The Cologne Cathedral - A Geological Point of View
A
cache
by Thoto
Hidden:
11/13/2006
Size:
 (Not chosen)
Difficulty:
Terrain:
(1 is easiest, 5 is hardest)
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Deutsche
Version (English version below): |
Was hat der
Kölner Dom mit Geologie zu tun? Vielleicht hast du noch nie über
die Frage nachgedacht, aber es gibt einige Beziehungen. Der Kölner
Dom wurde über einen langen Zeitraum (1248 – 1880) gebaut und
zahlreiche unterschiedliche Gesteinsarten von verschiedenen Orten
wurden beim Bau dieser berühmten Kirche verarbeitet. Alle diese
verschiedenen Gesteinsarten haben ihre eigene Herkunft und können
uns ihre eigene Entstehungsgeschichte erzählen. Zum Beispiel finden
einige Arten ihren Ursprung in flüssiger Lava, während andere einst
in tiefen Meeren abgelagert waren. Wenn wir also die Geologie der
Region verstehen wollen, so lohnt sich der Blick auf deren
historische Gebäude. Wegen der begrenzten Transportmöglichkeit
stammen die Baumaterialien meist aus der unmittelbaren Umgebung.
Dabei sind einige Gesteinsarten für bestimmte Bautätigkeiten besser
geeignet als andere, was sich häufig über die Jahre am Ausmaß der
Verwitterung zeigt.
Die nachfolgende Abbildung zeigt, welche verschiedenen
Gesteinsarten wo im Kölner Dom verbaut wurden. Anschließend finden
sich noch weitere detaillierte Informationen zu den verschiedenen
Gesteinen.

Die Gesteine des
Kölner Doms
Kalkstein vom
Main
Seit dem Weiterbau des Domes von 1842 ließ Dombaumeister Zwirner
den hellen, grobkörnigen Sandstein aus Schlaitdorf im Neckargebiet
verarbeiten. Es ist ein in trockener Deposition entstandener Die
schlechten Erfahrungen mit Sandstein bewogen Dombaumeister Hertel,
für die Restaurierung des Chores den Muschelkalk aus Krensheim bei
Lauda zu verwenden. Er und sein Nachfolger Güldenpfennig haben
zwischen 1926 und 1940 praktisch das ganze Strebewerk des Chores in
diesem Material ersetzt, was sich bald als schwerer Fehler erwies.
Schon vor der Beendigung der Maßnahme wurde klar, dass das Material
der starken Verwitterungsbelastung am Dom nicht gewachsen war. Zur
Zeit erwachsen aus der zusehends stärker werdenden Zerstörung des
Muschelkalks bereits ernste Gefahren.
Sandstein aus
Schlaitdorf
| Seit dem
Weiterbau des Domes von 1842 ließ Dombaumeister Zwirner den hellen,
grobkörnigen Sandstein aus Schlaitdorf im Neckargebiet verarbeiten.
Es ist ein in trockener Deposition entstandener Keuper-Sandstein,
der sehr inhomogen ist und bei dem sich recht beständige Zonen mit
schnell verwitternden in kurzen Abständen ablösen. Aus diesem
Material bestehen die beiden Querhausfassaden und die oberen Teile
von Lang- und Querhaus. Das Gestein wurde bis 1863 verwendet. Es
wurde kostengünstig mit Schiffen von Schlaitdorf am Neckar bis nach
Köln gebracht. |

Sandstein |
Basalt aus
Londorf
Im Jahre 1952 führte Dombaumeister Weyres die aus den tertiären
Eruptionen des Vogelsberg-Massivs stammende Londorfer Basaltlava
ein. Sie hat für den Kölner Dom fünf entscheidende Vorteile: sie
ist so verwitterungsfest wie Eifelbasalt, sie ist leicht zu
bearbeiten, sie verursacht bei den Steinmetzen keine
Gesundheitsschäden, sie hat eine lebendige Struktur, und sie wird
niemals ganz schwarz, sondern bleibt auch nach längerer Zeit grau.
Insofern wäre sie der ideale Dombaustein. Aus diesem Gestein sind
die meisten der im Kriege zerstörten Bauteile wieder errichtet
worden.
Trachyt vom
Drachenfels

Trachyt |
Von der
Grundsteinlegung am 15. August 1248 an bis zum Ende der
mittelalterlichen Bautätigkeit im Jahre 1560 wurde am Dom für
Sichtflächen fast ausschließlich der Trachyt vom Drachenfels
verwendet. Er eignete sich gut zu Quadern und zu plastischen Werken
mittlerer Feinheit und ließ, was bei Profilen, Basen und Maßwerken
wichtig war, die Herstellung einer geschliffenen Oberfläche zu.
Noch zu Beginn des 19. Jahrhunderts bestand der Dom fast
ausschließlich aus diesem Material. |
(Quelle und
weitere Informationen
www.koelner-dom.de)
Um diesen
Earthcache zu loggen, erfülle folgende Aufgaben:
-
Schicke mir eine Email mit den Antworten auf folgende Fragen (das
Internet wird dir helfen):
-
Was ist der Nachteil des verwitterungsfesten Basalts aus der
Eifel?
- Welche
Außenfläche wurde mit der Basaltlava aus Londorf
erneuert?
- Warum war
der Drachenfelstrachyt relativ leicht zu
beschaffen?
- Mach ein
Foto von dir mit deinem GPS in deiner Hand an obiger Koordinate vor
dem Haupteingang (falls du alleine bist, wird dir sicher einer der
Passanten helfen).
ODER
Gehe auf der Vorderseite zur linken Ecke der Kirche (dort, wo die
Sandsteinblöcke zu sehen sind [vgl. obiges Foto]). Vermesse dort
den nachfolgend abgebildeten Sandstein und sende mir die Maße
(Länge und Breite in cm) per Mail!

Zur
Vergrößerung bitte Klicken
 |
English
version: |
What is the
connection between the Cologne Cathedral and geogoly? Maybe you
have not thought about this question yet, but there are a lot of
connections. The Cologne Cathedral was build over a long period of
time (1248 – 1880) and lots of different stones from different
locations have been used to construct this great and famous
building. All this different stones have got their own origin and
can tell us their own interesting story. For example some of them
have their origin in the burning hot lava other in the deep sea. If
you want to understand the geology of a region, have a look at the
historical buildings. Because of the limited transportation
capacity the building materials came from the immediate vicinity.
Thereby some stones are more suitable for certain building
activities than other stones. This can be seen at the weathering of
the stones.
The following figure shows you, what different stones can be found,
where they came from and at which part of the cathedral they were
used. Afterwards you will get some more detailed information about
the stones.

Geological
overview
Limestone
from Main
The bad experience with the sandstone moved Cathedral architect
Hertel to use for the restoration of the choir the Muschelkalk from
Krensheim near Lauda. He and his successor, Güldenpfenning had
practically replaced the entire flying buttresses system of the
choir between 1926 and 1940 with this material. Shortly after, this
was proved to be a huge mistake. Already before completion of this
work it was clear that the strong weathering problems would not
leave the Cathedral. Currently growing destruction of the
Muschelkalk is producing serious danger.
Sandstone
from Schlaitdorf
| Since
further construction of the Cathedral in 1842, Cathedral architect
Zwirner allowed the large-crystal sandstone from Schlaitdorf in the
Neckar area to be used. Out of this material are made the two
transept façades and the upper parts from the nave and the
transept. The stone was used until 1863. It was economically
shipped along the Rhine from Schlaitdorf on the Neckar to
Cologne. |

Sandstone |
Basalt from
Londorf
In 1952 Cathedral architect Weyres introduced Londorf basalt lava
which comes from the Vogelsberg massif. This stone has five
distinct advantages for Cologne Cathedral: it resists weathering
much like Eifel basalt, it is easy to work, it does not cause any
health danger to the stone masons, it has a lively structure, and
it will never turn completely black, but remain grey for a long
time. In this respect it would be the ideal Cathedral stone. Most
of the Cathedral sections destroyed during the war were made of
this stone.
Trachyt of
the Drachenfels

Trachyte |
From the
laying of the foundation stone on the 15th of August, 1248, to the
end of medieval construction in the year 1560, the visible surfaces
of the Cathedral were constructed, almost without exception, of
trachyte from Drachenfels. It is suitable for blocks and for
sculptural works of average delicacy. It also allows, important
with profiles, bases and tracery, the production of a refined
surface. Even up to the beginning of the 19th century, the
Cathedral was almost entirely comprised of this
material. |
(Origin and
further information
www.koelner-dom.de)
To log this
earthcache, perform the following tasks:
-
Write me an email with the following information (the internet will
help you to answer the questions):
-
What ist the disadvantage of the weather-resistant basaltlava from
the Eifel?
- Which
outside surface has been renewed by using the basalt from
Londorf?
- Why was the
trachyte from Drachenfels relatively easy to
obtain?
- Take a photo
of you with your GPS in your hand in front of the main entry of the
Cathedral (maybe you have to ask the people at the cathedral to
help you).
OR
Go at the front side to the left corner of the cathedral (where you
see the sandstones [compare with the above picture]). Measure there
the following sandstone and send me its length und width (in
centimeter) in your mail!

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