make me smile (nightcache)
A cache by cosmic bob inspired by S. Harley & C. Rebel Hidden: 4/26/2006
Size:  (Regular) Difficulty: Terrain: (1 is easiest, 5 is hardest)
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Mit diesem Cache möchte ich einmal den
Versuch wagen, jene Dinge auszusprechen, die mich (und sicher nicht
nur mich) beim Geocaching nerven oder belustigen. Der Cache wurde
von mir in entsprechender Weise gestaltet und ist (quasi als eine
kleine Racheaktion) den "bad guys" unter den Geocachern gewidmet.
Wer hat sich nicht schon einmal über den Habitus gewisser
Vertreter unserer Gilde gewundert. Die folgende Aufzählung
könnte eine gewisse Negativ- oder Schmunzelliste
entsprechender Verhaltensweisen definieren:
- Unfaire oder unfreundliche Logeinträge (so mancher
saturierte Statistikcacher ist offenbar nur noch zu DPM*-Logs
fähig; wer kennt nicht die schlichten Phrasen der Art: "der
Cache konnte schnell gefunden werden" oder gar jene vernichtenden
Abkürzungen, die bei den Legasthenikern unter uns beliebt
sind: TFTC, TFTH oder +1)
- Das Legen von Statistikcaches (lieblose Traditionals mit
zufälligen und austauschbaren Verstecken, die einen DPM-Log
verdienen würden)
- Statistikcachen ohne Sinn und Verstand (d.h. Brute-Force-Suche
nach allen Caches, die die Notification-Mail liefert.)
- FTF-Hysterie (warum sind manche Cacher auf ein FTF-Log stolz?
Man kann es einfach nicht besser formulieren als 4lagig-deluxe:
"Die Wahrscheinlichkeit – für FTF-Junkies – mit
einem epochalen, güldenen Gemächt reinkarniert zu werden,
steigt proportional mit der Anzahl eindeutiger Signaturen
während der Defloration.")
- Eventcachelawine (jeder Bierabend wird als Eventcache
angemeldet – was hat das eigentlich noch mit Geocaching zu
tun?)
- Extremes Rudelcaching mit allen Konsequenzen für Natur und
Cache (nach der Devise: wenn schon kein Event ansteht, dann
wenigstens zusammen cachen)
- Betreutes Cachen (eine Eventvariante, die offenbar sanft auf
die Phase des betreuten Wohnens vorbereiten soll)
- Exzessiver Gebrauch des Telefonjokers (das Handy scheint
für manche Geocacher wichtiger als der Receiver zu sein)
- Drive-In-Fetischismus (manche Leute fahren nahezu jeden Cache
mit dem meist allradgetriebenen Auto an – und sind auch noch
stolz darauf)
- Schablonenlogging (offenbar bevorzugen manche Powercacher einen
einheitlichen Logtext für Dutzende von Caches mittels Copy and
Paste oder Boulter Express Logger)
- Penetrante Zeckenwarnungen in den Logs (einige Geocacher
scheinen sich immer noch zu wundern, dass es im Wald Zecken
gibt)
- DNF-Verweigerung der besonderen Art (neuerdings loggen gewisse
Geocacher "needs maintenance", wenn sie die erste Stage eines
Multis nicht finden)
- Cachesabotage (von der eher harmlosen Cachepiraterie bis hin
zur kompletten Demontage eines Multis; die Dunkelziffer ist
beträchtlich)
- Besserverstecken (Missachtung der Intention des
Cacheowners)
- Schlechterverstecken (wer kennt nicht die UPS**-Verstecke, die
auch plakativ als Stöckchengräber oder Hasengrills
bezeichnet werden)
- Downtrading in systematischer Art und Weise (sind Geocacher
arm?)
- Der Diebstahl von TB-Items, wenn deren Wert 5 €
überschreitet (sind Geocacher wirklich so arm?)
- Suchtartige TB- und Geocoin-Aktivitäten in
vielfältiger Ausprägung (was hat Numismatik mit
Geocaching zu tun?)
- Technikcaches bis zum Abwinken (der Lötkolben wird
wichtiger als das GPS-Gerät – intelligentes
Old-School-Caching stirbt wohl langsam aus)
- Die Konzeption umfangreicher Seriencaches um der Serie oder
Statistik willen (Brücken, Kirchen, Skulpturen,
Wasserhäuser, SOS-Säulen etc. gibt es ja genug – oh
Gott, welche Perspektive?!)
- Nahezu militante Ablehnung von Rätsel- und Multi-Caches
(diese etwas anspruchsvolleren Kategorien werden manchmal in
kleingeistiger und intoleranter Weise als Vanity-Caches
diskreditiert)
- Fehlerhaftes D/T-Rating (manche Cacheowner brauchen für
ihr Selbstbewusstsein offenbar eine Sternchenreduktion besonderer
Art – ich habe schon 3 T-Sternchen bei einem Abseilcache
gesehen)
- Regionale Arroganz (offenbar kommen sich Geocacher aus gewissen
Gegenden besonders überlegen vor – diese Art des
kleingeistigen Regionalchauvinismus lässt sich auch bei
anderen Gelegenheiten beobachten)
- Überflüssige Bewertungstools à la GCVote (sie
bestätigen nur, dass der Mainstreamgeschmack und
Gefälligkeitsvotings nichts über die Qualität eines
Caches aussagen)
- Nutzlose T5-Statistik (gewisse Helden zählen gerne unter
dem Etikett "Hardcore-Caching" ihre gefundenen T5-Caches -
allerdings kann jeder unsportliche Rentner mit der entsprechenden
Ausrüstung einen Baum hinaufklettern, um den weithin
sichtbaren Cache zu loggen)
- Lächerlicher Ehrenkodex bei T5-Caches (brauchen wir
wirklich Fotos, um zu erkennen, wie mutig und verwegen manche
Hardcore-Cacher sind?)
- Merkwürdiger GC-Soziolekt (wer kennt nicht die
geschmeidigen Adjektive und stylischen Anglizismen, die in
inflationärer Weise benutzt werden. Ich schlage als GC-Unwort
des Jahres "mega-geschmeidig" vor - im harten Wettstreit mit dem
eher schlichten "genial")
- Dümmliches, belehrendes und manchmal aggressives
Geschwafel in den Geocaching-Foren (offenbar gibt es dort einige
geltungssüchtige Profilneurotiker, die Geocaching neu erfinden
wollen)
- Unnötige Kritik und Haarspalterei im Sinne eines "smart
alecks" (gerade jene Leute, die die Hybris eines kleinkarierten
Lektors aufweisen, sollten ihre eigenen Texte mal ernsthaft unter
die Lupe nehmen - dann würden sie erkennen, wie
lächerlich sie sich machen)
- Ach ja, und dann sind da noch die Reviewer, die allzu oft mit
ihren Richtlinien kommen und manchmal vergessen, dass Geocaching
von der Kreativität lebt
Sollte sich jemand durch den einen oder anderen
Punkt angesprochen fühlen oder gar in der Verhaltensweise
wiedererkennen – das ist gewollt! Punktuell ist sicher jeder
von uns betroffen, und wir müssten vielleicht unser Verhalten
ab und zu überprüfen. Immerhin definiert sich Geocaching
als das, was wir daraus machen. Allerdings bitte ich euch, weder
diese Beschreibung noch den Cache allzu ernst zu nehmen - das
würde nämlich der Grundidee von Geocaching widersprechen.
In diesem Sinne hoffe ich, dass ihr ein wenig Spaß damit
habt.
Ich habe diesen Multi als klassischen Nachtcache angelegt. Er
besteht aus 10 Stationen plus Final und umfasst eine Gesamtstrecke
von etwa 4 km. Im Rahmen der Suche wirst du vermutlich eine gute
topographische Karte der Region benötigen (die Garmin Topo ist
nicht ausreichend). Wenn du keine eigenen Karten hast, kannst du
den relevanten Ausschnitt hier
downloaden.
Die Koordinaten für den Parkplatz und die Startposition zur
Suche des ersten Reflektors sind identisch. Die Reflektoren oder
Objekte anderer Art kennzeichnen lediglich die grobe Position der
jeweiligen Stage - du musst den Hinweis in der unmittelbaren
Umgebung suchen (bei einem maximalen Suchradius von 5 m). Es ist
durchaus möglich, dass dein GPSr manchmal Empfangsprobleme hat
(sogar einen SIRF III-Empfänger sollte man nicht
überschätzen, auch wenn man stolz auf das Gerät
ist). Geeignetes Schuhwerk (bei feuchtem Wetter sind Gummistiefel
zu bevorzugen), schmutzunempfindliche Kleidung, Handschuhe und
übliches Geocacher-Equipment sind natürlich eine
Selbstverständlichkeit. Für den Erstfinder enthält
der Cache eine kleine Urkunde, eine Geocoin und einen TB.
* "Les longs sanglots
des palourdes
mortes blessent mon coeur avec un languor monotone
pendant qu'ils dansent à minuit" oder kurz
"des palourdes
mortes" - elegante Umschreibung für einen
langweiligen Cache (Details kannst du diesem berühmten Thread
entnehmen)
** Unnatural pile of
sticks
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