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Malmschichten am Arzberg

A cache by Team sissifalke Send Message to Owner Message this owner
Hidden : 07/23/2009
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
3 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:


Malmschichten am Arzberg

Mit seinen eindrucksvollen, 70 m hohen Abbauwänden dokumentiert der ehemalige Steinbruch bei Kottingwörth einen Ablagerungszeitraum von etwa 5 Millionen Jahren. Es türmen sich hunderte Schichten von Malm-Kalkstein übereinander, die einen detaillierten Blick in die Entwicklung der Lebewelt im Meer des oberen Jura ermöglichen.



Die Zeit des Malms

Zur Zeit des Malms im oberen Jura vor etwa 150 Millionen Jahren war der süddeutsche Raum von einem flachen subtropischen Schelfmeer bedeckt. Daran schloss sich im Süden ein Vorläufer des heutigen Mittelmeeres an, im Norden lagen Inseln und größere Landmassen. Kalte, kalkreiche Tiefenwässer strömten aus dem Süden in das flache Schelfmeer. Bei ihrer Erwärmung wurde durch Bakterien, kugelige Blaugrünalgen und andere Lebewesen Kalk ausgefällt und abgesetzt. Zur gleichen Zeit schwemmten Flüsse toniges Material aus dem nördlichen Festland in das Schelfmeer. Je nach Vorherrschen der einen oder anderen Sedimentationsart entstand so im unteren und mittleren Malm eine charakteristische Wechselfolge von Kalk- und Mergelsteinen. Schichtenabfolge der Felswand (Kalkbänke) und Fundhöhen verschiedener Fossilien in den Schichten.

Die Gesteinsfolge am Arzberg

Im Steinbruch türmen sich hunderte von Kalkschichten über einander, die durch Fugen oder dünne Mergellagen von einander getrennt sind. Nur zwei graue Mergelhorizonte, der Platynota- und der Crussoliensis-Mergel, erreichen größere Mächtigkeit. Vor allem in den Mergellagen fand man Ammoniten und Belemniten in reicher Formenvielfalt. Der wechselnde Fossilinhalt in den Schichten dieser Abfolge belegt die Weiterentwicklung der Lebewelt im Jurameer im Verlauf mehrerer Millionen Jahre. Am Arzberg wurde ein sogenanntes Leitprofil erstellt. Dabei hat man jede einzelne Kalksteinlage mit Eigenschaften, Fossilinhalt und Dicke wissenschaftlich dokumentiert. Mit dieser Information ist es möglich, Gesteinsabfolgen ähnlicher Ausbildung in anderen, weiter entfernten Aufschlüssen sicher zu identifizieren. Aufgrund des eindrucksvollen Aufschlusses und seiner guten Dokumentation wird die im oberen Teil des Steinbruchs sichtbare Schichtfolge mit den beiden Mergelhorizonten auch als Arzberg-Formation bezeichnet.

 

Der Arzberg - Europas größter Durchbruchsberg

Große Flussverlagerungen in der jüngsten Erdgeschichte haben dazu geführt, dass der Arzberg rundum von tiefen Tälern umgeben ist, die ihn von der Albhochfläche abtrennen. Im Süden vor etwa 70.000 Jahren von der und Osten liegt das Altmühltal, das bis Urdonau durchflossen wurde. Im Norden liegt das Ottmaringer Trockental, in dem heute der Main-Donau-Kanal verläuft. Die Sulz, die dieses Tal geschaffen hatte, durchbrach während der letzten Eiszeit am Westrand des Arzbergs den Felsriegel zwischen Ottmaringer- und Altmühltal und schuf so den größten Durchbruchsberg Europas.



Am 12. Mai 2006 wurde das Altmühltal als Nationaler Geotop ausgezeichnet und erhielt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung das Recht, das Logo "planet erde - Welt der Geowissenschaften" zu führen.



Hinweis:

Parken kann man an dem ausgewiesenen Parkplatz bei N 49°01.029 E011°32.483

Folgt nun den Hinweisschildern bis zum Inneren des Steinbruches N 49°01.162 E 011°32.333

und weiter zur Info-Tafel N 49° 01.162 E 011° 32.378.

 Bitte bleibt auf den Wegen. Teile des Arzbergs sind Naturschutzgebiet und Lebensraum gefährdeter Arten. Sohle und Böschungen des Steinbruchs dürfen wegen Steinschlag- und Absturzgefahr nicht betreten werden.

Bitte beantwortet folgende Fragen:

1. Wie heißt die Fachrichtung die sich mit den unterschiedlichen Kalksteintypen befasst.

2. Wozu findet Kalkstein heute noch seine Verwendung?

3. An der Infotafel ist die Rede von Fossilresten, wie ist der wissenschaftliche Name?

4. Fotos – als Ergänzung zu den Aufgaben sind wieder erlaubt und von uns als Logbedingung gewünscht. Bitte ladet ein Foto mit euren CACHERNAMEN auf einen Zettel oder gern auch von euch und im Hintergrund die Abbauwand in eurem Onlinelog hoch.

Die korrekten Antworten gelten dann als Logberechtigung!
Schickt eine Mail mit euren Antworten an sissifalke@arcor.de
Nach dem Absenden der Antworten könnt ihr gleich loggen, falls etwas nicht in Ordnung ist, melden wir uns.
Ihr braucht nichtunsere Logfreigabe abwarten!

Wir wünschen euch ganz viel Spaß bei dieser geologischen Entdeckungsreise!

Hat euch eure Reise gefallen, freuen wir uns natürlich über einen Favoritenpunkt.

Team sissifalke


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