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Anna und Caspar dürfen nicht heiraten!

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Hidden : 04/20/2010
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size: small (small)

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Geocache Description:

Kleiner Tradi an einem Naturdenkmal. Der eingezäunte Bereich muß und sollte auch nicht betreten werden. An windigen Tagen könnte es zu Windbruch kommen. Eine der drei Linden ist dem Sturm leider schon zum Opfer gefallen.

Anna und Caspar dürfen nicht heiraten!

An einem frühen Morgen im Jahre 1830 stand die junge Anna Maria Beppler sehr früh auf um sich die Haare waschen zu gehen.

Sie begab sich zum Zechbach, dort waren vor ca. 200 Jahren drei Linden um die Quelle gepflanzt worden und so bürgerte sich bei den Ortsansässigen der Name Lindbachquelle ein.

Als Annas Haare gewaschen und vom leichten Wind getrocknet waren, begann sie ihre Haare wieder zu flechten.

Sie erschrak, als sie hinter sich ein Geräusch vernahm.

Es war Caspar Spengler, er war ebenfalls sehr früh aufgestanden um unerlaubt für seine Ziege Futter zu schneiden.

Er lebte in ärmlichen Verhältnissen, und musste sich mit ungesetzlichen Handlungen über Wasser halten.

Er ließ seine Gänse auf fremden Weiden grasen, stibitzte Obst von den Nachbarn und holte Holz aus dem Wald, viele arme Leute taten das.

Auf Grund dieser Handlungen war er schon mehrfach aufgefallen und musste durch Gefängnis und Arbeit seine Strafe "abdienen".

Er wünschte Anna einen guten Morgen und versicherte ihr, dass er nur vorbei gekommen war, um etwas zu trinken.

Lindbachquelle

Anna war peinlich berührt von einem fremden so gesehen worden zu sein, rasch flocht sie ihre Haare zu Ende und packte ihre Sachen zusammen.

Er hielt sie auf und versicherte ihr noch einmal ihr nichts tun zu wollen, doch Anna wollte keinen Ärger bekommen und lief weiter.

Caspar hielt ein Stück mit stellte sich vor sie und ließ sie erst gehen als er ihren Namen erfuhr.

In der darauffolgenden Nacht träumte Anna von Caspar, irgendwie gefiel er ihr.

In der Hoffnung ihn wieder zu sehen besuchte Anna zwei Wochen lang jeden Tag die Lindbachquelle, dann sahen sie sich endlich wieder und küssten sich zum ersten Mal.

Nun trafen sie sich regelmäßig und im Juni als die Bäume in voller Blüte standen liebten sie sich zum ersten Mal.

Anna wurde schwanger.

Als sie ihrem Caspar davon erzählte, versicherte er ihr alles zu regeln damit sie heiraten könnten.

Doch das sollte schwierig werden.

Caspar stammte aus Großen Linden und Anna aus Lützellinden.

Lützellinden gehörte seit 1815 zum Kreis Wetzlar, also zu Preußen.

Großen Linden allerdings gehörte zu Gießen, also zu Hessen.

Caspar musste so einen Antrag bei der Obrigkeit stellen um Anna heiraten zu können.

Ein Gesetz von 1773 besagte, dass ein Bürger der in Lützellinden aufgenommen werden wollte ein Vermögen von 300 Floren (ca 180 Reichsthaler) in Liegenschaften vorzuweisen und ein Einzugsgeld von 11 Reichsthalern 28 Silbergroschen und 4 Pfennigen zu zahlen hatte.

Caspar war allerdings sehr arm.

Keine Ortschaft war willens Leute aufzunehmen, die keinen Besitz und kein Einkommen hatten und so der Gemeinde zur Last fallen würden.

Und der Gemeinderat fand drei Gründe gegen die Aufnahme von Caspar.

Er hatte ein schlechtes Führungszeugnis, war nicht imstande sich und eine Familie zu ernähren und hatte kein Unterkommen in Lützellinden.

Anna wurde für sich und ihr Kind ein Haus von der Gemeinde gestellt, es war das alte Backhaus.

Die Ortspolizei war angewiesen worden zu verhindern dass Caspar und Anna sich trafen.

Doch heimlich und versteckt trafen sie sich immer wieder an der Lindbachquelle.

Linden

So sollte Anna ihrem Caspar weitere 5 Kinder gebären.

Immer wieder beantragte Caspar die Aufnahme nach Lützellinden doch jedes mal wurde er abgewiesen.

Durch die Lebensweise die beide an den Tag  legten wurden sie von der Bevölkerung verachtet.

Die Jahre vergingen und als ein Sohn bereits verheiratet war und ein anderer zum Militär ging waren beide inzwischen 60 Jahre alt und arbeitsunfähig.

Im Jahre 1862 bot Großen Linden 110 Floren für die Aufnahme von Caspar in Lützellinden und Caspar bat erneut um Heiratserlaubnis.

Auch die Kinder, inzwischen erwachsen, baten die Behörden den "Makel" von ihnen zu nehmen.

Sie verpflichteten sich ihre Eltern zu unterstützen.

So beendeten die Behörden endlich den "sittlich-religiösen" Anstoß, und fast am Ende ihrer Tage angelangt durften Anna und Caspar endlich heiraten.

Das Hochzeitsgeschenk der Gemeinde war ein Bauplatz an der Rheinfelser Straße, dort bauten die beiden ein winziges Häuschen.

Das Geld, welches Großen Linden für die Aufnahme Spenglers gegeben hatte gab Lützellinden dazu.


Quelle: Heimat an Lahn und Dill, Band 2, Schnitzler Verlags- und Kinne Beteiligungs- GmbH Wetzlar

Additional Hints (Decrypt)

Va rvarz Onhzfghzcs

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)



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