Glaspalast - München 1931
Roter Schein im Glaspalast
Als der
Glaspalast 1931 bis auf die Grundmauern abbrannte, war es vorbei,
das Zeitalter aus Glück und Glas. Zwei Jahre vor der
Machtergreifung Hitlers werten manche dieses Feuer als Fanal
kommenden Unheils. Und sie sollten Recht behalten...
.

In einer lauen Sommernacht, es ist der 6.
Juni, macht sich der Journalist und Schriftsteller Eugen Roth gegen
drei Uhr früh in die Redaktion der "Münchner Neuesten Nachrichten"
auf. Sein Weg durch die Münchner Innenstadt führt ihn durch den
Alten Botanischen Garten und vorbei am Glaspalast.
Viel Wirbel ist um den Bau in letzter Zeit in der Presse
entstanden, nachdem An- und Ausbaupläne bekannt geworden sind.
Keiner weiß so recht, wie es um seine Zukunft bestellt ist. Jetzt
liegt er da, ruhig und prachtvoll.
Als Roth um die Ecke in die Arcisstraße
biegt und sich dem Portal des Gebäudes nähert, wird er eines
"seltsamen Lichts" und eines "unheimlichen Rauschens" gewahr. Ein
paar Menschen, wohl nächtliche Spaziergänger, stehen vor dem
Glaspalast. Erst langsam begreift der Schriftsteller, was hier vor
sich geht:
Feuer - der Glaspalast
brennt.
Je näher er kommt, desto mehr erfasst er
das Ausmaß des Brandes. Der gesamte Nordflügel des Gebäudes steht
in grellen Flammen.
Glas zersplittert und prasselt unter großem Lärm auf die Straße.
Gewaltige Metall- und Eisenpfosten verbiegen in der Hitze als wären
sie aus Gummi. Explodierende Funken springen über, entfachen neue
Flammen.
Ein gewaltiges Feuerwerk, das die Zuschauer fast vergessen lässt,
dass sie einen Großbrand betrachten.
Die Brandmeldung geht um 3.26 Uhr bei der
Hauptwache der Münchner Feuerwehr ein, die kurz darauf
anrückt.
Um 3.33 Uhr erhalten die Männer in der Wache die Meldung
"Großfeuer".
Weitere Mannschaften und "Motorspritzen"
werden angefordert. Die Einsatzkräfte dringen in das Gebäude ein
und versuchen den Brand vom Westflügel her zu löschen. Abrupt
ziehen sie sich zurück, als im Mittelbau die Decke über ihnen
einstürzt. Drei Feuerwehrleute werden von den herabprasselnden
Glas- und Eisensplittern verletzt.
Bleibt also nur der Rückzug. Das Gebäude
wird den Flammen preisgegeben. Die Presse macht nach dem Brand die
Feuerwehr mitverantwortlich. Diese habe erst nach dreimaliger
Meldung überhaupt reagiert und sei infolge dessen zu spät
eingetroffen.
Man fragt sich, wie es ausgerechnet bei
den schwer entflammbaren Materialien Glas und Eisen zu einem Brand
diesen Ausmaßen kommen konnte.
Spezialisten verweisen auf den Vorgang der Initialzündung: Ein
leicht entzündlicher Stoff, wie z.B. Dielenböden, hölzerne
Trennwände oder Leinwände, muss Feuer gefangen haben.
Irgendwann ist die Hitzeentwicklung in den Flammen so groß
geworden, dass der hohe Schmelzpunkt der anderen Materialien erreicht worden ist.
Als Brandursache wird die "Selbstentzündung ölgetränkter Putzwolle"
angenommen.
Die wahrscheinlichere Version liefert das Gutachten des
Landesbauamtes vom 10. August 1931: Brandstiftung. Ein Täter wird
jedoch nie ermittelt.

Unwiederbringlich verloren sind die
Kunstschätze, die sich zum Zeitpunkt der Feuerkatastrophe in den
Räumlichkeiten des Glaspalasts befunden haben. erst wenige Tage
zuvor hatte die Eröffnung einer Ausstellung zu den deutschen
Romantikern stattgefunden, und man war sehr stolz auf die
ausgestellten Werke.
Mühevoll hatte man aus Privatsammlungen und Museumsbeständen eine
Auswahl der wichtigsten Vertreter dieser Kunstrichtung
zusammengetragen.
Der Brand vernichtet über 110 Gemälde aus dem frühen 19.
Jahrhundert.
Darunter sind vorwiegend Werke von Caspar David Friedrich, Moritz
von Schwind und Karl Blechen. Besonders schmerzlich ist der Verlust
vieler Bilder von Philipp Otto Runge, aus dessen Oeuvre kaum Bilder
erhalten blieben. Weitere 1000 Bilder, Skulpturen und Plastiken der
modernen Künstler sind schwer beschädigt.
Noch nie seit dem Dreißigjährigen Krieg habe
Deutschland mit einem Schlag einen derartigen Verlust von
Meisterwerken der deutschen Malerei erlitten, schreibt die
Vossische Zeitung. Im Namen der Reichsregierung bekundet
Vize-Kanzler Hermann Dietrich sein Beileid: "Mit dem Lande Bayern
und der Kunststadt München trauert das deutsche Volk um die Werke
dieser lebenden Meister und um die ehrwürdigen Schätze der
deutschen Vergangenheit."

Der Alte Botanische Garten wurde 1812 als Einrichtung der
Bayerischen Akademie der Wissenschaften gegründet, von Friedrich
Ludwig von Sckell angelegt und 1813 vollendet.
Durch die Errichtung des Glaspalastes durch August Voit 1853/54
wurde der Garten teilweise überbaut, sodass man 1912 den
eigentlichen Botanischen Garten nach Nymphenburg verlegte.
3) Im Oktober (Notiere
die Jahreszahl als A. A= _ _ _ _ ) wurde anlässlich der
Internationalen Elektrizitätsausstellung erstmals in der Welt eine
Kraftübertragung mit „hochgespannten Strömen“ von
Miesbach hierher in den Alten Botanischen Garten nach München
durchgeführt. Über 2x57 km Telegraphendraht wurden 1350 bis 2000
Volt Gleichstrom geschickt. Oscar von Miller und Marcel de Prez
schufen damit erstmalig die Möglichkeit der Nutzung weiter
entfernter Energiequellen.
Was ziert den Stein auf der Rückseite? Notiere die Zahl der
Buchstaben als B. B = _
1) An der Südostseite des
A.B.G. ist noch das Eingangstor von 1812 erhalten.
Wie viele Säulen tragen das Tor innen? Notiere die Zahl als C. C =
_
2) 1937 wurde in typischer
Hitlerscher Monumentalistik der Neptunbrunnen angelegt.
Welches große Tier liegt Neptun zu Füssen? Notiere die Zahl der
Buchstaben als D. D = _
4) Seit wann „ziert“
ein Ring das Nordwestende des Gartens. Notiere die Zahl als E. E =
_ _ _ _
Der Cache liegt in der Nähe von:
N 48° 08. B B (C*3-D) E 11° 33. ((E-A)*8-35)
N 48° 08. _ _
_
E 11° 33.
_ _ _
Von den Koordinaten führen zwei Wege in den Alten Botanischen
Garten, im Umkreis eines der Beiden werdet ihr in ca. 35m
Entfernung von den Koordinaten fündig.
Es muss nicht gegraben werden.
Leider lässt das Umfeld keinen „richtigen“ Cache zu,
deshalb nur ein Filmdosen-Micro.
Höchste Muggelgefahr!! Dose bitte genau
so verstecken wie vorgefunden.