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EarthCache

Bodenkunde im Königsforst: Pseudogley-Braunerde

A cache by Thoto & mno2 Send Message to Owner Message this owner
Hidden : 5/1/2008
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size: not chosen (not chosen)

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Geocache Description:


Deutsche Version (English version below):

Der Boden ist ebenso wie Wasser und Luft Grundlage unseres Lebens. Er ist ein multifunktionales System, das nur begrenzt verfügbar und leicht zu zerstören ist. Als elementarer Bestandteil unserer Umwelt verdient er daher einen besonderen Schutz. Um unseren Boden besser verstehen zu können, ist Ende 2007 im Königsforst ein Bodenlehrpfad entstanden. Diesen möchte ich hier vorstellen.


Geologische Übersicht Königsforst

Der Königsforst liegt im Übergangsbereich des Bergischen Landes zur Kölner Bucht. Schaut man sich die geologisch-bodenkundlichen Verhältnisse im Königsforst genauer an, so stellt man fest, dass der Untergrund des östlichen Königsforstes von 358-417 Millionen Jahre alten Ton-, Schluff und Sandsteinen aus dem Erdaltertum (Devon) gebildet wird. Dieses Gestein sieht man vor allem in den Steinbrüchen (z.B. am Großen Steinberg). Während der Zeit des Erdmittelalters und in der vor 65 Millionen Jahren beginnenden Tertiär-Zeit (Paläogen/Neogen), in der ein feucht-warmes Klima vorherrschte, verwitterten die Festgesteine zu wasserundurchlässigem, tonreichem Material. Der westliche Teil des Königsforstes (als Grenze lässt sich hier der Rennweg sehen) liegt dagegen auf jüngeren Gesteinen.

Gehe zur Station 1 bei N50° 56.022 E7° 08.645 und schau Dir dort Bodenprofil sowie Infotafel genau an. Erledige hier nun die erste Aufgabe (s.u.) und gehe dann zur zweiten Station bei N50° 56.018 E7° 09.503. Mache hier ein Foto von Dir und versuche die beiden Bodenprofile zu vergleichen. Was sind Gemeinsamkeiten und Unterschiede?

1. Station: N50° 56.022 E7° 08.645
Bodentyp: Pseudogley-Braunerde
Geologie: Fließerde aus Verwitterungslehm (Pleistozän) über älterer Fließerde aus Sandsteinschutt (Pleistozän) über Sandstein (Unterdevon)


Zum Vergrößern bitte Anklicken
Der Boden hier wird außerhalb der Vegetationsperiode (April bis Oktober) von Stauwasser beeinflusst. Trotzdem ist in dieser Zeit noch die braune Grundfarbe erkennbar. Eine nur gering mächtige schuttarme Fließerde liegt über einer älteren Fließerde aus grobem Sandsteinschutt. Die Kanten der Steine sind schwach abgerundet, was darauf hindeutet, dass die Steine nur eine kurze Strecke transportiert wurden. Unterhalb von 85 cm Tiefe steht aufgelockerter Sandstein aus dem Unterdevon an.
Unter einer 1 cm mächtigen Feinhumuslage (Oh) liegt ein gering mächtiger humoser Oberbodenhorizont (Ah).
Der humose, durch Eisenoxid braun gefärbte Unterbodenhorizont wurde durch den Einfluss der Staunässe grau- und rostfleckig (Bv-Sw).
Im grau gebleichten Sw-Horizont wird der Wassereinfluss stärker (Stauwasser kann sich hier frei bewegen).
Das Wasser staut sich auf der grobbodenreichen Fließerde und vernässt hier den Boden (IISd).
Unterhalb von 85 cm Tiefe findet sich durch physikalische Verwitterung (Frostsprengung) tief aufgelockerter Sandstein. Die vorhandenen Klüfte im Gestein sind mit tonig-lehmigem Feinboden gefüllt, dadurch wird auch hier das Sickerwasser gestaut (IIISd-Cv).

2. Station: N50° 56.018 E7° 09.503
Bodentyp: Pseudogley-Braunerde, schwach podsolig
Geologie: sandige Fließerde (Pleistozän) über sandig kiesiger Hauptterrasse (Pleistozän) über Ton (Tertiär)


Zum Vergrößern bitte Anklicken
Oben befindet sich eine 70 cm mächtige Fließerde, die aus einem Gemenge von Flugsand, Sand und Kies von Rheinterrassen, Verwitterungslehm sowie Sandsteingrus aus dem Devon besteht. Daraus entwickelte sich eine Braunerde, die durch Stau des Niederschlagswassers über der dichten, wenig wasserdurchlässigen Hauptterrasse des Rheins und dem Ton aus der Tertiär-Zeit im tiefen Untergrund beeinflusst wird.
1 cm mächtige Feinhumuslage (Oh).
Humoser, durch Versauerung schwach gebleichter Oberbodenhorizont (Aeh).
Der humose Unterbodenhorizont (Bhv) ist durch Eisenoxid braun gefärbt. Er ist gut durchwurzelbar sowie wasser- und luftdurchlässig.
Aufgrund des Wassereinflusses ist der hauptsächlich braun gefärbte Horizont grau- und rostfleckig (Sw-Bv).
Das Wasser staut sich in den tiefer als 70 cm liegenden Ablagerungen (IISd). Das aufgestaute Wasser vernässt den Boden im Winterhalbjahr.
In der Tiefe folgt dichter, grauer Ton des Tertiärs, der als Sickerwasser ebenfalls stark staut (IIISd).

Um diesen Earthcache zu loggen, erfülle bitte folgende Aufgaben:

  • Messe die genaue Tiefe des Loches (nicht nur bis zur Wasseroberfläche) an Station 1 und schicke mir das Ergebnis!
  • Vergleiche die Bodenprofile an Station 1 und 2. Schicke mir Deinen Vergleich per Mail.
  • Mache bitte freiwillig ein Foto von dir an Station 2. Falls du alleine bist, reicht auch ein Foto von deinem GPS mit lesbaren Koordinaten.

Quelle und weitere Infos:

Bodenlehrpfad in NRW Königsforst


English version:

The soil is beside the water and the air our foundation of life. It is a multifunctional system, which is only limited available and can be destroyed easily. As an important part of our environment it must have an extra protection. In order to understand our soil better a soil nature trail has been developed in the Königsforst at the end of 2007.


Geological overview Königsforst

The Königsforst is located between the Bergische Land and the Kölner Bucht. If you have a closer look on the geological profile of the Königsforst, you find out that the underground of the eastern part of the forest consists mostly of about 358-417 (Devonian) million years old clay and sandstone. In western part of the Königsforst you can find only younger stones.

Go to station 1 at N50° 56.022 E7° 08.645 and look at the soil profile and the information board. Fulfil the first task and than go to the second station at N50° 56.018 E7° 09.503. Here take a photo of you and compare the two soil profiles. What are similarities and differences?

1. Station: N50° 56.022 E7° 08.645
Soil type: Polygonal soils
Geology: soil out of silt (Pleistocene) over older soil out of sandstone (Pleistocene) above sandstein (Devonian)


Click for enlargement
Under a 1 cm fine humus layer (Oh) is a smaller humous top soil horizon (Ah).
The humous under soil horizon, which is brown coloured by iron oxide, has become grew because of waterlogging.
In the grew blanched Sw-horizon the water influence becomes stronger. There the slack water moves free.
Under a depth of 85 cm you find sandstone. The seepage water is ponded here.

2. Station: N50° 56.018 E7° 09.503
Soil type: Polygonal soils, brown earth
Geology: sandy soil (Pleistocene) over clay (Tertiary)


Click for enlargement
1 cm fine humous top soil horizon (Oh).
Blanched humous topsoil (Aeh) caused by acidification.
Under top soil horizon (Bhv) brown coloured by iron oxide.
The water accumulates in a depth of 70 cm.
Close and grey clay (IIISd). The seepage water is ponded here.

To log this earthcache, perform the following tasks:

  • Measure the exact depth of the soil profile nearby the information board. Send your result to me!
  • Compare the soil profile at station 1 und station 2. Send your comparison to me!
  • Please take optional a photo of you at station 2. If you are there without any help, you can take a photo of your GPSr with readable coordinates instead.


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