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Die weiße
Frau vom Naabberg
Da is in Stee'n a Moo
gwen, der is a Zeit lang alle Dooch hint'in Nooberch zun
Strahrechan ganga. Amal isa hint' gwen und wej's Midooch woarn is,
hota se aaf an Stook hig'hockt und hot Brotzeit gmacht. Aaf amal
stejht a weiße Frau vor eahm. Er is so daschrocka, daßa
aafg'sprunga is und davo' renna wollt. Na hots' gsagt: "Guada Moo,
blei' dou, i douda nix, i mächta wos so'ng. Na hotase wieder
hig'hockt und sie hot eahm a Gschicht vozölt:
"Dro'm am Nooberch is
a Schootz vagro'm; da is a Trucha, in dera is latta Gold drin. Iwa
den Schootz mou i wachtn. Wenn owa der Schootz g'ho'm werat, waar I
daleijst. Du konnst den Schootz he'm. Morgn waar da richti Dooch.
Kummst du morgn wieder zun Strahrechan?" "Ja, morgn bine wieder dou
und i daats aa prowiern." "Awa daßde fei niat firchst, morgn bine
koa weiße Frau, morgn bine a Schlanga. Wenne von Berch owakumm,
gejht da Wind und Beim bej'ng se bis zun Bo'n owa. Du brauchst owa
koa Angst ho'm, dir passiert nix. Dej Schlanga hot in Maal an
groußn goldan Schlüssl. Wennsd' ihr den og'numma host, is' Rauschn
goar; Beim bej'ng se nimmer, d'Schlanga is vaschwundn und alles is
wej davor. Mit den Schlüssl gejhst iwa'n Berch affe, zun Englfelsn.
Durt is a grouß' Looch, da hockt a schwoarza Pudl mit feiriche
Au'ng aafana Trucha. Der derfda awa nix dou. Wennsd' mit dein
Schlüssl aaf eahm zougejhst, na gejhta vo dera Trucha owa. Na
konnst aafspiern und des ganze Gold g'her dir. Und i bin
daleijst."
Der Moo hotse
des alles oh'ghert; kam hotase bsunna, is dej weiße Frau scho nimma
dou gwen. Am andern Dooch isa wieder zun Strahrechan ganga. Wieder
hotase zu da Brotzeit hig'hockt. Aaf amal hotse's Rauschn og'fangt,
Beim homse bo'ng und des is awl ircha woarn. Und scho is von Berch
owa a grouße Schlanga kumma mit an goldan Schlüssl in Maal. Awl
gneina is aaf eahm zoukumma. Eiskolt is eahm iwa'n Bugl oigloffa.
Ejtz is eahm so vl Angst woarn, daßa aaf und dvo' grennt is. Weja
zun Vaschnaufa wieder stejhblieb'm is, is de weiße Frau newa eahm
gstandn und hot gsagt:
"Warum bisd'n
davog'rennt, du hejst mi dalejsn kinna. Awa ejtz moue wieder 100
Joahr aaf dera Trucha wachtn." Na hotsese umdraht und is
vaschwundn. Sei dera Zeit is de weiße Frua nimmer kumma und da
Schootz is bis heint no niat g'ho'm. (
Woa des her is:
de Gschicht hod d'Brunhilde Wullinger vozölt und is vom Dokta
Schöberl in am Bejchl "Das Sagenbuch der südlichen Oberpfalz"
aafgschriebn worn.
Souchts den
Schlüssl, den de Schlanga im Maal hod, dassd's den Schootz aafmacha
kinnds'!
Wos drin
is:
- Broschn
- a boar Münzn
- a kloine Sojffa
- a Antn zum Onehenga
- zwoa Murmeln
- a Messbandl
- so a neimodisch's Zeich für d'Zähn
- a Daschnlampn
- a Kobold mit an Anhänger und a Numma draaf
No
wos:
- Parkts aaßerhal vom
Bauernho, dass'ds ned de ganze Straß' zuastöllts.
- Mir hom mid dem Bauern gred', der wor ned vakehrt. Mir hom eam
vözölt, dass ma so a studierde Gruppn san, dej woa de altn
Gschichtn aafschreim und dass mir de Büldln dafier macha. Bloss,
wennd's nan treffads...
- Beim Schootz aafbassn!! Do kinnst owefalln!
- Gebts da Schlanga den Schlüssl wieda zruck fei!
Mir hom
den Cache glegt, weil ma findn, dass ma de oidn Gschichten ned
aafach vagessn solld. Hoffendlilch gfallds Eich und finds den
Schootz!
Die weiße
Frau vom Naabberg - für Preißn
In Stetten bei
Wolfsegg lebte ein Mann, der ging eine Zeit lang jeden Tag zum
Streurechen auf den Naabberg. Als er eines Tages im Wald Brotzeit
machte, erschien ihm eine weiße Frau. Er erschrak so sehr, dass er
davonlaufen wollte. Sie hielt ihn mit beruhigenden Worten zurück
und erzählte ihm eine Geschichte.
"Droben auf dem
Gipfel des Naabberges ist ein Schatz vergraben, eine Truhe mit viel
Gold. Ich muss ihn bewachen. Wer den Schatz hebt, kann mich
erlösen. Morgen wäre der geeignete Tag, du könntest es tun." Der
Waldarbeiter wollte den Versuch gerne wagen. "Aber du darfst keine
Angst haben", sagte die weiße Frau, "morgen erscheine ich nicht als
weiße Frau, sondern als Schlange. Wenn ich den Berg herunter
gekrochen komme, erhebt sich ein Sturm und die Bäume biegen sich
bis zum Boden. Dir passiert dabei nichts. Die Schlange hat einen
großen goldenen Schlüssel im Maul. In dem Moment, wo du ihn der
Schlange entreißt, ist der ganze Spuk vorbei. Mit dem Schlüssel
musst Du dann zum Engelsfelsen hinaufsteigen. Dort findest du in
einer Höhle einen schwarzen Pudel mit feurigen Augen, der auf einer
Truhe sitzt. Wenn du mit dem Schlüssel auf ihn zugehst, springt er
von der Truhe herunter und du kannst sie aufsperren. Alles Gold,
das du darin findest, gehört dir und ich bin erlöst."
Der Waldarbeiter
hatte aufmerksam zugehört; ehe er noch etwas fragen konnte, war die
weiße Frau schon verschwunden.
Am nächsten Tag saß
er wieder bei seiner Brotzeit im Wald. Plötzlich tobte ein Sturm
durch den Wald und schon sah er vom Berg eine riesige Schlange
herunter kriechen. Sie hatte einen goldenen Schlüssel im Maul und
kam immer näher auf ihn zu. In seiner Angst vergaß er den Schatz,
er sprang auf und rannte davon. Als er endlich völlig außer Atem
umzuschauen wagte, stand sie neben ihm: die weiße Frau. "Warum",
sagte sie voller Enttäuschung, "bist du davongelaufen; du hättest
mich erlösen und dich reich machen können. Jetzt muss ich noch
einmal 100 Jahre bei der Truhe wachen." Damit verschwand
sie.
Seitdem ist die weiße
Frau nicht mehr gesehen worden und der Schatz wurde bis heute nicht
gehoben.
Zur Quelle: diese
Sage wurde von Brunhilde Wullinger erzählt und im Buch "Das
Sagenbuch der südlichen Oberpfalz" von Dr. Wolfgang Schöberl
festgehalten.
Finde den
Schlüssel, den die Schlange in Ihrem Maul trägt, um den Schatz
öffnen zu können.
Inhalt:
- Brosche
- Münzen
- Miniseife
- Entenanhänger
- 2 Murmeln
- Maßband
- Brush Aways
- Mini Taschenlampe
- TB Kobold
Einige
Hinweise:
- Bitte parkt
außerhalb des Bauernhofes, ohne die Zufahrt zu blockieren
- Wir haben den Bauern kurz kennengelernt, er war sehr nett und
wir haben ihm erzählt, dass wir eine Projektgruppe zur Erhaltung
traditioneller Sagen sind und wir speziell für Bildaufnahmen
zuständig sind. Nur für den Fall, dass Ihr ihn trefft ;-)
- Am Cache bitte Vorsicht -> Absturzgefahr
- Bitte gebt der Schlange beim Rückweg den Schlüssel wieder
zurück!
Diesen
Cache haben wir gelegt, um alte Sagen unserer Heimat wie diese
nicht ganz in Vergessenheit geraten zu lassen. Wir hoffen, dass er
Euch gefällt und Ihr den Schatz findet!
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