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Deutsche
Version (English version below): |
Was hat der
Kölner Dom mit Geologie zu tun? Vielleicht hast du noch nie
über die Frage nachgedacht, aber es gibt einige Beziehungen.
Der Kölner Dom wurde über einen langen Zeitraum (1248
– 1880) gebaut und zahlreiche unterschiedliche Gesteinsarten
von verschiedenen Orten wurden beim Bau dieser berühmten
Kirche verarbeitet. Alle diese verschiedenen Gesteinsarten haben
ihre eigene Herkunft und können uns ihre eigene
Entstehungsgeschichte erzählen. Zum Beispiel finden einige
Arten ihren Ursprung in flüssiger Lava, während andere
einst in tiefen Meeren abgelagert waren. Wenn wir also die Geologie
der Region verstehen wollen, so lohnt sich der Blick auf deren
historische Gebäude. Wegen der begrenzten
Transportmöglichkeit stammen die Baumaterialien meist aus der
unmittelbaren Umgebung. Dabei sind einige Gesteinsarten für
bestimmte Bautätigkeiten besser geeignet als andere, was sich
häufig über die Jahre am Ausmaß der Verwitterung
zeigt.
Die nachfolgende Abbildung zeigt, welche verschiedenen
Gesteinsarten wo im Kölner Dom verbaut wurden.
Anschließend finden sich noch weitere detaillierte
Informationen zu den verschiedenen Gesteinen.

Die Gesteine des
Kölner Doms
Kalkstein vom
Main
Seit dem Weiterbau des Domes von 1842 ließ Dombaumeister
Zwirner den hellen, grobkörnigen Sandstein aus Schlaitdorf im
Neckargebiet verarbeiten. Es ist ein in trockener Deposition
entstandener Die schlechten Erfahrungen mit Sandstein bewogen
Dombaumeister Hertel, für die Restaurierung des Chores den
Muschelkalk aus Krensheim bei Lauda zu verwenden. Er und sein
Nachfolger Güldenpfennig haben zwischen 1926 und 1940
praktisch das ganze Strebewerk des Chores in diesem Material
ersetzt, was sich bald als schwerer Fehler erwies. Schon vor der
Beendigung der Maßnahme wurde klar, dass das Material der
starken Verwitterungsbelastung am Dom nicht gewachsen war. Zur Zeit
erwachsen aus der zusehends stärker werdenden Zerstörung
des Muschelkalks bereits ernste Gefahren.
Sandstein aus
Schlaitdorf
| Seit dem
Weiterbau des Domes von 1842 ließ Dombaumeister Zwirner den
hellen, grobkörnigen Sandstein aus Schlaitdorf im Neckargebiet
verarbeiten. Es ist ein in trockener Deposition entstandener
Keuper-Sandstein, der sehr inhomogen ist und bei dem sich recht
beständige Zonen mit schnell verwitternden in kurzen
Abständen ablösen. Aus diesem Material bestehen die
beiden Querhausfassaden und die oberen Teile von Lang- und
Querhaus. Das Gestein wurde bis 1863 verwendet. Es wurde
kostengünstig mit Schiffen von Schlaitdorf am Neckar bis nach
Köln gebracht. |

Sandstein
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Basalt aus
Londorf
Im Jahre 1952 führte Dombaumeister Weyres die aus den
tertiären Eruptionen des Vogelsberg-Massivs stammende
Londorfer Basaltlava ein. Sie hat für den Kölner Dom
fünf entscheidende Vorteile: sie ist so verwitterungsfest wie
Eifelbasalt, sie ist leicht zu bearbeiten, sie verursacht bei den
Steinmetzen keine Gesundheitsschäden, sie hat eine lebendige
Struktur, und sie wird niemals ganz schwarz, sondern bleibt auch
nach längerer Zeit grau. Insofern wäre sie der ideale
Dombaustein. Aus diesem Gestein sind die meisten der im Kriege
zerstörten Bauteile wieder errichtet worden.
Trachyt vom
Drachenfels

Trachyt
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Von der
Grundsteinlegung am 15. August 1248 an bis zum Ende der
mittelalterlichen Bautätigkeit im Jahre 1560 wurde am Dom
für Sichtflächen fast ausschließlich der Trachyt
vom Drachenfels verwendet. Er eignete sich gut zu Quadern und zu
plastischen Werken mittlerer Feinheit und ließ, was bei
Profilen, Basen und Maßwerken wichtig war, die Herstellung
einer geschliffenen Oberfläche zu. Noch zu Beginn des 19.
Jahrhunderts bestand der Dom fast ausschließlich aus diesem
Material. |
(Quelle und
weitere Informationen www.koelner-dom.de)
Um diesen
Earthcache zu loggen, erfülle folgende
Aufgaben:
- Schicke mir eine Email mit
den Antworten auf folgende Fragen (das Internet wird dir
helfen):
- Was ist der Nachteil des
verwitterungsfesten Basalts aus der Eifel?
- Welche
Außenfläche wurde mit der Basaltlava aus Londorf
erneuert?
- Warum war
der Drachenfelstrachyt relativ leicht zu beschaffen?
- Mach ein
Foto von dir mit deinem GPS in deiner Hand an obiger Koordinate vor
dem Haupteingang (falls du alleine bist, wird dir sicher einer der
Passanten helfen).
ODER
Gehe auf der Vorderseite zur linken Ecke der Kirche (dort, wo die
Sandsteinblöcke zu sehen sind [vgl. obiges Foto]). Vermesse
dort den nachfolgend abgebildeten Sandstein und sende mir die
Maße (Länge und Breite in cm) per Mail!

Zur
Vergrößerung bitte Klicken
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English
version: |
What is the
connection between the Cologne Cathedral and geogoly? Maybe you
have not thought about this question yet, but there are a lot of
connections. The Cologne Cathedral was build over a long period of
time (1248 – 1880) and lots of different stones from
different locations have been used to construct this great and
famous building. All this different stones have got their own
origin and can tell us their own interesting story. For example
some of them have their origin in the burning hot lava other in the
deep sea. If you want to understand the geology of a region, have a
look at the historical buildings. Because of the limited
transportation capacity the building materials came from the
immediate vicinity. Thereby some stones are more suitable for
certain building activities than other stones. This can be seen at
the weathering of the stones.
The following figure shows you, what different stones can be found,
where they came from and at which part of the cathedral they were
used. Afterwards you will get some more detailed information about
the stones.

Geological
overview
Limestone from
Main
The bad experience with the sandstone moved Cathedral architect
Hertel to use for the restoration of the choir the Muschelkalk from
Krensheim near Lauda. He and his successor, Güldenpfenning had
practically replaced the entire flying buttresses system of the
choir between 1926 and 1940 with this material. Shortly after, this
was proved to be a huge mistake. Already before completion of this
work it was clear that the strong weathering problems would not
leave the Cathedral. Currently growing destruction of the
Muschelkalk is producing serious danger.
Sandstone from
Schlaitdorf
| Since
further construction of the Cathedral in 1842, Cathedral architect
Zwirner allowed the large-crystal sandstone from Schlaitdorf in the
Neckar area to be used. Out of this material are made the two
transept façades and the upper parts from the nave and the
transept. The stone was used until 1863. It was economically
shipped along the Rhine from Schlaitdorf on the Neckar to
Cologne. |

Sandstone
|
Basalt from
Londorf
In 1952 Cathedral architect Weyres introduced Londorf basalt lava
which comes from the Vogelsberg massif. This stone has five
distinct advantages for Cologne Cathedral: it resists weathering
much like Eifel basalt, it is easy to work, it does not cause any
health danger to the stone masons, it has a lively structure, and
it will never turn completely black, but remain grey for a long
time. In this respect it would be the ideal Cathedral stone. Most
of the Cathedral sections destroyed during the war were made of
this stone.
Trachyt of the
Drachenfels

Trachyte
|
From the
laying of the foundation stone on the 15th of August, 1248, to the
end of medieval construction in the year 1560, the visible surfaces
of the Cathedral were constructed, almost without exception, of
trachyte from Drachenfels. It is suitable for blocks and for
sculptural works of average delicacy. It also allows, important
with profiles, bases and tracery, the production of a refined
surface. Even up to the beginning of the 19th century, the
Cathedral was almost entirely comprised of this
material. |
(Origin and
further information www.koelner-dom.de)
To log this
earthcache, perform the following tasks:
- Write me an email with the
following information (the internet will help you to answer the
questions):
- What ist the disadvantage
of the weather-resistant basaltlava from the
Eifel?
- Which
outside surface has been renewed by using the basalt from
Londorf?
- Why was the
trachyte from Drachenfels relatively easy to obtain?
- Take a photo
of you with your GPS in your hand in front of the main entry of the
Cathedral (maybe you have to ask the people at the cathedral to
help you).
OR
Go at the front side to the left corner of the cathedral (where you
see the sandstones [compare with the above picture]). Measure there
the following sandstone and send me its length und width (in
centimeter) in your mail!

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