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Pähler Schlucht / Gulch of Pähl

A cache by Asgarin Send Message to Owner Message this owner
Hidden : 08/19/2009
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
4 out of 5

Size: Size:   not chosen (not chosen)

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Geocache Description:


 

Die Pähler Schlucht

  

Bild : Bay. Staatsministerium für Umwelt

 

 

English description below

 
Allgemeines:

Die Pähler Schlucht, zwischen Bundesstraße 2 und Hochschloss Pähl gelegen, genießt sowohl als Naturschutzgebiet wie auch als wertvolles Geotop einen besonderen Schutz. Das 16,36 ha große Gebiet um den Burgleitenbach lässt sich auf knapp 1km Länge begehen und führt am ostwärtigen Ende zu einem bemerkenswerten Wasserfall.
Geschichte:
Die unteren, festen Gesteinsschichten, die man im Westteil sieht, stammen aus dem Tertiär, einer Epoche der Erdneuzeit vor 65 bis 2,6 Mio. Jahren - also an die Kreide anschließend. Damals war es deutlich wärmer als heute und nachdem zum Ende der Kreidezeit die großen Saurier ausgestorben waren, entwickelte sich eine artenreiche Tier- und Pflanzenwelt.
Die Schichten aus dem Tertiär bestehen vor allem aus Molassesedimenten; dies sind verfestigte Ablagerungen eines großen Meeres, das es hier früher gab.
Über den Schichten des Tertiärs sind vor allem große Aufschlüsse von Deckenschotter- Konglomeraten zu sehen. Konglomerate sind Schmelzwasserschotterfelder an den Moränen der Kaltzeitgletscher, deren Bestandteile unter hohem Druck und mit einem Bindemittel - hier vorwiegend Kalkstein (Calcit) - verfestigt sind.
Deren Entstehungszeit ist das Quartär, also die Zeit der letzten 2,6 Mio. Jahre der Erdneuzeit. In dieser Zeit veränderte sich das Klima sehr stark und es wechselten sich Kalt- und Warmzeiten ab. In den Kaltzeiten breiteten sich von den Alpen große Gletscher nach Norden hin aus. Die letzten beiden Kaltzeiten waren die Riß-Kaltzeit, die Gletscher bis nördlich unserer beiden heutigen großen Seen entstehen ließ und die Würm-Kaltzeit, deren Gletscher bis an die Nordränder der heutigen Seen reichten.

 

Bild : Bay. Staatsministerium für Umwelt

 

Was sind eigentlich eiszeitliche Schotter?

Eiszeitliche Schotter bestehen aus Gesteinsschutt, der ursprünglich vom Gletscher mitgeführt, durch das austretende Schmelzwasser aufgenommen und weitergespült, gewaschen und wieder abgelagert wurde.


Die oberen Gesteinsschichten in der Schlucht sind sog. Niederterrassenschotter, d.h. Gesteinsmaterial der jüngsten Gletschervorstöße. Bei uns somit aus der Würm-Kaltzeit die von ca. 115.000 Jahren begann und bis vor ca. 10.000 Jahren andauerte.

 
Wichtigkeit:

Das Gebiet der Pähler Schlucht ist aus verschiedenen Gründen wichtig und schützenswert:

1. Ein wichtiges Geotop, in dem die verschiedenen Gesteins- bzw. Entwicklungsschichten der Erdgeschichte erkennbar sind. Demzufolge als Anschauungsobjekt z.B. für Schulklassen hervorragend geeignet um die geologischen Erdaufschlüsse zu betrachten.

2. Die natürliche Wirkung des Wassers soll erhalten und die rückschreitende Wirkung des Wassers des Burgleitenbaches (rückschreitende Erosion am Wasserfall) uneingeschränkt erhalten bleiben.

3. Als Naturschutzgebiet (seit 23.08.1983), in dem der artenreiche Schluchtwald, vor allem der Ahorn-Eschen-Wald und der Steilhang-Buchenwald gesichert und allgemein die "Schönheit und Eigenart des Gebietes" bewahrt werden sollen.

Hier einige Punkte, die in einem Naturschutzgebiet - so auch hier - gesetzlich verboten sind:

Grabungen vorzunehmen, Beschädigung von Ufergehölzen und Wasserpflanzen, Beschädigung oder Entnahme von Pflanzen oder Pflanzenbestandteilen, Störung von Lebensräumen (Biotope) von Pflanzen und Tieren, freilebenden Tieren nachzustellen (z.B. durch freilaufende Hunde), Sachen im Gelände zu lagern oder zu lärmen.

Weiterhin steht am unteren Zugang (in Pähl) ein klares Verbot, in der Schlucht zu radeln. Nicht nur, dass es gefährlich ist, so werden die Wege vor allem im hinteren Teil durch Radfahrer weitaus stärker geschädigt als durch eine vergleichbare Anzahl Fußgänger.

Die Fotos mit höherem Wasserstand sind im Frühsommer 2009 entstanden. Mit Kindern solltet Ihr keinesfalls direkt nach starken Regenfällen in die Schlucht, da die Wege dann noch schwieriger begehbar sind, als zur restlichen Zeit. Ansonsten lädt der Wasserfall aber zu schönen Familienfotos ein.

Auch im Winter ist die Schlucht mit den herrlichen Eisgebilden empfehlenswert - allerdings deutlich schwieriger begehbar.

Ganz nebenbei kommt man in der Schlucht noch am ehemaligen Wasserhaus des Hochschlosses Pähl vorbei. Das Wasserhaus wurde um 1880 errichtet. Im ersten Abschnitt des Weges in der Schlucht hat man einen hervorragenden Ausblick auf das Hochschloss, das selbst leider nicht besichtigt werden kann.

Auch an der Hirschbergalm, am Hügel mit dem großen Feldkreuz, gibt es einen hervorragenden Aussichtspunkt und wer noch keinen "TP" im Gelände gesehen hat, kann einen solchen dort oben betrachten.

 

 
 
Aufgabenstellung:

Hier die Fragen, die Ihr mir vor dem Eintrag beantworten müsst:

1. Wie hoch ist der Wasserfall am Ende der Schlucht?

2. Welche Kennung trägt das Naturschutzgebiet Pähler Schlucht im Umweltobjektkatalog Bayern?

3. Wie viele Schilder sind an dem weiß-blauen Pfosten bei N 47° 54.472 E 011° 11.050 angebracht und was steht auf dem unteren Schild.

Für den Eintrag benötigt Ihr weiterhin ein aktuelles Foto auf dem Ihr (in der Schlucht) zusammen mit dem Wasserfall zu sehen seid.

 



The gulch of Pähl

Universal:

The gulch of Pähl, between federal highway 2 and the high castle of Pähl, got special protection as a nature reserve as well as a valuable geotope. The 16.36 ha (40.43 acre) area around the brook (named Burgleitenbach) can be hiked at 1-km length and leads to a remarkable waterfall at its eastern end.

 
History:

The lower, firm rock layers which can be seen in the western part, originate from a period of the history of the Earth that followed the Cretaceous, named Tertiary, a period from 65 to 2.6 million years. At that time it was clearly warmer than today and after at the end of the Cretaceous the big saurians had become extinct, a very varied animal world and plant world developed.
The layers from the Tertiary exist above all of Molasse-sediments, which are hardened depositions of a big sea which had been here earlier.
Above the Tertiary layers are big areas of conglomerates. Conglomerates are rocks consisting of individual stones that have become cemented together by high pressure and with a binding agent - here mainly limestone (Calcit). This sedimentary rocks consist of rounded fragments and are characterized by clasts larger than sand (>2 mm).
Their time of origin is the Quaternary Period, so the time of the last 2.6 million years of the earth modern times. In this time the climate changed very strongly and cold periods and warm periods alternated. In the cold periods big glaciers spread out from the Alps to the north. The last both cold periods were the Riß-cold period and the Würm-cold period. During the Riß-cold period the glaciers still reached to the Northwest and North of today's Ammersee (Ammer lake) and North and Northeast of today's Starnberger See (Starnberger lake). During the Würm-cold period the glaciers ended just to the north of both lakes.

What are glacial brash?

Glacial brash exist of rock fragments which were carried along by the glaciers, taken up and washed by the melt water, transported and were deposited again.

The upper layers are lower-terrace-brash, i.e. rock material of the latest glacier thrusts. In our case it was the Würm-cold period, which began approx. 115000 years ago and ended approx. 10000 years ago.
 

Importance:

The area of the gulch of Pähl is important to protect for different reasons:

1. As the important geotop in which the different rock layers and developing layers of the history of the Earth are recognizable, it can be used to view for school classes very well suitably around the geologic earth explanations.

2. The natural effect of the water should be sustained and the back-walking effect of the water of the "Burgleitenbach" (back-walking erosion in the waterfall) without limitation be preserved.

3. As a nature reserve (since 23.08.1983) in which the very varied gulch woods, above all the maple ash tree woods and the scarp beech tree woods should be protected and in general the "beauty and characteristic of the area" has to be preserved.

Here are some topics which are forbidden in a nature reserve - thus also here:

To carry out excavations to adjust damage of bank woods and water plants, damage or withdrawal of plants or plant components, disturbance of living spaces (biotopes) of plants and animals, haunting free-living animals (e.g., by free running dogs), to store things in the area or to make loud noise.
Furthermore a clear ban can be seen at the lower access (in Pähl) against cycling in the gulch. Not only that it is dangerous, the ways are also damaged by cyclists by far stronger than by a comparable number of pedestrians.

The photos with high water level of the brook were taken in the early summer in 2009. After strong rainfall you better don't enter the gulch with children, because the ways are more difficulty then otherwise. Normally the waterfall invites to nice family photos.

In winter the gulch with the marvelous ice figures is also recommendable - indeed, clearly difficult passable.

On the trail into the gulch you will pass the former water house of the high castle of Pähl. The water house was established about 1880. In the first part of your way in the gulch you have excellent view of the high castle - unfortunately, it can't be visited.

Near the "Hirschbergalm", on the hill with the big field cross, there is an excellent vantage point.

 
Log Requirements:

Here are the questions which are to be answered:

1. How high is the waterfall at the end of the gulch?

2. Which call sign does the nature reserve Gulch of Pähl (Pähler Schlucht) in the environmental object catalogue for Bavaria have ("Umweltobjektkatalog Bayern")?

3. How many signs are on the white and blue post at N 47° 54.472 E 011° 11.050 and what is written on the lower sign?

Furthermore you will need a recent picture of yourself (inside the gulch) as well as of the waterfall.

Additional Hints (No hints available.)



Reviewer notes

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