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Die Emmeschlucht zwischen Schloss und Flühen

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Hidden : 12/16/2007
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
2 out of 5

Size: Size: not chosen (not chosen)

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Geocache Description:


  Schweizer/Deutsche Version (English version below):

Dieser Earthcache führt Euch in die Emmeschlucht und möchte Euch die geologischen Hintergründe näher bringen. Dazu werdet Ihr an zwei interessante Stellen geführt und deren geologische Bedeutung erläutert. Startpunkt Eures Spazierganges befindet sich an obiger Koordinate. Dort ist auch der Ausgangspunkt des Naturpfades Waldegg-Schinterhole, den ich Euch gerne ans Herz lege. Ihr findet eine Orientierungstafel vor Ort. Für den Earthcache überquert die Waldeggbrücke und begebt Euch zur 1. Station bei N47° 03.130 E7° 37.887. Anschließend geht zu N47° 03.458 E7° 38.039. Dort angekommen befindet Ihr Euch direkt vor den Gisnauflühen.


Die Waldegghole (N47° 03.130 E7° 37.887)

Die Waldegghole ist ein Aufstieg zu einem typischen spätmittelalterlichen Höhenweg, der einem Hohlweg ähnelt. Diese Art Wege wurden früher häufig angelegt, um ein Umgehen der versumpften oder überschwemmungsgefährdeten Talgründe (Emme) zu ermöglichen. Der Weg wurde direkt in das weiche Gestein (Kalk- und Sandstein) gehauen. Es bietet sich hier daher eine gute Möglichkeit den Kalk- und Sandstein näher anzuschauen.
Sandstein ist ein Sedimentgestein (auch „Sedimentit“) aus miteinander verkitteten Sandkörnern, die vorwiegend aus Quarz bestehen. Die Sandkörner sind zwischen 0,063 und 2 mm groß. Bei einem erhöhten Anteil anderer Minerale nennt man das Gestein Arkose (bei Feldspäten) oder Grauwacke (bei Gesteinsbruchstückchen). Sind die meisten Körner größer als 2 mm, spricht man von einem Konglomerat (bei abgerundeten Körnern) bzw. von einer Brekzie (bei eckigen Körnern).
Als Kalkstein hingegen werden Sedimentgesteine bezeichnet, die ganz überwiegend aus den Mineralen Calcit und Aragonit (beide CaCO3) bestehen. Der größte Teil aller Kalksteine ist biogener Entstehung (von Lebewesen abgelagert); es gibt aber auch chemisch ausgefällte und klastische Kalksteine.


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Waldegghole

Die Gisnauflühen (N47° 03.458 E7° 38.039)

Bei der Koordinate angekommen steht Ihr unterhalb der Gisnauflühen. Vor allem Standsteine verschiedener Körnung, daneben vereinzelte Gerölllagen, wenig mächtige Nagelfluhbänke, feinstkörnige Siltstein- und Mergelbänke bauen die Felswände auf. Diese Sediment wurden vor ungefähr 20 Millionen Jahren ins Meer abgelagert, das erneut von Westen her eingedrungen war. Es floss in den Trog, der sich vor den im Süden sich erhebenden Alpen gebildet hatte. Sedimente der Molasse, ein Begriff für alle Ablagerungen in Senken vor sich aufwölbenden Gebirgen, bilden den tiefsten Teil der oberen Meeresmolasse und gehören der Stufe des Burdigalien, d.h. der Stufe von Bordeaux (lat. Burdigala) an.
Der Aufbau und die Schichtung der einzelnen Sedimentbänke sowie die im Ablagerungsbereich gefundenen Fossilien wie Muscheln, Schnecken, Kleinkrebse, Einzeller, Zähne von Hai- und Knochenfischen, vereinzelt eingeschwemmte Landtierreste und viele Hölzer zeigen, dass die Ablagerungen nahe der Küste erfolgte.
Die im Burdigalien beginnende jungalpidische Phase der Gebirgsbildung (hauptsächlich vor ca. 7 Millionen Jahren) hat die Molasse des Mittellandes schwach gefaltet. Die Schichten fallen am Schlossfelsen und den rechtsufrigen Flühen im Mittel mit 5-15° gegen Südosten ein.


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Gisnauflühen

Jüngere Sedimente der obersten Merres- und der oberen Süßwassermolasse, die in den weiter absinkenden Molassetrog abgelagert wurden, finden wir im Raum Burgdorf nicht mehr. Sie wurden durch Flüsse oder durch Gletscher, die vor einer Million Jahren allmählich vorzudringen begannen, angetragen. Die nächste jüngeren Sedimente, die das Querprofil (s.u.) nördlich der Waldeggbrücke zeigt, sind eiszeitliche Schotter (vorwiegend Kiese und Sande), die südwestlich des Schlossfelsens ins breite Tal der Uremme abgelagert wurden. Wahrscheinlich sind sie vor ungefähr 100 000 Jahren in der Warmzeit zwischen der großen Riss- und der letzten Würmvergletscherung sedimentiert worden. In der Wümreiszeit wurde die Emme durch den Rhoneglethscer gestaut, so dass zwischen Hasle und Burgdorf Stauschotter und Stauletten (Lehme) abgelagert wurden, die den Rohstoff für Ziegeleien lieferten.
Die Emme musste sich ein neues Bett suchen. Die verfügbare Zeitspanne reichte allerdings nicht aus, um beim Sommerhaus eine Schlucht einzutiefen. Als der Gletscher sich zurückzog, verhinderten die Molasseschwelle das weitere Abschließen nach Osten.
Im Laufe der Zeit fraß sich die Emme vor den Gisnauflühen ungefähr 40 m tief in den Fels ein, so dass ein eigentlicher Cañon, eine enge Schlucht, entstand. Nach dem Vertiefen der Schlucht erfolgte eine neue Ablagerungsphase: Nacheiszeitliche Schotter (vorwiegend Kiese und Sande) füllten das Tal bis zur heutigen Höhe auf.


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Geologisches Querprofil / geological cross profile

Um diesen Earthcache zu loggen, erfülle bitte folgende Aufgaben:

  • Bestimme die Breite der Waldegghole an ihrer schmalsten Stelle und schicke mir das Ergebnis!
  • Schätze die Höhe der Gisnauflühen und maile mir Deine Einschätzung!
  • Mache bitte freiwillig ein Foto von dir vor den Gisnauflühen bei N47° 03.458 E7° 38.039. Falls du alleine bist, reicht auch ein Foto von deinem GPS mit lesbaren Koordinaten.

English version:

This earthcache guides you through the Emmeschlucht and would like to give you an understanding of the geological backgrounds of this area. Therefore you will be directed to two different, interesting locations. At this locations the geological background will be explained. Start your walk at the above coordinates. Cross there the bridge (Waldeggbrücke) and go to the first station at N47° 03.130 E7° 37.887. This station is called "Waldegghole". Afterwards go forward to the second station at N47° 03.458 E7° 38.039 called "Gisnauflühen".

The Waldegghole (N47° 03.130 E7° 37.887)

The Waldegghole is an ascension to a typical medieval narrow pass. This kind of path was constructed to avoid the walk through swamps in the valley. The path was directly hit into the soft rock (lime- and sandstone). Therefore this station gives us a good possibility to have a detailed look at the sand- and limestone in this region.
Sandstone is a sedimentary rock composed mainly of sand-size mineral or rock grains. Most sandstone is composed of quartz and/or feldspar because these are the most common minerals in the Earth's crust. Like sand, sandstone may be any color, but the most common colors are tan, brown, yellow, red, gray and white. Since sandstone beds often form highly visible cliffs and other topographic features, certain colors of sandstone have been strongly identified with certain regions.
Limestone is a sedimentary rock composed largely of the mineral calcite (calcium carbonate: CaCO3).


The Gisnauflühen (N47° 03.458 E7° 38.039)

The Gisnauflühen are sheer rock walls. They basically consist of sandstone with different grain sizes. Additional you can see sporadic rubble layers. The defferent sediments ware deposited in the ocean about 20 million years ago.
Furthermore you can see the molasse. The young detritus that was shed from the rising Alpine mountains forms deposits called molasse. These are generally sandy but here they are conglomeratic. The clasts can be linked back to rock-types in the mountains. In places the molasse is involved in the youngest structures of the Alps as mountain building continued.
The bedding of the different sediments and the fossils, which are found in the area, indicates that the deposition took place near the coast.



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Gisnauflühen

To log this earthcache, perform the following tasks:

  • Measure the width of the Waldegghole at its narrowest position. Send your result to me!
  • How high do you think are the Gisnauflühen? Send me the height!
  • Please take optional a photo of you in front of the Gisnauflühen at N47° 03.458 E7° 38.039. If you are there without any help, you can take a photo of your GPSr with readable coordinates instead.


Additional Hints (No hints available.)



Reviewer notes

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