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Lt. Knoblauch: Irgendwann irgendwo neu...

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RWTH - Wissenschaft zur NS-Zeit in Aachen

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Hidden : 6/16/2007
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
1 out of 5

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Geocache Description:


RWTH - Wissenschaft zur NS-Zeit in Aachen
Forschung für Rüstung - Die Technische Hochschule Aachen unter der NS-Herrschaft



Wie überall in Deutschland, durchzog sich das nationalsozialistische Denken auch in Aachen. Vom feigen Gauleiter Schmeer und seinen bemitleidenswerten Entscheidungen, den Kinderflakhelfern zwischen Richterich und Eilendorf bis hin zum NS-Euthanasieprogramm für behinderte Menschen des Luisenhospitals (welches heute die "Sanfte Geburt" praktiziert, mein eigener Schatz kam hier zur Welt!!!) zeigte sich der Nazi-Terror im Aachener Leben. So auch in der heutigen RWTH.

Die Geschichte der Technischen Hochschule Aachens geht zurück ins Jahr 1858. Eine Spende des späteren Kaiser Friedrich III für wohltätige Zwecke diente als monetärer Grundstein für die Gründung der Hochschule. Weitere Infos hier unter www.archiv.rwth-aachen.de. In den frühen 1930er Jahren hatte die Hochschule bereits einen vorzüglichen Ruf in der akademischen Welt. Vor allem die allgemeine Faszination der Luftfahrt fand ihren Schwerpunkt in der Forschungstätigkeit. Doch der Versailler Vertrag setzte enge Grenzen. Mit dem Aufkommen des Nationalsozialismus und der Machtübernahme Adolf Hitlers fand auch das rassistische Denken Einzug in die im Grundsatz neutral-erklärende Wissenschaft. Führende Dozenten jüdischen Glaubens, etwa Ludwig Hopf (Mechanik) oder Walter Fuchs (Chem. Technologie), allesamt Koryphäen, verloren ihren Lehrstuhl und durften weiterhin ihren Beruf in Deutschland nicht mehr ausüben.

Auch die "Frontsoldaten-Klausel" schützte nun jüdische I. WK-Veteranen, wie etwa Karl Mautner (Eisenbetonbau), nicht mehr. Dr. Ludwig Strauß u.a. reichten rechtzeitig den Abschied ein und verließen Stadt und Land.

Umstritten vor allem ist das Wirken des Soziologen Arnold Gehlen. Als Parteimitglied der NSDAP profitiert er von der Vertreibung jüdischer Lehrkräfte, obwohl er das Vorgehen kiritisch durchsah. Seine Theorie der Philosophischen Anthropologie, in welcher er den Menschen als Mängelwesen sieht und damit Kernaussagen über die menschl. Frühentwicklung legt, ist bis heute wegweisend in der Erziehungswissenschaft. Zwar hat er sich in keinster Weise rasssistisch geäußert, doch ist sein Ruf zweifelhaft. Er übernimmt ab 1962 eine Professur an der RWTH. Wissenschaft und Forschung unter dem Hakenkreuz wurde selektiv, arisch durchzogen und rein kriegsorientiert. Die Gleichschaltung aller Hochschulen folgte dem Ruf nach Rüstungsforschung; überflüssige Lehrstühle wurden gekappt, Geld sollte einzig für kriegsnützliche Forschung aufgebracht werden. Das sicherte der Hochschule Aachen die Existenz, begründet in ihrer Tätigkeit der Luftforschung.

Auch die hochschulinterne Hierarchie war durch und durch totalitär – der Rektor hatte die alleinige Leitungsfunktion. Der Asta fungierte als Spitzelorgan für das Berliner Wissenschaftsministerium, hetzte im dunkelsten Arisierungswahn schon seit 1933 gegen die jüdischen Dozenten. Die Einberufung der wehrpflichtigen Jahrgänge verschärfte die personellen Situation drastisch. Es wurde weibliches, nichtwissenschaftliches Personal eingesetzt, zu Assistenzdiensten. Die technische Informationsauswertung über alliierte und sowjetische Beutefahrzeuge und –motoren, sowie die Analyse fremder Waffensysteme waren fortan die Hauptaufgaben der wissenschaftlichen Tätigkeit.

Doch der Krieg kehrte Heim. Mit zunehmenden Bombenterror mußte auch der Hochschulbetrieb eingeschränkt werden. Hinzu kamen schwere bauliche Schäden. So brannte die gesamte Bibliothek mit über 2000 Bänden komplett aus. Heute ist die RWTH eine der Eliteuniversitäten auf europäischen Boden. Studierende aus einer Vielzahl von Nationen gründen hier eine neue Generation von Wissenschaft und Forschung! ACHTUNG: Hier werdet Ihr extrem viel Studimuggles antreffen!!!

Additional Hints (Decrypt)

Ovoyvbgurxffrvgr! Onhz uvagre qre Yngrear, hagra va qre Onhztnory.

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)



 

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