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EarthCache

Weg der Brüche

A cache by 3.hand Send Message to Owner Message this owner
Hidden : 2/23/2010
In Bayern, Germany
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
2.5 out of 5

Size: Size: not chosen (not chosen)

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Geocache Description:


W e g    d e r    B r ü c h e

-  G r a n i t g e w i n n u n g   a m   E p p r e c h t s t e i n  -


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Ihr bewegt Euch auf dem mineralogisch interessantesten Berg im ganzen Fichtelgebirge.


Vor 540 Millionen Jahren ist das Fichtelgebirge entstanden und war damals viel höher als heute vergleichsweise die Alpen. Hufeisenförmig haben es gewaltige Erdkräfte in die Landschaft gehoben, haben ihm zugesetzt, es mit Verschiebungen wie der "variskischen Faltung" traktiert und es schließlich durch Erosion teilweise wieder abgetragen. Der Granit übrigens, der heute den größten Anteil an den Gesteinen ausmacht, ist "nur" etwa 330 Millionen Jahre alt.
Epprechtstein-Granit (bis vor 1914 Herkules-Granit genannt) ist ein gelber bis blassgelber mittelkörniger Granit. Es handelt sich um einen Biotit-Muskovit-Granit, einem Zweiglimmer-Granit aus dem Oberkarbon. Epprechtstein-Granit ist gut verwitterungsbeständig, polierfähig und gegen chemische Aggressorien beständig und wurde u.a. am Reichstagsgebäude, der Staatsbibliothek und Nationalgalerie in Berlin und am Schloss Nymphenburg verbaut.

Die Granitgewinnung am Epprechtstein zu Bauzwecken reicht bis ins Mittelalter zurück. Das nötige Material lieferten früher die in großer Zahl zutage liegenden Findlinge und anstehenden Felspartien. Erst zu Beginn des 19. Jahrhunderts ging man dazu über, Steinbrüche anzulegen.
Mit dem Bau der Eisenbahn begann die eigentliche Entwicklung
der Granitindustrie des Fichtelgebirges. Die Bahn selbst hatte einen großen Bedarf an Werksteinen, gleichzeitig schuf sie aber auch die Voraussetzungen für den Transport der Steine über weite Entfernungen. Im Laufe der Zeit entstanden rund um den Epprechtstein 20 Granit-Steinbrüche, unter ihnen der weithin sichtbare, mächtige Schloßbrunnenbruch an der Ostseite des Berges.
Am 22. August 1724 erhielt erstmals ein Kirchenlamitzer Steinmetzmeister
einen markgräflichen Lehensbrief und das Bayerische Berggesetz von 1869 erlaubte nur den geplanten und genehmigten Steinbruchbetrieb.
1897 beschäftigten die fünf Kirchenlamitzer Steinmetzbetriebe rund 450 Arbeiter.
Jeder zweite arbeitsfähige männliche Einwohner von Kirchenlamitz verdiente seinen Lebensunterhalt im Steinbruch oder auf dem Werkplatz.Den Weg zum Arbeitsplatz mussten die Steinhauer zu Fuß zurücklegen. Das Mittagessen wurde ihnen von ihren Frauen und Kindern gebracht (den Suppentrogern) und im Kabinett (Aufenthaltsraum) eingenommen.


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Steinhauer der Firma Robert Lenk, 1906


Die Arbeit in den Steinbrüchen war schwer und gefährlich.
Unfälle, auch tödliche, beim Sprengen, beim Transport der Steine im Bruch und beim Verladen waren nicht selten. Gefürchtet war die Steinhauerkrankheit, wie die Silikose genannt wurde, die durch den Staub hervorgerufen wurde. Sie führte bei vielen Arbeitern zu frühem Tod.
Der Werkstoff Granit prägte auch den ihn bearbeitenden Menschen:
Rauh ist die Arbeit' und rauh sind wir, charakterisierten sich die Steinarbeiter selbst.
Wenn den Steinhauern auch derbe Charaktereigenschaften nachgesagt wurden,
so waren sie doch nicht selten auch zu Witz und Scherz aufgelegt.
Nach einer leichten Flaute erlebte die Granitindustrie in der Zeit von 1933-1939 eine erneute Hochkonjunktur. Nach dem 2. Weltkrieg hat sie dann endgültig - weil zu kostenintensiv und durch andere Baustoffe ersetzt - ihre große Bedeutung verloren.



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Die nicht mehr in Betrieb befindlichen Steinbrüche wurden inzwischen weitgehend von der Natur zurückerobert. Steine bieten Lebensraum für Moose, Flechten und Farne. Kleinsäuger, Flug- und Kriechtiere, wie Fledermäuse, Kreuzottern, Blindschleichen, Eidechsen, verschiedenste Nagetiere und Insekten, nutzen die Steinbrüche und Abraumhalden als Jagd- und Rückzugsgebiete.
Die Steinbrüche sind als Biotope kartiert und liegen in der Schutzzone des Naturparks Fichtelgebirge. Berühmt ist aber auch der Epprechtstein wegen seines Mineralienreichtums: Feldspat, Quarz und Glimmer sind heute zusammen mit anderen sehr seltenen Mineralien gesuchte Sammlerstücke aus dem Fichtelgebirge.


D e r    W e g


Am Ausgangspunkt sind in einem über 2 Meter hohen Granitstein
eine Übersichtsskizze und die wichtigsten Daten des Weges eingemeißelt.
Der von hier aus sanft ansteigende Weg führt Euch , vorbei an alten Mauern, großen Abraumhalden, zu sechs Steinbrüchen, einer Pulverkammer, einem Schutzunterstand und einer Verladerampe am Fuße des Epprechtsteins.Informationstafeln machen Euch an den einzelnen Stationen mit der Entstehung des Werkstoffes Granit, seiner Gewinnung, seiner Verarbeitung und seinem Transport vertraut.Auch über die am Epprechtstein vorkommenden Pflanzen und Tiere werdet ihr informiert. In eure Tour kann ein Besuch der Burgruine Epprechtstein (ab Luisentisch ca. 15 min.) mit einbezogen werden. Diese steht auf dem unbewaldeten Gipfel einer langgestreckten, schroff abfallenden Granitplatte. Es handelt sich um den ehemaligen turmartigen Hauptwohnbau, auf den eine Treppe zur Aussichtsplattform führt. Von dort hat man einen Rundblick über den Waldsteinzug, zum Großen Kornberg, nach Schwarzenbach an der Saale , bis nach Hof und südlich über das innere Fichtelgebirge zur Kösseine.Also nicht gezögert und die Sachen gepackt!

Sämtliche Informationen stammen vom Bayerischen Landesamt für Umwelt !!!

Für Euren Log braucht Ihr folgendes:

1. zwei Momentaufnahmen von Euch und Eurem Empfänger
an den als Waypoints angegebenen Koordinaten. (optional)
2. die Anzahl der Meißel; die Länge des Bergmolches;
die Anzahl der abgebildeten Graniterzeugnisse und die Anzahl der Kristallisationsformen.
3. Wann wurden die Granite durch Abtragung freigelegt ?
4. Worin konnten sich die drei Mineralien Feldspat, Quarz und Glimmer frei entwickeln ?


Schickt mir bitte die Summe der ermittelten Zahlen bei Frage 2 und
die Antworten auf die beiden anderen Fragen.


Es darf gleich geloggt werden - bei Problemen hört ihr ein „Hallo“ von mir... ;)


Ein herzliches Dankeschön schon mal vorab das ihr diesen Earthcache besucht habt. Ich hoffe Ihr hattet eine gute Zeit dort draußen und habt die tolle Runde in vollen Zügen genossen.


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Stonepitway



You are walking on the most mineralogical important Mountain of Upper Palatinate.
Before 540 million years the Fichtelgebirge has originated and at that time was much higher than today comparatively the Alps. Horseshoe-shaped immense earth forces have lifted it in the scenery, have pressed to him, have maltreated it with movements like the "variskischen folds" and have cleared away it, finally, by erosion partially again. The granite, by the way, which puts out today the biggest portion in the rocks is "only" about 330 million years old. Epprechtstein granite (till 1914 Herkules granite called) is more yellow to pale-yellow granite. It concerns a Biotit Muskovit granite, to a 2 gleam granite from the upper cirque voucher.
Epprechtstein granite is well resistant to decomposition, able of site foreman and is continual to chemical aggression and became among other things in the Reichstag building, the state library and obstructs national gallery in Berlin and in the castle Nymph's castle.
The granite production in the Epprechtstein for construction purposes goes back till the Middle Ages. The erratic blocks being evident in big number and upcoming rock parts delivered the necessary material earlier. Only at the beginning of the 19th century one went over to putting on stone quarries. The real development of the granite industry of the Fichtelgebirge began with the construction of the railway. The road itself had a big need in work stones, however, at the same time it also created the conditions for the transport of the stones about wide distances. In the course of the time 20 granite stone quarries, among them the mighty castle well break visible far away originated all around the Epprechtstein in the eastern side of the mountain.
22nd of August, 1724 a Kirchenlamitzer stonecutter master received for the first time a fief letter and the Bavarian mountain law from 1869 permitted only the planned and approved stone quarry company. In 1897 five Kirchenlamitzer stonecutter companies occupied about 450 workers. Every second male inhabitant capable of work of Kirchenlamitz earned his living in the stone quarry or on the work place. The stonecutters had to put back the way to the job on foot. The lunch was brought them by her women and children (the Suppentrogern) and in the cabinet was taken.
The work in the stone quarries was difficult and dangerous. Accidents, also deadly, while sprinkling, with the transport of the stones in the break and while loading were not seldom. The stonecutter's illness was feared how the silicosis was called which was caused by the dust. She led with many workers to early death. The material granite also stamped the person working on him: The working is rough and we are rough, the stone workers themselves characterised themselves. If crude traits were also repeated after the stonecutters, nevertheless, they were put on not seldom also to joke and joke.
After a stagnation the granite industry in the time of 1933-1939 experienced a renewed boom. Then after the 2nd world war finally end - because too cost-intensely and by other building materials substitutes - lost her great importance.
The stone quarries not more located in company were recaptured, in the meantime, to a great extent by the nature. Stones offer living space for mosses, lichens and ferns. Small mammals, flight and crawlers, like bats, common vipers, blindworms, lizards, the most different rodents and insects, use the stone quarries and stockpiles as hunting areas and retreat areas. The stone quarries are mapped as biotopes and lie in the protective zone of the nature reserve Fichtelgebirge. However, is famous also of the Epprechtstein because of his mineral wealth: Today feldspat, quartz and gleam are together with other very rare minerals collector's items in request from the Fichtelgebirge.
Your Way

In the starting point are chiseled in a more than 2-metre-high granite stone an overview sketch and the most important data of the way.
Boards of information make to you in the single stations with the origin of the material granite, his production, his processing and his transport close. Also you are informed about the minerals seeming in the Epprechtstein, plants and animals in detail.
A visit of the castle ruin Epprechtstein (from Luisentisch approx. 15 min) can be incorporated in your tour. The ruin is located on the unwooded summit of a long-stretched, brusquely sloping granite record. It concerns the former tower-like main residential construction on which a stair leads to the view platform. From there you will have a panorama over the Waldsteinzug, to the big Kornberg, to Hof and to the south about the Fichtelgebirge to the Kösseine. So not hesitated and pack your things ! ?


Source: Bavarian State Office for Environment

For the log you need the following aps:

1. two snapshots of you and your receiver at the coordinates given as Waypoints. (optional)
2. the number of the chisels; the length of the mountain salamander; the number of the granite products and the number of the crystallisation forms.
3. When were exposed the granite by demolition?
4. In what could three minerals feldspar, quartz and gleam freely develop?



Send me please the amount of these four numbers and the answers of the two questions!


you may log immediately! there are some problems ? - I will say hello to you ;)
>
A hearty thank-you for visiting this Earthcache. I hope you had a good time out there.

Additional Hints (No hints available.)



 

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Last Updated: on 11/15/2017 3:27:08 PM (UTC-08:00) Pacific Time (US & Canada) (11:27 PM GMT)
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