Hand placing a geocache container next to two rocks

Heute führte Geocaching mich . . . zu einem Park

Marcellus Cadd (atreides_78723) schreibt den Blog Geocaching While Black. Was mit dem Finden eines Geocaches in der Nähe angefangen hat, wurde zu einer Leiderschaft, versteckte Schätze zu finden und über all die Erfahrungen zu schreiben. Das ist ein Gastbeitrag von Marcellus.

Nach der Arbeit hatte ich ein wenig Freizeit, deswegen fand ich das einen guten Zeitpunkt, meinen täglichen Cache zu holen. Ich war ein wenig müde und wollte kein großes Abenteuer daraus machen, aber was ich schon immer an Geocaching gemocht habe ist, dass es ein so kleines oder großes Abenteuer werden kann, wie Du möchtest. In diesem Fall war es ein relativ neuer Tradi (D1,5/T1,5), der in einem Park ganz in der Nähe meiner Wohnung aufgetaucht war, also entschied ich mich, ihn zu finden.

Einer der Gründe, warum ich Tradis immer ganz besonders gemocht habe ist, dass es etwas sehr elegant an ihnen ist: es ist ein einfacher und direkter Wettbewerb zwischen dem Auge des Suchers und der Cleverness des Caches. Nicht jeder Cache muss ein Meisterwerk an Tarnung und falschen Fährten sein, um Spaß zu machen. Selbst ein einfacher Cache an einem Laternenmasten kann eine nette Abwechslung sein von den langweiligen Dingen, die wir tun müssen, wie arbeiten, waschen und Lebensmittel einkaufen. Der Cache erwies sich als kleiner Filmbehälter an einem Stück Draht, der in das Rohr eines Zauns gesteckt worden war. Ich brauchte ein wenig länger zum Finden als normal, denn der Draht war genau so in den Zaun gebogen worden, dass man ihn von außen nicht sofort sehen konnte. Mein kleiner täglicher Sieg war geschafft. Ich beschrieb das Logbuch, versteckte den Cache wieder an seinem alten Platz und loggte ihn online mit der App auf meinem Telefon.

Dann beschloss ich, wenn ich schon mal in dem Park war, einen kleinen Spaziergang zu machen. Ein Hauptziel von Geocaching ist, die Leute nach draußen zu locken, egal ob in die Wildnis oder in die Stadt. Ich ging dort entlang und erinnerte mich an ein paar andere Caches, die ich in diesem Park gefunden hatte, die jetzt archiviert sind. Hier war einer meiner ersten Funde. Das war ein Nacro, der im Astloch eines Baumes nicht weit von dem Cache entfernt war, den ich gerade gefunden hatte, aber der Baum war nicht mehr da. Ein anderer Cache war in der Astgabel eines Baums ungefähr 1,50 m über meinem Kopf. Ich persönlich bin kein Baumkletterer (obwohl ich jetzt immer eine Leiter im Kofferraum habe, aber das ist eine andere Geschichte), aber meine jüngere Tochter sehr wohl. Sie war so freundlich, den Baum hochzukraxeln, die Dose zu holen und wieder für mich zu verstecken.

Der nächste Cache war eine Munbox, die im Wurzelbereich eines Baumes an einem Bach war, der durch den Park fließt. Dabei fühlte ich mich dumm, denn ich musste durch ein dicht bewachsenes Gebiet laufen und durch den Bach waten, nur um festzustellen, dass das gar nicht nötig gewesen wäre, wenn ich von der anderes Seite des Parks gekommen wäre! Wie viele andere Cacher so oft gesagt haben, wir finden immer den leichtesten Weg nach draußen! Ich ging rüber und schaute nach einem Cache, den ich vor über einem Jahr gefunden hatte. Es war sogar lange genug her, dass ich nochmal danach suchen musste. Aber bald hatte ich den falschen Stein gefunden.

Mir fiel ein, dass ich, wo ich schon mal hier war, auch ein wenig Wartungsarbeiten durchführen könnte. Ich bin der Owner mehrerer Caches und einer davon ist hier. Was könnte besser sein, als mal danach zu schauen? Die Cache-Wartung gehört genauso zum Geocaching wie das Finden und Verstecken von Caches. Wenn nicht jemand einen Cache versteckt, gibt es auch nichts zu finden, und deshalb ist es auch richtig, sicherzustellen, dass das Versteck für künftige Finder in gutem Zustand bleibt. Ich weiß, ein Fund ist ein Fund, aber ich hab schon Caches gefunden, die ungepflegt waren. Das ruft bei mir immer ein Gefühl zwischen Traurigkeit und Frust hervor. Zum Glück kommt das nur selten vor. Aber in meinem Fall war der Cache in gutem Zustand und brauchte kein neues Logbuch (was gut war, denn ich hatte keines dabei!), also hab ich ihn wieder in seinem üblichen Steinhaufen versteckt und ging weiter in Richtung Auto.

Einer dieser Caches ist nicht wie die anderen! Während ich dort war und mir Verstecke anschaute, wollte ich auch bei einem seltenen Cache hier im Park vorbeischauen. Es gibt hier einen älteren Virtual, der früh im Jahr 2002 versteckt wurde! Dieses Denkmal würdigt einen der ersten Fährtenleser, der in die Region kam und auch wieder ging. I hab etwas Interessantes über die Geschichte der Gegend gelernt, und es erinnert uns auch daran, dass der Ort, an den Dich der Cache bringt, genauso wichtig sein kann wie der Caches selbst.

Und danach war es Zeit nach Hause zu gehen. Das Abendessen lockte mich. In der Stunde zwischen der Arbeit und dem Nachhausekommen hatte ich aber ein kleines Abenteuer. Ich hab einen Schatz gefunden. Ich war im Grünen. Ich hab Erinnerungen und frühere Abenteuer genossen. Und all das nur 10 Minuten von zu Hause entfernt.

Guest writer for Geocaching.com's blog