Die vergessenen Beamten
A cache by Balla & Silly Hidden: 11/17/2005
Size:  (Micro) Difficulty: Terrain: (1 is easiest, 5 is hardest)
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Das
Zellengefängnis Moabit, in dem der Hauptmann von Köpenick
seine Karriere begann, in dem Ernst Busch, Karl Radek und Wolfgang
Borchert, dessen Erzählung "Unser kleiner Mozart" dort spielt,
einsaßen, wurde in den vierziger Jahren des 19. Jahrhunderts
nach englischem Vorbild als Besserungsanstalt gebaut. Die Idee war,
dass die Strafgefangenen ihre Haft in Einzelzellen
verbüßen müssen, damit der Böse keinen Kontakt
zum noch Böseren bekommt und dadurch noch viel böser
wird. In gewisser Weise kann das Zellengefängnis als ein
Vorläufer der Isolationshaft bezeichnet werden. Die Isolierung
ging sogar soweit, dass selbst beim Hofgang an der frischen Luft
jeder Kontakt des Schlimmen mit dem noch Schlimmeren vermieden
werden sollte, weshalb die Gefangenen zwar unter freiem Himmel,
aber auf engstem Raum atmen mussten. Man stelle sich einen Kreis
vor, der in 18 Tortenstücke unterteilt ist, die durch zwei bis
drei Meter hohe Wände voneinander getrennt sind. Und in jedem
dieser dreieckigen Tortenstücke darf sich ein Gefangener, na
ja, bewegen mag man dazu gar nicht sagen. Ferner stelle man sich
vor, dass in der Mitte dieser Freiluftzellen ein Wächter von
oben jeden Gefangenen jederzeit beobachten und bewachen kann. Da
ist dann so mancher im Dreieck gesprungen. Diese Redewendung soll
hier das erste Mal gesagt worden sein.
Zurzeit wird das Gebäude zu einem so genannten Geschichtspark
ausgebaut, in dem die alten Mauern und Freiluftanlagen
nachvollziehbar sein werden. Im Zellengefängnis Moabit wurden
damals viele Todesurteile vollstreckt, das letzte Mal am 11. Mai
1949. Der Friedhof der Erschossenen, der Gehängten und der
Geköpften lag gleich neben dem der Gefängnisbeamten. Von
dem Friedhof der Hingerichteten ist aber nichts mehr zu sehen, weil
dieser Boden seit Jahrzehnten von Kleingärtnern bewirtschaftet
wird. Manchmal, heißt es, stoße man noch bei der
Kartoffelernte... - aber das ist natürlich nur ein
Gerücht.
Die letzte Ruhestätte der Beamten hingegen existiert noch. Ein
kleines Areal mit vereinzelten Grabsteinen inmitten wild wuchernder
Natur liegt versteckt und unbeachtet hinter der Kleingartenkolonie.
Entfernter Baulärm ist zu hören, doch ansonsten ist es
zumindest im Winter sehr still hier. Da liegen sie nun, die
einstigen Wächter der gequälten Menschen, und es scheint,
als würden sie keinen mehr interessieren und vielleicht hat
man sie schlicht und einfach vergessen...
Bei den oben angegebenen Koordinaten wirst du einen Baum finden,
der ebenfalls leiden musste. Er schaut vom Rande aus auf die
vergessenen Beamten und an einer der Stellen, die ihn heute noch
schmerzen, war anfangs der Cache versteckt (inzwischen liegt er dem
Baum zu Füßen). Er enthält:
- ein kleines Logbuch mit GC-Hinweisen,
- einen Bleistift (bitte nur verwenden, wer seinen eigenen
Stift vergessen hat!)
- einen "Geocaching Germany"-Pin für den
Erstfinder.
Bitte nichts zum Tauschen mitbringen, sondern nur das Logbuch
abzeichnen und den Cache wieder gut getarnt
hinterlassen, danke.
Bitte beachten: Es müssen keine
Zäune überklettert werden, der Cache ist von einem
offiziellen Weg aus erreichbar!
In den umliegenden Lauben wurde schon öfter eingebrochen, so
dass eine unnötige Zaunkletterei dazu führen könnte,
dass die Polizei gerufen wird!
Viel Spaß und Erfolg bei der Suche,
Balla & Silly
P.S.: Wie das Ganze einmal ausgesehen haben mag, kann man
übrigens sehr gut an diesem
alten Kartenausschnitt sehen. Vielen Dank an shumbway für
die Übersendung!
English version following soon!
This cache was placed as a requirement for the Coin Quest game.
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