EarthCache

Liechtenstein - Die Nahtstelle der Alpen

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Hidden : 10/28/2009
In Liechtenstein
Difficulty:
3 out of 5
Terrain:
1 out of 5

Size: Size: other (other)

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Geocache Description:

About the geological diversity of the Liechtenstein Alps
Zur geologischen Vielfalt der Liechtensteiner Alpen



At first: about this cache / Zu allererst: zum Cache

This cache tries to give you an approximate overview about the geological basics of the Liechtensteiner Alps. The whole Principality is mentioned, so it is not easy to give this cache an appropriate location. Substitutional the Tourist office of Vaduz was chosen, because all information required to solve the questions of this cache can be retrieved here – most easily these of the Stabsstelle für Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit.

In diesem Cache wird versucht einen groben Überblick über die geologischen Grundlagen der Alpen auf Liechtensteiner Gebiet zu vermitteln. Hierfür wird das gesamte Gebiet des Fürstentums angesprochen, und so gestaltet es sich sehr schwierig den Cache an einen bestimmten Ort zu platzieren. Stellvertretend wurde daher das Büro des Liechtenstein Tourismus gewählt, da hier alle für diesen Cache wesentlichen Informationen abgerufen werden können – am einfachsten natürlich die der Stabsstelle für Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit.

An addition to this cache I suggest excursions into the multifarious landscapes of the Principality of Liechtenstein to every interested visitor. There you may explore for example the Geology of this region in situ.

Unabhängig von diesem Cache empfehle ich jedem interessierten Besucher Liechtensteins Exkursionen in die vielfältigen Landschaften des Fürstentums um dort eigene Erkundungen z.B. zur Geologie des Landes vorzunehmen.

Questions / Fragen

  1. Which route should the river Rhine take in respect to the geological basics?
    Welchen Verlauf sollte der Rhein anhand der geologischen Basis eigentlich nehmen?

  2. What overlying strata cover the western hillsides of the Fläscher- and Schellenberg?
    Mit welcher quartären Deckschicht sind die Westhänge von Fläscher- und Schellenberg sowie der Schlosswald zwischen Vaduz und Meierhof bedeckt?

  3. Of which bedrock is the Ellhorn as a prominent extension of the Fläscherberg built and from which period does it originate?
    Aus welchem Gestein besteht das Ellhorn als markanter Ausläufer des Fläscherbergs und aus welcher Zeit stammt dieses?

Log validation / Logbedingung

  1. To claim this cache as found please write an email containing as subject the GC-code of this cache, a valid return address and as body text the answers to the questions to GeoMops@web.de. You need not to wait for a permission to log this earthcache. If something is wrong with your answers I will contact you.

    Um diesen Cache als Gefunden zu loggen schicke bitte eine Email mit dem GC-Code des Caches als Betreff, einer gültigen Antwort-Adresse und den Antworten auf die Fragen im Text an GeoMops@web.de. Eine Logerlaubnis braucht nicht abgewartet werden, der Earthcache kann direkt geloggt werden. Wenn mit den Antworten etwas nicht stimmt, werde ich mich melden.

  2. It would be nice if you attached a picture of you in the foreground and the Vaduz Castle in the background to your log.

    Es wäre schön, wenn Du ein Bild von Dir im Vordergrund vor / unter dem Schloss Vaduz an Dein Log anhängen würdest.




Sources / Quellen

  1. Stabsstelle für Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit - Postfach 684 - 9490 Vaduz. http://www.liechtenstein.li/

  2. Alpen-Info / Liechtenstein http://alpen-info.at/html/liechtenstein.html/

  3. C. Kuhn: Einführung in die geologischen Zonen Österreichs. http://www.8ung.at/geologie/geinfueh.htm

  4. Institut für Geographie der Universität Stuttgart: http://www.geographie.uni-stuttgart.de/links/

  5. Wikipedia: Alpidische Orogenese: http://de.wikipedia.org/wiki/Alpidische_Orogenese




And now: the facts / Und nun: die Fakten

Geological assembly of the Alps / Geologischer Aufbau der Alpen

The Alps are – in comparison to their surroundings – a relatively young range of fold mountains. They originate from the drift of the African against the Northern European tectonic plates since Upper Jurassic (Malm) 150 MBP, that persists until today. Strata of an ancient basin of the Tethys Ocean, that had been deposited here since Perm 250 MBP, were shifted. The southernly strata were shifted upon the northerly ones during this process.

Die Alpen sind ein – im Vergleich zum Umland – verhältnismäßig junges Faltengebirge. Ihre Entstehung verdanken sie der Drift der Afrikanischen Platte gegen Nord-Europa seit dem Oberjura vor etwa 150 Mio. Jahren, die bis heute anhält. Dabei wurden die Schichten eines ehemaligen Meeresbeckens der Tethys, die seit dem Perm vor 250 Mio. Jahren abgelagert wurden, über einander geschoben. Die südlicher gelegenen Schichten überlagern dabei die weiter nördlich gelegenen Schichten.


Abbildung 1: Schematic drawing of the assembly of the Alps / Schematische Skizze des Aufbaus der Alpen

In the eastern Alps the Austoalpine nappes have almost been shifted to the northern edge of the Alps and cover the other nappes there – therefor the name. In the region of todays Switzerland the Austroalpine nappes have been almost completely eroded. In northern Switzerland the Helvetic nappes are topmost and so made their name. In the southern Switzerland the Penninic nappes is topmost. In the eastern Alps these are displayed in the outcrops as windows (Hohe Tauern) because of tectonic processes. At the northern edge of the Alps between the Austoalpine and small islands of the Helvetic nappes a Flysch zone can be found. It was the trough of the Cretaceous subduction zone. Because of the excessive thrust fault several nappe stacks may be displayed in quite small regions. Therefor the Alps appear very versatile landscaped in geological respect.

Im Osten wurden die Schichten des Ostalpin bis fast an den Nordrand der Alpen geschoben und überdecken dort die anderen Schichten – daher der Name. Im Gebiet der heutigen Schweiz wurde das Ostalpin nahezu komplett weg erodiert. Dort tritt im Norden das Helvetikum zu Tage – welches dadurch seinen Namen erhalten hat. Im Süden steht das Penninikum an, das in den österreichischen Ostalpen lediglich in Form einiger geologischer Fenster (z.B. den Tauern) aufgrund tektonischer Prozesse zu sehen ist. Im Norden ist zwischen dem Ostalpin und den schmalen Inseln des Helvetikums eine Flyschzone ausgebildet, die den Trog der kreidezeitlichen Subduktionszone markiert. Durch die starke Überschiebung treten gebietsweise auf kleinstem Raum mehrere dieser Einheiten zu Tage, wodurch die Alpen geologisch und landschaftlich äußerst vielfältig erscheinen.


Abbildung 2: Schematic drawing of the allocation of the main nappe stacks in the Alps / Schematische Verteilung der Schichten im Alpenraum

Geology of Liechtenstein / Geologie Liechtensteins

Liechtenstein is located on the edge beween western and eastern Alps. This edge proceeds along the Alp Rhine in north-southern direction. The area of Liechtenstein covers notably multiple geological zones, that are introduced in the following.

Liechtenstein liegt auf der Grenze zwischen den Ost- und Westalpen. Sie verläuft etwa entlang des Alpenrheins in nord-südlicher Richtung. Das Gebiet Liechtensteins berührt dabei bemerkenswert viele geologische Zonen, die im Folgenden vorgestellt werden.


Abbildung 3: Schematic drawing of the main nappes in Liechtenstein / Skizze der geologischen Schichten Liechtensteins

Austroalpine / Ostalpin

The major part of the Liechtensteiner Alps belongs to the Austroalpine nappes. The innermost stratum is built of bunter and shell limestone. These are covered by slate and lime strata. The steep slopes in the south of the Malbuntal and the Hahnenspiel in the Saminatal are build of lime and dolomite of the Arlberg strata. Between Malbun and Sassfürkle pits build by caved in gypsum with gypsum crystals and 'Marienglas' inside them can be found. Because of the gypsum in the north of Erble a mineral source's water divides milk. The slate and sandstones contain multiple fossils like fern and horsetail. The Ochsenkopf, Zigerberg, Gallinakopf, Drei Schwestern, Kuhgrat and Alpspitz are bult of Dolomite rock. Nearby the Drei Schwestern hand sized plates of Hematite crystals can be found. From the Jurassic 200 MBP over the Cretaceous period to Eocene 40 MBP derived the strata of the Falknisdecke. The Falknis breccia series indicates the biocoenosis of an ancient coastline. There debris of corals, algae, Belemnitae, mussels, worms gear, echinites, snails, punks and water lilies can be found as fossils.

Der größte Teil des Liechtensteiner Alpengebietes gehört der Ostalpinen Fazies an. Dessen tiefster Teil wird aus Buntsandstein und Muschelkalk gebildet. Darüber liegen Schiefer- und Kalkschichten. Die steilen Wände im Süden des Malbuntals und des Hahnenspiels im Saminatal werden von Kalken und Dolomiten der Arlbergschichten aufgebaut. Zwischen Malbun und Sassfürkle befinden sich Trichter, die durch Gipseinbrüche entstanden sind. Darin können Gipskristalle und Marienglas gefunden werden. Der Gips ist nördlich vom Erble Ursache für eine Mineralquelle, deren Wasser die Milch scheidet. Die Schiefer- und Sandsteine enthalten zahlreiche Fossilien wie Farne und Schachtelhalme. Der Ochsenkopf, Zigerberg, Gallinakopf, Drei Schwestern, Kuhgrat und Alpspitz werden durch Hauptdolomit aufgebaut. Im Gebiet Drei Schwestern können Hämatitkristalle in handgrossen Platten gefunden werden. Aus der Zeit des Jura vor ca. 200 Mio. Jahren über die Kreidezeit bis ins Eozän vor ca. 40 Mio Jahren stammen die Schichten der Falknisdecke. Die Falknis-Breccien-Serie ist Zeugnis einer Lebensgemeinschaft an urzeitlicher Meeresküste. In den Trümmern des Riffkalks finden sich versteinerte Bruchstücke von Korallen, Algen, Belemniten, Muscheln, Wurmbauten, Seeigeln, Schnecken, Schwämmen und Seelilien.

Helvetic / Helvetikum

The Fläscher- and Schellenberg stick out the Rhine valley as an apophysis of the Helvetic nappes and build its natural border. Particulary at the Schellenberg this stratum contains a lot of fossils. Most important are the cretaceous Belemnites in the 'Schrattenkalk', fish teeth in the Luitere fossil stratum and Ammonites, mussels and snails in the Lochwald stratum.

Fläscher- und Schellenberg ragen als Ausläufer der helvetischen Decke aus dem Rheintal heraus und bilden dessen natürliche Grenze. Insbesondere am Schellenberg ist die helvetische Decke sehr fossilreich. Dort können kreidezeitliche Belemniten (Kopffüßer) im Schrattenkalk, Fischzähne in der Luitere-Fossilschicht und Ammoniten, Muscheln und Schnecken in der Lochwaldschicht gefunden werden.

Flysch zone / Flyschzone

Between the Schellenberg in the north and the Austroalpine the westmost apophysis of the Flysch zone covers Liechtenstein. The Flysch zone is classified into three units: the Vorarlberger Flysch between Maurerberg and Schaan, the Vaduzer Flysch between Wildschloss and Triesen and the Triesner Flysch in the south of Triesen. The Vorarlberger Flysch is exalted up to 1000m with fossil Fukoidae and Helminthoidae inside the Plankner series. Very rich is the microfauna of Couches-rouges, particulary with Globotruncanae from the Upper Cretaceous in the grey and red clay and lime strata. Between Triesenberg and Gapfahl-Obersäss a Sulzfluh stratum is located built of Couches-rouges, slate, Flysch, light grey lime, but granite, too.

Zwischen dem Schellenberg im Norden und dem Ostalpin verläuft der westlichste Ausläufer der Flyschzone auf Liechtensteiner Gebiet. Die Flyschzone wird hier in drei Einheiten unterteilt: den Vorarlberger Flysch vom Maurerberg bis Schaan, den Vaduzer Flysch vom Wildschloss bis Triesen und den Triesner Flysch südlich von Triesen. Der Vorarlberger Flysch ist bis zu 1000m mächtig. In ihm können fossile Fukoiden und Helminthoiden der Plankner-Serie gefunden werden. Ausserordentlich reichhaltig ist die Mikrofauna der Couches-rouges, insbesondere an Globotruncanen der Oberkreide im grauen und roten Mergel und Kalk. Zwischen Triesenberg und Gapfahl-Obersäss befindet sich eine Sulzfluhdecke. Außer den Couches-rouges, Schiefer und Flysch enthält sie hauptsächlich hellgraue Kalke, aber auch Granite.

Rhine valley / Rheintal

Granite, partially as erratic blocks, may be found together with gneiss and garnet containing 'Stahlstein' slate in the moraine of the quarterny Rhine glacier. The Rhine valley itself is somehow obscure: to date it is not discovered, if the Rhine valley is a geo-technical depression or a result of erosion processes; maybe it is caused by breakage splittings. The geological basics lead to another devolution of the Rhine, but ...

Granite, zum Teil als erratische Blöcke, können unter anderem mit Gneisen und granatführenden Stahlsteinschiefern in der Moräne des quartären Rheingletschers gefunden werden. Geologische Fragen wirft das Rheintal selbst auf. Es ist bis heute nicht eindeutig geklärt worden, ob das Rheintal eine geotechnische Depression oder ein Erosionserzeugnis darstellt. Vielleicht wurde es auch durch Bruchspalten gebildet. Aufgrund der geologischen Basis wäre ein anderer Verlauf als der heutige naheliegender …

All drawings have been composed by the owner using the mentioned sources. The photo has been taken during a visit at September 30, 2009.

Alle Skizzen sind anhand der genannten Quellen selbst erstellt. Das Foto wurde selbst während eines Besuchs am 30.09.2009 aufgenommen.

I hope you will enjoy this cache – it is the first earthcache in Liechtenstein - have fun!

Ich hoffe Dir gefällt der Cache – es ist der erste Earthcache in Liechtenstein – viel Spaß dabei!

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Last Updated: on 8/16/2017 5:02:01 PM Pacific Daylight Time (12:02 AM GMT)
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