EarthCache

Der Teufelsfelsen bei Mistelbach

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Hidden : 1/17/2010
In Bayern, Germany
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
1 out of 5

Size: Size: not chosen (not chosen)

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Geocache Description:



Der Teufelsfelsen bei Mistelbach

 

Der Teufelsfelsen befindet sich südlich von Mistelbach und ragt dort aus dem leicht geneigten Talhang heraus. Es handelt sich dabei um einen hellen Felsen von ca. 10 x 10 x 6m (das Bayerische Geologische Landesamt gibt 15 x 12 x 8m an).

 

 

 

Vor ca. 200 Millionen Jahren, zwischen den Perioden Trias und Jura, genauer in den Stufen des Oberen Keupers (Rhät) und dem Unteren Lias überflutete von Nordwesten her ein Meer das heutige Süddeutschland (geologisches Zeitalter: Mesozoikum). Auch Teile Oberfrankens lagen in diesem klimatisch warm-feuchten tropischen Küstenbereich des "Vindelizisch-Böhmischen Landes". Im Rhät entwickelte sich in der südlichen Umgebung von Bayreuth ein Fluss, der wechselnd feinkörnige und sandige Sedimente zu einem Meeresdelta (bzw. Schwemmfächer) ablagerte (siehe Abb. unten, links). Diese Sedimente wurden später zu Ton und Sandstein verfestigt. Geologisch gesehen sind die Gesteine des Rhät und Lias nicht leicht zu unterscheiden, daher benannte man diese wechselhafte Schichtfolge als Rhät-Lias-Übergangsschichten, kurz Rhätolias.

Im Unteren Lias (siehe unten, rechts) wurde anschließend das Flussdelta vollständig vom Meer überflutet. Die Bedingungen dieser Gegend galten damals als marin (= vom Meer beeinflusst).

Der Teufelsfelsen entstand also vor ungefähr 200 Millionen Jahren und konnte in diesem Zeitraum durch verschiedene geologische Prozesse, sowie durch Ablagerungen gebildet werden und durch Abtrag (= Erosion) in seiner heutigen Gestalt erhalten bleiben.

 

 

Rekonstruktion der gewaltigen Flussdeltas im Rhät und Unteren Lias (Quelle: Bayerisches Geologisches Landesamt (2003), Geotope in Oberfranken, S. 30, verändert)

 

Der Volksmund konnte sich früher die Entstehung dieses Felsens nur durch dämonische Kräfte erklären, so dass sich um ihn einige sagenumwobenen Mythen ranken. Die bekannteste unter ihnen berichtet davon, dass der Teufel aus dem Arzloch (siehe auch GC1830C „Der Teufel vom Arzloch“) einen gewaltigen Stein herausriss und nach einem Zwergenvölkchen warf. Der Fels landete an jener Stelle des heutigen Teufelsfelsen.

 

Nun zu diesem Earthcache:

Parken könnt ihr am besten bei: N49° 54.720 E011° 30.945;

von dort aus liegt der Zugang zum Earthcache bei: N49° 54.669 E011° 30.871 (linker Weg).

 

Die Infotafel findet ihr bei: N49° 54.499 E011° 30.791, an der ihr folgende Fragen beantworten sollt:

  1. Die Bezeichnung „Teufelsfelsen“ entstammt nur dem Volksmund, wie heißt dieser amtlich?

  2. Der Felsen besteht aus einem besonderen Sandstein des Rhätolias. Wie heißt dieser?

  3. Auf was werden die typischen Verwitterungsformen für diesen Sandstein zurückgeführt?

  4. Auf welcher Art von Weg steht ihr gerade (z.B. Autobahn, Bundesstraße, Feldweg, etc.)?

 

Bei N49° 54.490 E011° 30.788 habt ihr eine hervorragende Sicht auf den Teufelsfelsen, macht dort euer Bild von euch mit dem Fels im Hintergrund (mittlerweile leider nur noch freiwillig, ich appelliere allerdings an eure Earthcacher-Ehre)!

 

Zur Logfreigabe:

Ihr dürft diesen Cache sofort loggen, hängt aber euer gemachtes Bild mit an und schickt mir zeitgleich die Lösungen über meinen Account! Solltet ihr nichts mehr von mir hören, war alles korrekt. Wenn nicht, werdet ihr von mir hören!!.

Da es leider nun schon häufiger vorgekommen ist: Ohne die Beantwortung der Fragen keine Logerlaubnis. Ich werde zwar jeden Cacher ohne Beantwortung der Fragen noch einmal anschreiben, sollte darauf aber keine Antwort folgen, sehe ich mich nach den EC-Richtlinien gezwungen den Logeintrag zu löschen!

 

Bitte beachtet: Unter keinen Umständen die umliegenden Felder betreten!!!

 

Falls ihr nach dem Bewältigen eurer Aufgaben den Teufelsfelsen noch von der anderen Seite betrachten wollt, geht zurück zu N49° 54.599 E011° 30.806 und schlagt dort den rechten Weg ein!

 

Dieser Earthcache liegt im Geopark Bayern-Böhmen. Seit kurzem unterstützt dieser Geopark Earthcaches und wird in Zukunft auch eigene Earthcaches legen. Wer weitere Earthcaches im Geopark Bayern-Böhmen besuchen möchte, empfehle ich folgenden Link: http://www.geopark-bayern.de/Public/earthcaching/

 

Viel Spaß bei meinem ersten Earthcache wünscht euch cejn!

 

...achja, ich habe einige Earthcache-Geocoins zum discovern, wer die Voraussetzungen erfüllt, darf gerne bei mir nach der Trackingnummer fragen...

 

 

 

English Version:

 

Der Teufelsfelsen bei Mistelbach

 

The "Teufelsfelsen" is to the south of Mistelbach and stands out there from the slightly inclined valley slope. Besides, it concerns a bright rock of approx. 10 x 10 x 6 m (the Bavarian geologic regional authorities give 15 x 12 x 8 m).

 

 

Before approx. 200 million years, between the periods Trias and Jura, more exactly in the steps of the upper Keuper (Rhät) and the lower Lias a sea flooded from northwest today's South Germany (geologic age: Mesozoikum). Also parts upper Franconians lay in this climatic warm-humid tropical coastal area of the "Vindelizisch-Böhmischen Country". In the Rhät developed in the southern surroundings of Bayreuth a river which deposited alternately fine-grained and sandy sediments to a sea delta (or "Schwemmfächer") (see fig. below, on the left). These sediments were hardened later to clay and sandstone. Geologic seen the rocks of the Rhät and Lias are not easy to make a distinction, hence, one named this changeable layer result as Rhät Lias-transitional layers, briefly Rhätolias.

Afterwards in the lower Lias (see below, on the right) the river delta was flooded completely by the sea. At that time the conditions of this area were valid as marine (= from the sea influenced).

The "Teufelsfelsen" originated before about 200 million years and was able in this period by different geologic processes, as well as are formed by depositions and by clearing away (= erosion) in his today's figure are preserved.

 

Reconstruction of the immense river deltas in the Rhät and lower Lias (Quelle: Bayerisches Geologisches Landesamt (2003), Geotope in Oberfranken, S. 30, verändert)

 

The vernacular could explain to itself earlier the origin of this rock only by demoniacal forces, so that around him some myths entwine themselves. Best known among them reports about the fact that the devil from the Arzloch (see also GC1830C „Der Teufel aus dem Arzloch") tore out an immense stone and threw at a midget crowd. The rock landed at that place of the today's "Teufelsfelsen".

 

Now to this Earthcache:

You can park best of all with: N49 ° 54.720 E011 ° 30.945;

from there the access to the Earthcache is enclosed: N49 ° 54.669 E011 ° 30.871 (left way).

 

You find the info board with: N49 ° 54.499 E011 ° 30.791 in which should answer her following questions:

1. The name "Teufelsfelsen" is descended only from the vernacular, how is this called officially?

2. The rock exists of a special sandstone of the Rhätolias. How is this called?

3. On what are the typical decomposition forms led back for this sandstone?

4. In which kind of way are you responsible (e.g., highway, federal highway, country lane, etc.)?

 

With N49 ° 54.490 E011 ° 30.788 you have one excellent view on the "Teufelsfelsen", make there your picture with the rock in the background.

 

To the log release:

You are allowed to log this cache immediately, however, your made picture clings and sends me at the same time the solutions about my account! Should you hear nothing more from me, everything was correct. If not, you will hear from me!

 

Please, follows: Under no circumstances the surrounding fields enter!!!

 

If you want to look at the "Teufelsfelsen" still from the other side on mastering your duties, go back to N49 ° 54.599 E011 ° 30.806 and smashes there the right way!

 

A lot of fun with my first Earthcache wishes you cejn!

 

 

 

 

 

 

Quellen:

Bayerisches Geologisches Landesamt: Geotope in Oberfranken. München 2003²

Emmert, U.: Geologische Karte von Bayern 1:25000 - Erläuterungen zum Blatt Nr. 6035 Bayreuth. München 1977

Nützel, C.: Der Teufelsfelsen bei Mistelbach: Geologie, Kuriosität, Sage. In: HHB Nr. 83/2009

Pfaffenberger, H.: Unser Hummelgau II - Landschaft und Geschichte(n). Mistelgau 1993

Walter, E.: Rhätolias-Schluchten im Bayreuther und Kulmbacher Land. In: HzASdRO Nr. 333/2007

Geotopkataster Bayern: "Teufelsfelsen S von Mistelbach" Geotop-Nummer: 472R020

Infotafel der Gemeinde Mistelbach vor Ort

Additional Hints (No hints available.)



 

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