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Die Basaltsäulen auf der Hohen ACHT

A cache by kohalas Send Message to Owner Message this owner
Hidden : 12/10/2011
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
2 out of 5

Size: Size: other (other)

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Geocache Description:

(Hinweis für Rollstuhlfahrer: Der Cache ist (meiner Meinung nach) rollitauglich, jedoch sind einige Höhenmeter (etwa 90m) über größtenteils asphaltierte Wege zu absolvieren, daher die Terrainwertung.

Ausblick von der Hohen Acht in südwestlicher Richtung zur Nürburg

Die "Hohe Acht" in der Eifel


Die Eifel ist ein grenzüberschreitendes Mittelgebirge, welches sich in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen auf der deutschen Seite, in den belgischen Ostkantonen Eupen bis Sankt Vith sowie im Großherzogtum Luxemburg befindet.
Die höchste Erhebung der Eifel bildet die hier zu besuchende "Hohe Acht" mit 747 m über NN, welche ursprünglich ein tertiärer Vulkan ist. Der Kegel besteht aus Gesteinen der Unter-Devon-Zeit (vor etwa 416 bis 397,5 Millionen Jahren), wohingegen die Kuppe aus Basalt in Form von Blockhalden besteht.
Die Eifel gehört zu den Teilen des Rheinischen Schiefergebirges, deren wellige Hochfläche als sogenanntes Rumpfhochland bezeichnet werden, welches sich aus dem durch Erosion abgetragenen Urgebirge der variszischen Gebirgsbildungsphase und späterer erneuter Hebung entwickelte. Die meisten dieser Erhebungen erreichen keine großen Höhen gegenüber ihrer Umgebung. Einige jedoch, wie etwa der „Schwarze Mann“ in der Schnee-Eifel, sind allseits schon von weitem als lang gezogene, bewaldete Höhenrücken oder sich deutlich absetzende Hügelspitzen zu erkennen. Neben der "Hohen Acht" existieren keine weiteren Eifel-Erhebung über 700 m. Allerdings erreichen viele Gipfel, Bergrücken und größere Gebiete wie der Zitterwald Höhen über 600 m über NN.
Im Ostteil bildeten sich in der Hohen Eifel und der Vulkaneifel aus tertiärem und quartären Vulkanismus einzelne Schlackenvulkane und Basaltkuppen wie die Hohe Acht und der Ernstberg.
Dieser Earthcache befindet sich im Bereich der sogenannten Hocheifel.

Geologie


Die Eifel ist ein in großen Teilen 400 Mio. Jahre alter, variszischer Gebirgsrest und geologisch ein Teil des linksrheinischen Schiefergebirges. Im Bereich des Stavelot-Venn-Sattels (Hohes Venn) finden sich die ältesten Gesteinsschichten, die aus dem Kambrium und Ordovizium stammen. Sie sind rund 550 Mio. Jahre alt. Die Eifel ist ein immer noch vulkanisch aktives Gebiet, wovon zahlreiche Kohlensäureaustritte, z. B. im Laacher See, zeugen.
Die letzten Ausbrüche, bei denen die jüngsten Maare entstanden, liegen rund 11.000 Jahre zurück.
Eifelschiefer
Das Grundgebirge besteht in der Eifel wie in den anderen Landschaften des Rheinischen Schiefergebirges überwiegend aus Schiefer, Kalkstein, Quarzit und Sandsteinen aus der Zeit des Devon. Gesteine des auf das Devon folgenden Karbons kommen in der Eifel selbst nicht vor, sind jedoch an ihrem Nordrand in der Gegend von Aachen vorhanden. Die devonischen Gesteine wurden in einem Meeresbecken abgelagert, in das der Abtragungsschutt des bis spätestens Anfang des Devons entstandenen großen Nordkontinents Laurasia von Norden her eingeschwemmt wurde. Am Ende des Devons und im Karbon wurde das Meeresbecken von der variszischen Faltung ergriffen, zusammengeschoben und über den Meeresspiegel gehoben, so dass ein Gebirge entstand. Seit der Faltung ist die Eifel im Wesentlichen Festland geblieben und unterlag in der Zeit des Perm der Abtragung, bis nur noch ein weitgehend flacher Gebirgsrumpf erhalten war. Nur für kurze Zeit und nur teilweise wurde dieser später noch vom Meer überflutet. Ablagerungen aus der Zeit der Trias und des Jura sind in der so genannten Eifeler Nord-Süd-Zone erhalten. Diese ist eine Senkungszone, die sich von der Trierer Bucht im Süden zur Niederrheinischen Bucht im Norden erstreckt. Durch diese Zone bestand zeitweise eine Meeresverbindung zwischen nördlichem und südlichem Mitteleuropa. Reste der zu dieser Zeit abgelagerten Sedimente sind in größerer Verbreitung im Maubach-Mechernicher Triasdreieck im Norden und im Oberbettinger Triasgraben in der Gegend um Hillesheim und Oberbettingen erhalten geblieben.
In der Oberen Kreide und im Tertiär wurde die Eifel vor allem von Norden randlich überflutet. Reste kreidezeitlicher Gesteine wurden auf dem Hohen Venn entdeckt. Überreste tertiärer Ablagerungen aus dem Oligozän sind dort und als verstreute Flecken bis in die Westeifel zu finden. Seit dem Pliozän begannen die Eifel und das Rheinische Schiefergebirge im Vergleich zu ihrer Umgebung aufzusteigen. Dieser Aufstieg führte dazu, dass sich die Bäche und Flüsse in die flachwellige Landschaft einschnitten und das heutige Gesicht des Mittelgebirges mit flachen Hochebenen und tief eingeschnittenen Tälern herausbildeten.
Vulkanismus der Hocheifel
Die ersten Vulkanausbrüche mit dem Schwerpunkt in der Hocheifel fanden bereits im frühen Tertiär statt, also noch vor den vulkanischen Tätigkeiten im Siebengebirge und Westerwald. Der Hocheifelvulkanismus erlosch etwa zeitgleich mit dem des Siebengebirges vor ungefähr 15 bis 20 Millionen Jahren.
Außerhalb dieses vulkanischen Zentrums sind vor allem in der Osteifel weitere verstreute Vorkommen von tertiären Vulkanen bekannt, vor allem im Gebiet des Laacher Sees und der Ahr. In Annäherung an das vulkanische Gebiet des Siebengebirges nimmt die Häufigkeit der Vorkommen wieder stark zu. Eine systematische Verteilung der insgesamt etwa 350 Vorkommen lässt sich nicht erkennen, die Erdkruste wurde von den aufsteigen Magmen regelrecht schrotschussartig "durchsiebt". Systematisch ist im Gegensatz dazu die Verteilung der verschiedenen Gesteinsarten, die sich durch ihren Anteil an Quarz unterscheiden, sie ist ringförmig, mit den quarzreichsten Gesteinen im Zentrum. Diese Verteilung spricht für die Herkunft aus einer großen Magmakammer. Weitere bekannte tertiärer Vulkane sind der Arensberg bei Hillesheim oder der Dächelsberg bei Oberbachem.

Basalt

Basaltblöcke auf dem Gipfel der Hohen Acht


Basalt ist ein vulkanisches, meist dunkles (Erguss-)Gestein, welches im wesentlichen aus dem Eisen-Magnesium-Silikatmineral Olivin, Pyroxen (Silikatminerale) sowie calciumreichen Feldspat (Plagioklas) besteht. Die Erscheinungsformen dieser erkalteter basaltischer Lava ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Eruptierte Lava kühlt recht schnell zu einem zusammenhängenden Gesteinsgefüge aus, bspw. als horizontal ausgeflossener massiger Lavastrom (siehe auch hier). Findet die Abkühlung jedoch verzögert statt (z.B. in einem Schlot), können durch das Zusammenziehen beim Erkalten mehreckige meterlange Basaltsäulen entstehen, die sich senkrecht zur Abkühlungsfläche bilden. Dabei bilden sich bevorzugt sechseckige Säulen, wie man eben auch an dieser Stelle sehen kann.
Generell kann sogar innerhalb eines Gebietes die Qualität einer einzelnen Gesteinsart stark unterschiedlich sein. Vergleicht man die Eigenschaften von zu Säulenbasalt erstarrter Lava mit mit Basaltlava (blasenreiche Basaltschichten), so kann man folgendes feststellen: Säulenartig erstarrte Basalte haben ein feinkörniges bis dichtes Gesteinsgefüge, die Rohdichten sind hoch, die Porosität (0,2-0,9%) und Wasseraufnahmefähigkeit (0,1-0,3 Gew-%) ist gering. Basalte, die ausgeprägte Lavaschichten ausbilden, sind dagegen poröser (20-25%), die Wasseraufnahmefähigkeit (4-10 Gew.%) ist deutlich höher und die Rohdichte ist geringer. Weiterhin unterscheiden sich auch mechanische Kennwerte wie bspw. die Druckfestigkeit, die Biegefestigkeit und die Abnutzung beim Schleifen.
Gefördert wurden besonders in einem Nord-Süd gestreckten, etwa 30 km langen Bereich zwischen den Orten Ulmen und Adenau fast ausschließlich Basalte, untergeordnet auch durch magmatische Differentiation aus dem Basalt hervorgegangene Andesite, Latite und Trachyte. Größere Lavaströme und Decken vulkanischer Asche wie in den jüngeren Vulkangebieten von Ost- und Westeifel fehlen hier.


Basaltlavasäulen; Danke an Thoto, dass ich sein Foto nutzen darf!

Logbedingungen:

Um diesen Cache zu loggen hätte ich gerne folgende Fragen per Email beantwortet:
  • Rechts neben der Hinweistafel an den o.g. Koordinaten ("Naturschutzgebiet Hohe Acht") liegt ein Basaltstein. Messt mit einem Maßband dessen Länge, Breite und Höhe!
  • Wie schwer ist der soeben gemessene Stein wohl? Recherchiert hierzu die Dichte von Basalt im Internet und teilt mir diese sowie das berechnete Gewicht mit.
  • Beschreibt mir bitte die Form der Säule (z.B. Farbe, Rauigkeit, Bewuchs, Kantenverlauf etc.).
  • Blickt auf die Tafel. Dort ist links eine Karte dargestellt. Welche Bereiche habt Ihr von den Parkplatzkoordinaten bis zum Schild durchlaufen? Nennt mir drei (Gesteins-)Zonen mit deren erdgeschichtlicher Entstehungszeit! (Tipp: vom Gipfel in nördlicher Richtung bis zur Straße; bspw: Kieselsteine aus der Devon)
  • Vor dem Turm markiert eine Basaltsäule den höchsten Punkt der Eifel. Messt mit Eurem GPS, wie hoch die Eifel eigentlich ist (Höhe über dem Meeresspiegel). Alternativ könnt Ihr mir die Höhe des Turms über NN mitteilen.
  • Freuen würde ich mich über Landschafts- oder Teamfotos vom Turm aus in die (nähere oder weite) Umgebung (im Log)!
Schicke mir die Antworten zu! Loggen darfst Du sofort nach Absendung der Antworten. Sollte etwas falsch sein, dann melde ich mich.
Logs, die Antworten bzw. Hinweise enthalten, werden gelöscht.
VIEL SPAß WÜNSCHT EUCH kohalas

Quellen:

wikipedia.de

diverse bereits besuchte Earthcaches: Geology in the Klettenbergpark, Im Eifelgarten (daher stammt auch eines der Fotos; Danke Thoto!), GeoPfad W'Tal: Devonischer Boden, Lotta - am Laacher See (Unterdevonfelsen), Die alte Bimsgrube am Laacher See, Laacher See: Schlackenkegel, Laacher See: Basaltlavastrom und weitere...

Fachbericht Naturstein, hg von Hessische Landesamt für Umwelt und Geologie

Infotafel an den o.g. Koordinaten

und natürlich eigenes Wissen

Der Cache befindet sich im Naturschutzgebiet "Hohe Acht".
Bitte verlasst die Wege nicht und verhaltet euch den Regeln für Naturschutzgebiete entsprechend.
Vielen Dank!

Hier auf der Spitze sind auch ein paar waymarks...

Additional Hints (No hints available.)



 

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