis zu Tausend Jahre. Der grobporige (wasserdurchlässige) und nährstoffarme Podsol weist aufgrund des niedrigen pH-Wertes ein geringes Bodenleben auf. Dies führt in natürlichem Zustand unter Wald zu einer schwer abbaubaren, mächtigen Rohhumusauflage, die aufgrund ihrer geringen Mineralisierung in geringen Mengen pflanzenverfügbare Nährstoffe liefert. Die wasserstauende Ortsteinschicht behindert das Wurzelwachstum.

Typische Horizontfolgen:

Im Bodenhorizont gibt es verbreitete Folgen die Unterarten des Bodens bilden.

• Humusauflage
• gebleichter Auswaschungshorizont
• Sesquioxidanreicherungshorizont
• Ausgangsgestein

 

Um diesen Earthcache zu loggen, musst du einige Fragen beantworten. Deine Antworten sendest du uns bitte über unser Geocaching Profil zu. Du brauchst nicht auf eine Antwort von uns zu warten, bevor du den Earthcache loggst. Wenn etwas falsch ist, werden wir dich kontaktieren.

Achtung: Für Aufgabe 2 ist es notwendig den pH-Wert zu bestimmen. Ihr benötigt Lackmuspapier und destilliertes Wasser.

1. Sieh dir den Oberboden an den Koordinaten genau an. Wie hoch schätzt du den Humusanteil ein? Hoch, gering oder normal? Begründe deine Antwort.

2. Nimm eine kleine Bodenprobe vor Ort und bestimme den pH-Wert. Teile uns das Ergebnis mit. Was kann man aus der Messung schlussfolgern?

 

Über ein Foto von dir oder deinem GPS-Gerät, z.B. in der Heide, würden wir uns sehr freuen (ist aber natürlich kein Muss).

 

Quellen / Bilder / weitergehende Informationen:

  • https://de.wikipedia.org/wiki/Naturschutzgebiet_D%C3%BCnenheide_auf_der_Insel_Hiddensee
  • https://de.wikipedia.org/wiki/Heide_%28Landschaft%29
  • https://de.wikipedia.org/wiki/Podsol
  • http://www.bodentypen.de/podsol/

 

• Achtung, ihr befindet euch im Naturschutzgebiet. Die offiziellen Wege müssen zu keiner Zeit verlassen werden. Alle Aufgaben können gut von den Wegen aus erfüllt werden. Haltet euch bitte an die Informationsschilder vor Ort.

 

 

 

 

 

Additional Hints (No hints available.)