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SANSON: Good-bye, SZW!

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Mystery Cache

SZW - Geheime Verschlusssache!

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Hidden : 7/9/2007
Difficulty:
3.5 out of 5
Terrain:
4 out of 5

Size: Size: small (small)

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Geocache Description:

Achtung, bei Frost und/oder Schnee ist die Tour nicht machbar! KEIN Nacht-Cache!

Nach Klick auf den Link erfolgt die Wiedergabe dann in einem separaten Browser-Fenster, weil www.geocaching.com eine direkte Einbindung in die Cache-Beschreibung unterdessen leider verhindert!




S Z W


Geheime Verschlusssache!

Versteckt in den Sandbergen der Mürschnitzer Flur, war das „Sonneberger Zahnradwerk“ als Rüstungsbetrieb von der Außenwelt hermetisch abgeriegelt. Es wurden Zahnräder für Flugzeug-Getriebe der Deutschen Luftwaffe, für V-Waffen, sowie Kettenräder für Panzer hergestellt. Das Einzugsgebiet der dort ungefähr 1.600 Beschäftigten ging weit über den Landkreis Sonneberg hinaus. Es wurde im Schichtbetrieb gearbeitet, rund um die Uhr lief die Produktion, rund um die Uhr bestanden Busverbindungen in alle Teile des Landkreises. Das Werk war eines der größten und modernsten der deutschen Metallindustrie im Dienste der Rüstungsproduktion im Dritten Reich.

Geheim!

Das etwa ein bis zwei Quadratkilometer große, fast exakt an der Nord-Süd-Achse ausgerichtete Werk bestand aus zwei markanten über 100 Meter langen Fabrikhallen-Komplexen, der Härterei, einem Lagergebäude, Reparaturwerkstätten, einem Verwaltungsgebäude, dem Gefolgschaftshaus, Flaks und weiteren, kleineren Baracken. Von der vorbeiführenden Straße waren diese Anlagen nicht einzusehen und unterstanden einer strengen militärischen Bewachung. Moderne Straßen, Außenbeleuchtung, ein eigenes Wasserwerk, ein Außenheizhaus, eine eigene Kanalisation und sogar einen Freizeitbereich konnte das Betriebsgelände aufweisen und auch Heizungs-, Transformatoren-, Kompressoren-, Entstaubungsanlagen und unterirdische Versorgungsschächte gehörten zur Ausstattung.

Im Keller befand sich ein eigenes unterirdisches Kraftwerk zur Stromerzeugung, denn das Werk benötigte seinerzeit mehr Energie als der ganze Landkreis Sonneberg. Bei Fliegeralarm konnten alle Fenster, Türen und sonstige Öffnungen auf Knopfdruck automatisch verdunkelt werden. Alle Abteilungen des Werkes waren unterhalb der Hallen in ganzer Länge durch einen begehbaren Gang verbunden und auch von dort zu erreichen. In den meist weiß gefliesten Räumen in Hartklinkerbauweise musste teilweise stets die gleiche Temperatur von 20 °C herrschen, um ein präzises Messen zu ermöglichen, denn von den Metallbearbeitungsmaschinen wurden Genauigkeiten von bis zu 1 µm gefordert.



Auch ein Außenkommando des Konzentrationslagers Buchenwald mit rund 450, vorwiegend jüdischen Häftlingen war seit September 1944 unter miserablen und menschenunwürdigen Bedingungen im südlichen Bereich des Areals isoliert untergebracht. Die Folge waren Krankheiten und Entkräftung. Für die Beschäftigten des Werkes bestand Schweigepflicht über die Existenz des Lagers. Kontaktaufnahme deutscher Arbeiter mit den Häftlingen war streng verboten und stand unter Strafe. Anfang April 1945 begannen die Evakuierungsmärsche der Häftlinge - einer über den Rennsteig auf tschechisches Gebiet bis kurz vor Prag, der zweite wahrscheinlich über Friedrichsthal nach Bad Elster. Heute erinnern mehrere Gedenksteine - darunter einer ganz in der Nähe - auch an diese „Todesmärsche“.

Zum Kriegsende bewerkstelligten Teile der Belegschaft eine fast unbeschädigte Übergabe des Werkes an die anrückenden amerikanischen Truppen, wodurch größere Plünderungen vermieden wurden. Während der amerikanischen Besetzung wurden die Maschinen und sonstigen Anlagen überholt, so dass das Werk für die russische Militärfertigung zunächst sofort wieder in Betrieb genommen werden konnte als die Rote Armee im Juli 1945 einmarschierte. Doch schon im März 1946 begannen auf russischen Befehl hin die Demontagearbeiten der Maschinen und Anlagen. Als diese beendet waren, wurden die Gebäude des Zahnradwerkes gesprengt und die Reste dem Erdboden gleich gemacht. Heute erinnern deshalb nur noch einige Fundamente, halbverschüttete Grundmauern und gefährliche Löcher und Gräben an das einst so moderne Zahnradwerk.

Getriebe

Direkt im Sperrgebiet des ehemaligen Todesstreifens der innerdeutschen Grenze gelegen, geriet das Werk in den Nachkriegsjahren mehr und mehr in Vergessenheit. Doch auch viele Mythen, Legenden und Fragen ranken sich darum:
  • So verweigern angeblich selbst heute noch - mehr als 60 Jahre nach Kriegsende - Behörden und Archive die Herausgabe von Akten und Dokumenten zum Zahnradwerk mit der Begründung, dass es sich um eine „geheime Reichssache“ handeln würde.

  • Gerüchten zufolge soll das Werk mehrere Etagen tief in den Untergrund gegangen sein und laut Aussage älterer Einwohner würden sich in den zugesprengten unterirdischen Hallen sogar noch mehrere Maschinen befinden.

  • Zwei bislang unbekannte Wissenschaftler sollen in einem Reinraumlabor auf dem Gelände an einem geheimen Rüstungsprogramm gearbeitet und geforscht haben, welches angeblich aber nicht in direkter Verbindung mit den Erzeugnissen aus dem Werk gestanden haben soll.

  • Ganz gewagte Überlegungen ziehen aufgrund des immensen Strombedarfs des Werkes sogar eine hochtechnologische Energiegewinnung mittels sog. „Skalarwellen“ im Keller des Werkes in Betracht. So sollen der Theorie nach gerade dann die besten Ergebnisse erreicht werden, wenn ein Skalarwellenkollektor unter einer nach Nord-Süd ausgerichteten Pyramide platziert wird, und Kristalle oder verschiedene Sandarten als nichtlineares elektrisches Medium Verwendung finden. Sollten das die Gründe gewesen sein, warum die Anlage quasi pyramidenförmig auf Sandgruben und in symmetrischer Nord-Süd-Ausrichtung gebaut worden ist?

  • Und warum taucht eine der größten und modernsten Anlagen der damaligen Zeit so gut wie gar nicht in Literatur, Geschichte oder Listen zur Rüstungsproduktion auf? Vieles erscheint merkwürdig...
Quelle: u.a. www.balsi.de
 

Dieser Cache führt Euch also nun zu diesem höchst interessanten, aber auch sehr unwegsamen, stellenweise urwaldartigen und nicht ungefährlichen Gelände - lange Hosen und festes Schuhwerk, sowie Taschenlampe sind Pflicht! Kommt also nicht gerade in Euren Sonntagsklamotten, Bodenkontakt ist garantiert. Ihr solltet keinesfalls alleine losziehen, aber auch nicht im großen Rudel (idealerweise 2-4 Personen) und für Kinder ist dieser Lost Place absolut nicht geeignet. Überlegt Euch wirklich jeden Schritt gut und werdet nicht leichtsinnig, denn stellenweise können sich z.B. ganz harmlos aussehende Laubmulden als metertiefe Löcher oder Schächte entpuppen! Zudem wurden Teile des Areals als Mülldeponie verwendet, weswegen zusätzlich zu Stacheldraht o.ä. erhöhte Verletzungsgefahr gegeben ist! Auch die Sandgruben sind noch in Betrieb - dort herrscht ebenfalls Absturzgefahr!

Wir empfehlen die obigen Cache-Koordinaten als Parkplatz. Von dort könnt Ihr teilweise entlang des ehemaligen DDR-Grenzstreifens das Gelände stressfreier erreichen als von der nahegelegenen Straße. Muggle-Kontakt sollte möglichst vermieden werden! Es erwarten Euch vor dem Final acht Stages (PETlinge) mit einfachen Rätseln, die mit den Erzeugnissen des SZW zu tun haben - plant für die insgesamt knapp 4 km lange Tour mehrere Stunden ein. Aufgrund der meist zahlreichen Versteckmöglichkeiten geben wir unterwegs ROT13-Hints mit auf den Weg, die bei Bedarf weiterhelfen sollten. Zettel und Stift solltet Ihr dabei haben!

Bitte seid Euch der Geschichte des Ortes bewusst und geht entsprechend vorbereitet ins Gelände - das macht den Reiz dieses Caches aus! Bei Frost und/oder Schnee ist die Tour nicht machbar und wäre dann sowieso zu gefährlich.

Um an die Koordinaten des ersten Micros und an zusätzliche Infos zu gelangen, muss zunächst folgende Aufgabe gelöst werden - das war's dann aber auch schon mit der Rechnerei, versprochen!

Hausaufgabe Ein großes Zahnrad mit 485 Zähnen treibt zwei weitere Zahnräder mit 388 bzw. 180 Zähnen an. Bei Stillstand werden die sich berührenden Zähne bzw. Vertiefungen gekennzeichnet. Nach wie vielen Umdrehungen der einzelnen Zahnräder befinden sich die Kennzeichnungen wieder an exakt derselben Stelle?

N 50° 21.XXX    E 011° 07.YYY

Sollte Stage 1 ge- oder vermuggelt sein, findet sich hier ein Backup-Petling:
N 50° 21.XXX    E 011° 07.[YYY+49]

Mit dem Koordinaten-Check solltet Ihr Euer Ergebnis überprüfen!


Additional Hints (Decrypt)

[Outdoor:]
[Original-Stage 1:] mjrvgrf iba nhßra
[Alternativ-Stage 1: bei E+49]

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)



 

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