Sightseeing - Das Ständehaus
Dieser Cache gehört zu einer Reihe von mehreren
Stadtcaches (Traditional), die die Besucher von Karlsruhe zu den
wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt führt. Wer freut sich
nicht, eine Städtetour zu unternehmen und als netten Bonus dafür
einen Cache zu finden? Da es in Karlsruhe eine Menge Sehenswertes
gibt, hoffen wir, dass IHR mitmacht. Also nehmt Euch eine der
vielen Sehenswürdigkeiten in der Stadt vor und macht was
draus!
Wer finden kann, kann auch verstecken!!!
Wenn Euch auch eine nette Stelle einfällt, wendet Euch an
loboyloba,
die geistigen Eltern dieser Cache-Serie, und schreibt bitte kurz
eine Mail, damit nicht nachher zwei Caches an einer Station
liegen...
Im Großherzogtum
Baden vollzog sich im 19. Jahrhundert die Formulierung und
Realisierung demokratischen Gedankenguts am schnellsten und
nachhaltigsten. Voraussetzung und Grundlage dieser Entwicklung war
letztlich der Erlass der badischen Verfassung. Mit Recht wird diese
Verfassung von 1818 als die freiheitlichste des deutschen
Frühkonstitutionalismus bezeichnet. Heute gültige demokratische
Normen formulierten die Abgeordneten im badischen Landtag, in der
Zweiten Kammer. Von Karlsruhe aus wirkten diese Debatten in die
anderen deutschen Länder hinein und fanden auch im Ausland
nachhaltige Beachtung.

Das Ständehaus 1914 und heute
Das Badische
Ständehaus war eine der bedeutendsten Stätten, in denen die
Demokratisierungsbestrebungen des 19. Jahrhunderts offenkundig
geworden sind. Dies dokumentieren Namen wie Karl v. Rotteck und
Karl Theodor Welcker, später auch Ludwig Frank, Wilhelm Kolb und
Oskar Muser. Die Diskussionen u. a. um die Schaffung einer
volkstümlichen Justiz, um die Abschaffung der Fron und des Zehnt
und die Anerkennung der Pressefreiheit machten das Karlsruher
Ständehaus zur "Vorschule des Parlaments", "die Tribüne der Zweiten
Kammer stand oft stellvertretend für das fehlende deutsche
Parlament".
Die Zweite
Kammer tagte zunächst im großherzoglichen Schloss und in einem Haus
am Rondellplatz, dann von 1822 bis 1933 in dem von dem
Weinbrenner-Schüler Friedrich Arnold fertiggestellten Ständehaus in
der Ritterstraße, dem ersten deutschen Parlamentsgebäude. Schon
bald nach der sogenannten nationalsozialistischen Machtergreifung
war das Schicksal des Landtags besiegelt. Noch im Jahr 1933, am 9.
Juni, schaltete sich der Landtag durch die Annahme des badischen
Ermächtigungsgesetzes selbst aus. Am 30. Januar 1934 wurde er durch
das Reichsgesetz über den "Neuaufbau der Länder"
aufgehoben.
In dem von dem
nationalsozialistischen Deutschland begonnenen Zweiten Weltkrieg
wurde das Ständehaus 1944 bei Luftangriffen schwer getroffen und
brannte bis auf die Grundmauern aus. Da das Land Baden in der
Nachkriegszeit im Zuge der Länderneugliederung nicht
wiederhergestellt wurde, erübrigte sich der Wiederaufbau des
Ständehauses als Landtagsgebäude. Andere Lösungen wurden zwar
diskutiert aber nicht realisiert, so dass die Ständehausruine
1961/62 abgerissen wurde. Erst 1979 entstand auf dem größeren Teil
des Grundstückes das katholische Dekanatszentrum St. Stephan. Das
verbleibende Drittel des Ständehausgrundstücks wurde weiterhin als
Parkplatz genutzt, ehe 1987 eine intensive Diskussion über dessen
Nutzung einsetzte. Das Ergebnis dieser Diskussion war schließlich
der Bau des "Neuen Ständehauses" mit Stadtbibliothek und
"Erinnerungsstätte Ständehaus", Tradition und Gegenwart unter einem
Dach.
Quelle:
Im Ständehaus
gibt es eine Dauerausstellung zur Geschichte des badischen
Parlamentarismus. Ein Besuch lohnt sich!
Die
Öffnungszeiten:
Dienstag und Donnerstag 10 – 19 Uhr
Mittwoch und Freitag 10 – 18 Uhr
Samstag 10 – 14 Uhr
Zum loggen
bitte einen Stift mitbringen!!!