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Kaolingruben

A cache by Team sissifalke Send Message to Owner Message this owner
Hidden : 07/14/2009
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:


Kaolingruben bei Hirschau-Schnaittenbach

Riesige Tagebaue, überragt von einem kegelförmigen, weißen Berg, prägen das Gebiet bei Hirschau und Schnaittenbach. Sie sind Zeugen eines seit fast 180 Jahren umgehenden Kaolin-Bergbaues. Dieses unter anderem für die Porzellanherstellung wichtige Rohmaterial entstand durch die chemische Umwandlung von feldspatreichen Sandsteinen.




Die Zeit des Buntsandsteins

Die geologische Entstehung des Hirschau-Schnaittenbacher Vorkommens ist gar nicht so einfach. Zweifelsfrei gehört diese Lagerstätte dem Mittleren Buntsandstein (Trias, ca. 220 Mio Jahre alt) an. Man vermutet, dass große Flüsse, von Osten her kommend im Deltabereich hier feines Sediment (Arkosen) abgelagert haben. Das kristalline Grundgebirge mit seinen Gneisen und Graniten ist als stoffliche Quelle anzusehen. Am Beckenrand enthielten die Ablagerungen dagegen noch sehr viele, allerdings weniger robuste Feldspatminerale – das Ausgangsmaterial für Kaolin.

Wie entstand der Kaolin

Die Kaolin-Lagerstätte befindet sich im feldspatreichen Mittleren Buntsandstein, der hier eine Mächtigkeit von maximal 75 Metern erreicht und in einem sechs Kilometer langen, aber nur ein Kilometer breiten Streifen südlich von Hirschau und Schnaittenbach an der Oberfläche aufgeschlossen ist. Die Umwandlung der Feldspäte in das Tonmineral Kaolinit, die so genannte Kaolinisierung, begann wahrscheinlich bereits zur Zeit der Ablagerung. Diese chemische Verwitterung in saurem Milieu, die auch die Bleichung des ursprünglich roten Gesteins verursachte, betraf den Sandstein in unterschiedlichem Maße. So fand man die höchsten Kaolingehalte im Zentralbereich der Lagerstätte, im Bereich der so genannten Scharhofstörung, die den westlichen Lagerstättenteil gegenüber dem östlichen um circa 300 Meter nach Süden versetzte.

Kaolin – gefragter Rohstoff

Bereits im 6. Jahrhundert war Kaolin in China ein begehrter Rohstoff zur Herstellung von hochwertigem Porzellan. Auch in der Oberpfalz kennzeichnet eine Verwendung zur Porzellanherstellung den Beginn der Kaolingewinnung. Heute wird das Material vorwiegend in der Papier- und Keramikindustrie verwendet.

Bergbau im Tal der weißen Erde

Im Jahre 1833 begann die Kaolingewinnung bei Schnaittenbach zunächst als Untertagebau. Ausgehend von bis zu 10 Meter tiefen Schächten, so genannten Kellern, wurden diese, soweit es die Standfestigkeit des Gebirges erlaubte, erweitert. Die Roherde förderte man mit Kübeln und Seilwinden. Erst im Jahr 1883 stellte man den Abbau auf Tagebaubetrieb um. Ihre heutige Ausdehnung erhielten die Gruben, in denen noch zwei der ursprünglich drei Betriebe tätig sind, erst mit der Einführung moderner Technik und Transportsysteme nach dem 2. Weltkrieg. Im genannten Vorkommen liegen neben Kaolinit auch noch viel Quarz und weniger Feldspat vor. Durch Auswaschen wird Kaolinit vom Quarz getrennt, und dann, weil in dieser großen Menge wie er hier anfällt nicht abzusetzen, der Quarz auf Halde gekippt. Dieses Verfahren, seit 1935 mehr oder weniger konstant angewendet, entstand der berühmte Monte Kaolino. "Bergbau" kann man hier so wörtlich nehmen, wie sonst kaum wo auf der Welt. Die Abraumhalde des Kaolinbergbaus bei Hirschau hat sich zu einem 110 Meter hohen, aus reinem weißem Quarzsand bestehenden künstlichen Berg angehäuft. Man geht von etwa 30 Millionen Tonnen Quarz aus. Der Berg mit ca. 45° Hangneigung ist inzwischen ein touristischer Anziehungspunkt für Sand-Snowboard, Sand-Ski usw. geworden.

Am 12. Mai 2006 wurde das Altmühltal als Nationaler Geotop ausgezeichnet und erhielt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung das Recht, das Logo "planet erde - Welt der Geowissenschaften" zu führen.



Bitte beantwortet folgende Fragen:

1. Was versteht man unter Kaolinisierung?

2. Welche Farbe haben die Ablagerungen vertikal am Beckenrand der Kaolingrube?

3. Nenne weitere 2 Verwendungsmöglichkeiten für den Rohstoff Kaolin?

4. Fotos – als Ergänzung zu den Aufgaben sind wieder erlaubt und von uns als Logbedingung gefordert. Bitte ladet ein Foto mit euren CACHERNAMEN auf einen Zettel oder gern auch von euch im Hintergrund die Kaolingrube in eurem Onlinelog mit hoch.

Die korrekten Antworten mit eurem Foto von vor Ort gelten dann als Logberechtigung!


Schickt eine Mail mit euren Antworten an sissifalke@arcor.de
Nach dem Absenden der Antworten könnt ihr gleich loggen, falls etwas nicht in Ordnung ist, melden wir uns.
Ihr braucht nichtunsere Logfreigabe abwarten!

Wir wünschen euch ganz viel Spaß bei dieser geologischen Entdeckungsreise!

Hat euch euere Reise gefallen, freuen wir uns natürlich über einen Favoritenpunkt.


Team sissifalke


ACHTUNG ACHTUNG ACHTUNG

Leider müssen wir diesen Zusatz anwenden.
Logs ohne Erfüllen der Logbedingungen:

Persönliches Foto von vor Ort
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werden ohne weitere Vorankündigung gelöscht-                                              
Ich habe nicht die Zeit bei jedem 2. Log den Logbedingungen hinterher zu schreiben.

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