Die jungen Wilden – Interview mit dem cachenden Blogger-Paar freeda_reist

Das 20. Jubiläum von Geocaching nähert sich mit großen Schritten und seit am 3. Mai 2000 in Oregon (USA) der erste Cache versteckt wurde, begeistert die GPS-Schatzsuche Millionen von Hobby-Abenteurern weltweit. Das Fantastische an der cachenden Community ist nicht nur, dass sie mittlerweile den ganzen Globus umspannt, sondern auch, dass sämtliche Generationen vertreten sind. Das Hochgefühl, das man bekommt, wenn man an einen unbekannten Ort geführt wird und dann den Geocache (unter deutschsprachigen Cachern auch als „die Dose“ bekannt) plötzlich ausfindig macht, kennt einfach keine Altersgrenze.

Heute wollen wir ein junges Cacher-Paar vorstellen, das dieses Outdoor-Hobby für sich entdeckt hat und das Erlebte unter dem Namen freeda reist in einem Blog, auf Instagram und anderen Online-Kanälen mit seinen Followern teilt. freeda reist verbinden Microcamping und Geocaching, um anderen jungen Menschen zu zeigen, wie viel es da draußen zu entdecken und zu erleben gibt.

HQ: Neben Geocaching, was macht Ihr denn sonst so? Stellt Euch doch kurz mal vor.

FR: Hey, wir sind Nadine (23 Jahre, Studentin) und Rikkert (24 Jahre, Fotograf & Social Media Manager) und wir leben im schönen Hamburg, wenn wir dann mal dort sind. Jedes Wochenende versuchen wir nämlich, mit unserem selbst gebauten Micro-Camper „freeda“ rauszukommen und neue Orte sowie coole Caches zu entdecken. Dabei landen wir meist in der Natur, um zu wandern. Die Erfahrungen, die wir sammeln, teilen wir dann auf unserem Blog mit dem Ziel, so viele Menschen wie möglich damit anzustecken, sich einfach ihre Träume zu erfüllen und ihr Leben zu einem Abenteuer zu machen.

HQ: Wie seid Ihr auf Geocaching gekommen? 

FR: Wir hatten zu dem Zeitpunkt unsere freeda schon und waren ständig mit ihr unterwegs. Als ein Kollege von Rikkert das mitbekam, schlug er uns vor, Geocaching auszuprobieren. Er dachte, es würde gut zu uns und unseren Reisen passen. Und er hatte recht! Unsere erste Dose war zwar nichts Aufregendes, aber das Hobby hat uns von Anfang an so mitgerissen, dass wir die ersten Wochen beinahe täglich draußen waren.

HQ: Wie würdet Ihr Geocaching anderen jungen Leuten erklären und näherbringen?

FR: Geocaching ist der perfekte Reiseführer und Garant für eine abenteuerliche Zeit an so gut wie jedem Ort der Welt. Es ist für jeden etwas dabei, sodass der Outdoormensch, aber auch der Rätselfreund und der Adrenalinjunkie auf seine Kosten kommt.

Wir empfehlen jedem, der gerne draußen und neugierig auf Neues ist, und allen, die sich nach mehr Abenteuern und weniger Stress im Leben sehnen, mal selbst auf Dosensuche zu gehen.

HQ: Was sind Eure Lieblingscaches, die Ihr bisher gefunden habt?

FR: Vor Kurzem haben wir die Dexter-Caches von Staubfinger0702 in Bensheim gemacht und die haben es wirklich in sich! Allerdings wollen wir die gar nicht mit anderen Caches vergleichen, da diese ja eher mit einem Escape-Room als einem „normalen“ Cache gleichzusetzen sind.

Da wir es aber lieben, draußen in der Natur zu sein und dabei tolle Basteleien zu entdecken, machen wir meist ganze Runden und weniger hoch favorisierte Einzelcaches. Da haben wir mittlerweile auch schon ein paar Lieblingsrunden, zum Beispiel die ZBV-Runde im Vogtland, welche als Gemeinschaftsprojekt für ein MEGA-Event von unterschiedlichen Cachern aus der Region gelegt wurde. 

HQ: Ihr habt ein echt inspirierendes Instagram-Profil, auf dem Ihr Eure Geocaching-Abenteuer teilt. Was ist hier Eure Motivation und was wollt Ihr bei Euren Followern bewirken?

FR: Lieben Dank, das freut uns sehr! Wir wollen zeigen, dass man nicht viel Geld oder Zeit für weite Reisen braucht, um Abenteuer zu erleben. Diese warten direkt vor der Haustür, man muss sie nur suchen. Wir sind daher große Befürworter von Heimatabenteuern und Klimaschutz, weswegen wir mittlerweile auf Flugstrecken verzichten und lieber unser schönes Deutschland und Europa erkunden.

FR: Geocaching kam dann später dazu, aber spielt mittlerweile eine genauso große Rolle, wie das „Microcamping“. Denn es ist für uns das abenteuerlichste, abwechslungsreichste und vor allem günstigste Hobby, das sich perfekt mit der Leidenschaft zum Reisen kombinieren lässt.

HQ: Wie sieht Eure Geocaching-Zukunft aus? Irgendwelche spannenden Pläne oder Ziele?

FR: Allzu weit in die Zukunft planen wir gar nicht, aber uns kommen ständig neue Ideen, die wir gerne umsetzen würden. Unser Fokus liegt aber auf dem, was wir schon die ganze Zeit machen und was wir lieben: Cachen, Abenteuer erleben und unsere Erfahrungen und Entdeckungen teilen.

Seit Kurzem haben wir außerdem unseren Geospräche Podcast, bei dem wir mit den verschiedensten Cachern sprechen, die die Szene in irgendeiner Form prägen. 

Außerdem ist ein Hauptbestandteil unseres Blogs die Geocaching & Stellplatzkarte. Als wir damals anfingen zu cachen, bemerkten wir schnell, wie mühselig es ist, sich coole (Tradi-)Runden rauszusuchen. So dachten wir uns: Warum machen wir uns eigentlich stundenlang Arbeit mit Suchen und behalten das für uns? Mittlerweile ist aus dieser Frage eine tolle, ständig wachsende Karte mit den schönsten Geocaches/Runden (+ detaillierten Beschreibungen) sowie Stellplätzen für Geocamper und Sightseeing-Spots für das perfekte Caching-Wochenende geworden.

Einige Cacher-Buddys unterstützen uns bereits dabei, die Karte immer weiter zu füllen, doch wir planen da in Zukunft noch mehr mit anderen Cachern zusammenzuarbeiten.