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Historisches Westhofen Multi-Cache

This cache has been archived.

hakkosblume: Schade!

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Hidden : 2/27/2010
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   small (small)

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Geocache Description:


Neue Finalkoordinaten
Dank der blinden Zerstörungswut Westhofener Jugendlicher gibt es die ursprüngliche Dose nicht mehr. Wir haben die erste Final-Location, nämlich die Ruine Liebfrauenkirche, nun als zusätzliche Station aufgenommen und das Final verlegt. In der Hoffnung, dass die Dose länger als einen Monat überleben wird. Wir bitten eindringlich darum, die Dose wieder so gut zu tarnen, wie Ihr sie vorgefunden habt. Die nachfolgenden CacherInnen danken es Euch.
Außerdem soll das Genörgel ein Ende haben wegen der Typisierung als Mystery oder Multi.  Ziel der Cachelegung war es u.a. auch "auswärtige" Cacher über das schöne Westhofen zu informieren. Wir haben auf der offiziellen Seite der Ortsgemeinde und der ev. Kirchengemeinde Westhofen geräubert und stellen nun alle wichtigen Informationen ins Listing. Es wird ziemlich lang - aber so können wir - hoffentlich - auch Statistikcacher zufrieden stellen ohne die Typisierung ändern zu müssen. Ein gerüttelt Maß an Allgemeinbildung ist zur Umrechnung von Maßeinheiten dennoch erforderlich.

Bevor der Outdoor-Teil eines kleinen ca. 1 km langen Rundganges durch den historischen Teil von Westhofen beginnt, müsst Ihr einige Fragen beantworten, die für die Berechnung der
Finalkoordinaten erforderlich sind.

Die einzelnen Stationen können in beliebiger Reihenfolge besucht werden.

Bei allen Zahlenwerten wird jeweils die einstellige Quersumme gesucht!

An den o.g. Startkoordinaten könnt Ihr Euer Cachemobil parken.

Zur Geschichte Westhofens (http://www.westhofen.org/cms/ und http://www.evkgwesthofen-abenheim.de/):

Der Marktplatz
Das Marktplatzensemble umfasst die auf dem Platz befindlichen ev. und kath. Kirchen, die angrenzenden Gebäude, den Veteranenstein und das Kriegerdenkmal. Es steht als bauliche Gesamtanlage unter Denkmalschutz und ist in seiner Geschlossenheit eines der schönsten in Rheinhessen. Ursprünglich wurden nur auf dem unteren Teil am Gänsemarkt Wochen- und Jahrmärkte abgehalten, während der obere Bereich Kirchhof war und als Begräbnisplatz diente. Die Grundzüge seiner Gestaltung erhielt der Platz 1832. In der angrenzenden Bebauung haben sich Architekturbestandteile vom 16. bis zum frühen 19.Jh. erhalten. Dem aufmerksamen Betrachter erschließen sich vielfach Zeugnisse der Vergangenheit, wie Wappen, Zunftzeichen, alte Hauszeichen und Inschriften.
Veteranenstein auf dem Gänsemarkt


Kath. Pfarrkirche St. Peter & Paul und Gebeinhaus
Die Kirche wurde 1712 anstelle der zerstörten Michaeliskapelle errichtet. Später wurde sie mit neugotische Formen umgebaut und erweitert. Unter dem Langhaus befindet sich ein gewölbtes, mittelalterliches Beinhaus. Hier wurden aufgrund der räumlichen Enge des Friedhofes, die bei Neubestattungen ausgegrabenen Gebeine gesammelt und aufbewahrt. Von ihm wird bereits 1496 berichtet, später wurde es aufgegeben und geriet in Vergessenheit, erst 1981 wurde es bei Bauarbeiten wiederentdeckt.

Evang. Pfarrkirche 
Die Kirche wird erstmalig 1284 urkundlich erwähnt. Im dreißigjährigen Krieg ausgebrannt, wurde sie im 17.Jh. unterBeibehaltung der gotischen Formen wiederaufgebaut. Die späteren Aus- und Umbauten im 17., 18. und 19. Jh., denen die Kirche ihre heutige Gestalt verdankt, belegen verschiedene Jahreszahlen und Inschriften. Nach längerer Bauzeit wird sie 1896 mit dem Aufsetzen des spitzaufragenden gotischen Helmes als Turmdach vollendet.

Glocken und Glockenstreit
Die beiden ältesten Glocken, die bis zum ersten Weltkrieg im Turm hingen, stammten aus dem Jahr 1731. Sie gehörten der bürgerlichen Gemeinde und wurden daher nicht alleine von den Reformierten, sondern auch von den Lutheranern und den Katholiken benutzt.

Im Jahr 1764 hatten nun die Reformierten eine eigene Glocke gießen lassen und berieteten deren Aufhängung im Gemeindekirchturm vor. Lutheraner und Katholiken protestierten energisch dagegen. Sie machten Eingaben an die Regierung, die daraufhin zu vermitteln versuchte. Der Kompromißvorschlag vom3. April 1764 „vermög welchem die Katholici und Lutherani ihre rates Reformierten der von eigenen Mitteln angeschafften Glock vergüten oder vielmehr den Betrag aus Gemeindemitteln hergenommen und diesem nach solche als gemeinschaftliche Glock aufgehangen werden sollte“, fand aber nicht den Beifall der beiden streitendnen Parteien.

„Denen blasen wir auf den Gemeindekirchturm“, soll darauf hin ein reformierter Kirchenältester gesagt, und den Bau eines eigenen Glockenturm vorgeschlagen haben. Und dies geschah dann auch. Auf dem Chor erhebt sich seitdem das schlanke, schieferverkleidete Türmchen, ein in ganz Rheinhessen beispielloses Unikum. Von „Fachleuten“ oft als zum Gesamtbau unpassend verschrien, trägt es zum besonderen Gepräge der Kirche und des gesamten Dorfbildes bei, und verdient es daher auch in Zukunft erhalten zu werden.

Der Turmkopf trägt seit 1764 einen Posaunenengel, der – als ins Bild übertragene Redewendung des Kirchenältesten -„Lutherani und Katholici“ zum Trotz „auf den Gemeindekirchturm bläst!“. Die „Vater-unser-Glocke“ – sie war es, um die sich die Streitigkeiten gesponnen hatten – hängt nun als älteste, wenn auch zwischenzeitlich umgegossen einträchtig neben den anderen im „Gemeindekirchturm“.

Über die Benutzung der Glocke gibt ein Bericht von 1683 Aufschluss. Er lautet: “ Das Geläut dahier, so in zwei Glocken besteht, ist gemeinschaftlich und sowohl Katholici als Reformati bei Exercierung ihres Gottesdienstes sich derselben bedienen. jedoch um solche zu unterscheiden, so läuten Katholici zu diesem gemeinschaftlichen Geläut ihr kleines in ihrem Kirchturm hängendes Glöcklein ebenso mit, wie Reformati ihre in einem besonderen , von ihnen aus eigenen Mitteln auf dem Chor ihrer Kirche erbauten Turm hängenden Glock. Lutherani aber läuten zu ihrem Kirchengang nur eine einzige Glock, welche sie in ihrem Kirchturm hängen haben. Bei Leichenbegräbnissen dahingegen wird dieses gemeinschaftliche Geläut von den drei Religionen gebraucht.“

Keller & Kellergasse
Kellergasse Die Kellergasse verläuft an der südlichen Stützmauer des Marktplatzes. Hier befinden sich die Zugänge zu zwölf Gewölbekellern, die bereits um 1600 erwähnt wurden und weit unter den Marktplatz reichen. Sie bildet einen Teil des früher weit verzweigten und miteinander verbundenen Kellersystems, einer weiteren Besonderheit des Winzerortes. Noch heute werden einige der Keller zur Weinlagerung genutzt und können während dem jährlich zum Traubenblütenfest stattfindenden Kellerundgang besichtigt werden.



Seebachquelle und Seebach
Die Seebachquelle ist mit 5000cbm Wasser pro Tag die bedeutendste und wasserreichste Rheinhessens. Der Quellbereich ist seit alters her mit Gittern eingefriedet, hier kann man eine Vielzahl stattlicher Forellen bewundern. Die Trittsteine im  Bachverlauf künden von der Zeit als die Hausfrauen noch im Seebach ihre Wäsche wuschen. Ein Spaziergang am Bachufer ist jedem Besucher zu empfehlen.
 
Die ehemalige Ortsbefestigung wurde erstmals 1354 erwähnt und bestand aus einer turmbewehrten Mauer, sechs befestigten Toren, Gräben und einem Wall. Die Wehrgänge ("Letzen") umzogen früher den gesamten Flecken, worauf heute noch der Straßenname "Letze" hinweist. Reste der Ortsmauer kann man heute noch "An der Letze" besichtigen, sie trägt verschiedene Inschriften über Zerstörung und Wiederaufbau der Mauer. An der Letzte 52 befindet sich auch der Pulverturm, ein runder Schalenturm. Er ist der letzte erhaltene Wehrturm der Ortsbefestigung.

Ehemalige Liebfrauenkirche
Die Ruine befindet sich in der Seegasse. Die noch sichtbaren Umfassungsmauern sind die Reste eines gotischen Saalbaus der bereits 1496 erwähnt wurde. Die Kirche wurde im Verlauf des 17.Jh. aufgegeben und verfiel, der angrenzende Kirchhof wurde als Friedhof genutzt.
Ruine Liebfrauenkirche



Zu den Aufgaben:

Ggf. indoor zu erledigen

Frage 1: Katholische Pfarrkirche St. Peter und Paul
In welchem Jahr wurde das Gebeinhaus unter der Kirche wieder
entdeckt?
A =

Frage 2: Ev. Kirche Westhofen
In welchem Jahr haben sich die Reformierten eine eigene Glocke
gießen lassen?
B =

Frage 3: Kellergasse
Zu wievielen Gewölbekellern erfolgt der Zugang über die
Kellergasse?
C =

Frage 4: Seebachquelle
Wieviel hl Wasser liefert die Quelle durchschnittlich in einer
Stunde (gerundet auf volle Zahl)?
D =


Outdoor

Station 1 (ev. Kirche)
N 49°42.235' E008°14.742'
Hier findet Ihr eine Grabplatte aus dem Jahr 1400: Wann wurde diese
Platte renoviert?
E =

Station 2 (Veteranenstein auf dem Gänsemarkt)
N 49°42.237' E008°14.790'
Wann weihten die zurückgekehrten Veteranen ihren gefallenen
Kriegskameraden das Denkmal?
F =

Station 3 (Kellergasse)
N 49°42.219' E008°14 .729'
Hier findet Ihr den Hinweis auf die Herberge „Zum
Ross“, in der auch Schinderhannes zu Gast war: Aus welchem
Jahr ist der Hinweis?
G =

Station 4 (Seebach)
N 49°42.119' E008°14 .672'
Welches historisches „Gerät“ könnt Ihr hier
sehen? Gesucht wird der Wert des letzten Buchstabens.
H=

Station 5 (Pulverturm)
N 49°42.104' E008°14.636'
Wer hier die Nase sehr hoch trägt, kann eine Jahreszahl erkennen. Welche?
I =

Station 6 (Seebachquelle)
N 49°42.142' E008°14.588'
Durch wieviele Löcher ergießt sich an dieser Stelle das Wasser in den Bach?
J=

Station 7 (Ruine Liebfrauenkirche)
N 49°42.087' E008°14.513'
Wie viele Bauern starben hier für ihr altes Recht?
K =

Final
N 49°42.(K-J)(E-H+A)(D+C)

E 008°14.I(B-C+A)(G-J-F)

Bitte tarnt die Dose wieder gut - auch wenn Ihr schon auf dem Sprung zur nächsten Dose seid. Es wäre schade, wenn auch diese Dose wieder zerstört würde.

Danke und viel Spaß beim Suchen sagt
Team hakkosblume



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