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Der Schuster mit dem grünen Käppchen

A cache by TF135 Send Message to Owner Message this owner
Hidden : 7/9/2008
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
2.5 out of 5

Size: Size: regular (regular)

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Geocache Description:

Westlich von Gramatl, im Quellgebiet des Raunisbaches, lag die Burg Grabensee, die 1387 erstmals erwähnt wurde. Heute fast ein „Lost Place“ – ein klassischer Ruinencache in stiller Landschaft.

Engl.: In the west of Gramatl in the headwaters of Raunis-creek was the castle Grabensee, first mentioned in 1387. Today nearly a „Lost Place“ – a classic ruin cache in an area of silence.

Burgruine Grabensee / Greymsee

Geschichtlicher Rückblick
Die Veste war Sitz der Edlen Walich von Greymsee, von denen Rudolf Walich am 10.Juni 1334 seinen Besitz an Heinrich Wurmbrand zu Stuppach verkaufte, der ihn wieder an die Brüder Martin und Pankraz von Lichtenwörth veräußerte. Am 22.Mai 1387 erhielt diese Brüderpaar 52 PFd.PF. aus der Hand Wulfings zu Stubenberg dafür, der nur kurze Zeit im Besitz von Veste und Gut war, denn schon am 20.1.1394 gaben seine Nachfolger Rudulf der Schewrbekch (=Scheuerbeck) und sein Sohn Kaspar alles um 40 Pfd.PF. an Ulrich und Friedrich v. Stubenberg weiter. Bei der später vorgenommenen Teilung der Stubenbergschen Güter blieb Greymsee in Ulrichs Hand. Die Burg dürfte 1487 von den Ungarn zerstört worden sein, der Grundbesitz ging 1600 von den Stubenbergern an das Haus Wurmbrand-Stuppach über.

Anlagebeschreibung
Die Burg erhob sich auf einem Felshügel, von dem sich nach O eine Landzunge erstreckte, und war von einem Teich umgeben, den die beiden Bächlein speisten. Im NNO, knapp nach dem Zusammenfluss der Gewässer, war eine Staumauer, die einen Rückstau nach W verursachte und so für eine größere Sicherheit der Anlage sorgte. Fast in der Mitte der Landzunge führte der Weg zur Vorburg und durch diese über den Graben zur Hauptburg. Sie war von einem Graben und dem äußeren Wall umgeben, auf dem sich mit größerer Wahrscheinlichkeit eine gemauerte Ringbefestigung erhob, die auch diese Form besaß. Die Burg bestand aus einem Torbau im O, dem Bergfried im S und dem Wohnbau im SW. Parallel zu nördlichen Bering lief eine zweite Mauer, wodurch der Hof und der Zwinger gebildet wurden. Durch die Zwingeranlage wurde der eingedrungene Feind infolge seiner 180 Grad Drehung gezwungen, seine ungeschützte Seite, den Schwertarm, den Verteidigern zu zuwenden. Die Mauerstärke betrug nahezu überall über 1m. Der Basisbau war sicher der Bergfried, an den sich im O der Torbau und wieder später der W-Trakt anschlossen, sodass sich drei Bauperioden ergeben. Die Erbauungszeit ist im 4. Viertel des 13.Jhd. anzunehmen. Im Jahre 1961 legte das NÖ Landesmuseum die Anlage frei, die gut erhaltenen Mauerreste gestatteten sogar einen Rekonstruktionsversuch.

Politische Aufgabe der Anlage
Die Burg war Mittelpunkt der kleinen Herrschaft, die sich fast rechteckig von Grafenbach bis Penk erstreckte. Die verwaltungspolitische Aufgabe der Herrschaft war nur von lokaler Bedeutung, umso wesentlicher war jedoch die Wehraufgabe. Führt doch in unmittelbarer Nähe der antike Entweg vorüber, und hatte die Anlage gemeinsam mit denen von Hafing, Strasshof, Steyersberg, Hassbach, Kirchau Stubenberg eine wegsichernde Funktion zu erfüllen.

Entweg
Entwege sind vormittelalterliche Verkehrsverbindungen mit geringer, autobahnähnlicher Steigung (ca.4%) und beachtlicher Breite (um 5m). Wer sie angelegt hatte ist nicht bekannt, auch scheinen sie, aus heutiger Sicht, keine bedeutende Orte zu verbinden – was auch Rückschlüsse auf ihr sehr hohes Alter zulässt und eine wissenschaftliche Interpretation sehr schwierig macht. (Du befindest dich mit den Waypoints T4 bis T6 auf dieser Anlage)

Sage
Der Sage nach hauste einst in dem Burgturm ein gottloser Schuster, dem kein Feiertag heilig war und der aus reiner Geldgier ständig arbeitete. Zur Strafe versank eines Tages die Burg in der Tiefe, nur der Turm ragte etwas aus dem Boden. Auf diesen Trümmern sahen an Sonn- und Feiertagen während des Gottesdienstes Hirten ein Männchen mit grünem Käppchen sitzen, das fleißig Sohlen klopfte, sodass ihm das Kapperl vom Kopf fiel und ihnen zurief: „Klaub mir mein Kapperl auf, - i gib dir an Kreuzer!“. Andere, die zu mitternächtlicher Stunde den Grabensee passierten, hörten den hämmernden Schuster aus den Baumwipfeln rufen: “ Klaub mir mein Kapperl auf, - kriagst a Geld!“. Andere hörten nur das Hämmern, ohne das Gespenst je zu sehen. So soll der nächtliche Schuster viele Reisende erschreckt haben, lässt sich aber schon lange nicht mehr hören oder blicken.
(nach Felix Halmer)

Zugangsbeschreibung
Da die Gegend nur von einem markierten Wanderweg, der nahe an der Ruine vorbeiführt, durchquert wird, wäre es sicher im Sinne der Unauffälligkeit, diesen weitgehend zu benützen. Der Wanderweg kreuzt zwar die Landesstraße L143 bei den Koordinaten N47 39,451 und E16 03,108. Es ist jedoch bequemer und kürzer, in Gramatl (Ortsmitte) nahe dem Kircherl zu parken und bei T1 die Wanderung auf dem Güterweg durch die Felder zu beginnen. Auch für Cacher, die mit dem öffentlichen Bus anreisen, ist hier der Start. Ab T2 geht es auf dem erwähnten, rot markierten Wanderweg weiter. Mit T4 verlässt man den markierten Steig und befindet sich auf dem oben beschriebenen Entweg. Von T9 aus geht es direkt hinauf, an den Mauerresten vorbei, zum Cache.
Es ist zu empfehlen den bei den Fotos befindlichen Plan der Ruine mitzunehmen, da man sonst nur wenig aus den noch sichtbaren Mauerresten ersehen kann.
Die eingezeichnete Brücke war bei N47 39,999 E16 02,763 situiert.

Da die Gegend eine hohe Waidmannsdichte aufweist, bitte ich nur tagsüber auf Cachejagd zu gehen, aber auch die kleine, unweit entfernte Teichanlage nicht zu betreten.

English shortcut:
The castle Grabensee /Greymsee, was first mentioned in 1387. There exists a document of selling the possession 10th of June 1334. The castle had been destroyed in 1487 by hungarian troops. In 1961 the NÖ Landesmuseum did archeological excavations.
There exists a myth of a shoemaker working on Sundays because he was greed for money. Thus all the building sunk only the top of the tower could be seen. On Sundays during time of service sheppards saw on its remains a little man mending shoes loosing his green cap and calling: „give me my cap – I offer you money!“ Travellers passing the ruins at midnight heard nocking and where very frightened.

Influx: To avoid attracting attention I like to recommend a comfortable path using mostly a touristic hiking trail. Start in the centre of Gramatl close to the church near the public bus stop (T1). Use the farm track to T2. Then you are led by the red marked hiking trail till T4. Roaming an ancient road (that had been secured by the castle) you follow to T6. From T9 you hike strait up to the cache.
As this area is a strictly protected hunting area, please don´t run your search during twilight and avoid crossing the nearby fishfarm

Additional Hints (Decrypt)

Hagre qrz Fgrva orvz Onhzfghzcs

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)



 

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