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Friedenskirche Urbach

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Hidden : 3/8/2010
Difficulty:
1 out of 5
Terrain:
1 out of 5

Size: Size: micro (micro)

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Geocache Description:




Als Friedenskirche bezeichnet man seit etwa 1900 eine Kirchengemeinschaft, die sich in besonderer Weise zur Förderung des Friedens und Nichtteilnahme am Krieg verpflichtet hat.



Als historische Friedenskirchen gelten jene christlichen Randgruppen, die im europäischen Mittelalter am Pazifismus des Urchristentums festhielten und Kriegsdienste verweigerten. Dazu gehörten seit dem 14. Jahrhundert vor allem die Katharer, die schon 1342 von der römisch-katholischen Kirche vernichtet wurden, und die Waldenser, die zum Teil später in den Hussiten und den Böhmischen Brüdern aufgingen.


Im Zeitalter der Reformation kamen die in der Täuferbewegung entstandenen Hutterer und Mennoniten hinzu.


Auch die im 17. und 18. Jahrhundert entstandenen Church of the Brethren, Quäker und Shaker werden den Friedenskirchen zugerechnet.


Im 19. Jahrhundert entstanden im Rahmen der nordamerikanischen Erweckungsbewegung weitere pazifistische Kirchengemeinschaften wie die Internationale Missionsgesellschaft der Siebenten-Tags-Adventisten, Reformationsbewegung.


Die Zeugen Jehovas verweigern zwar auch Kriegs- und Ersatzdienste, aber nicht aus pazifistischen, sondern theokratischen Motiven. Sie verbinden damit kein Engagement für einen Frieden auf Erden, da sie diesen nur vom Reich Gottes selbst erwarten.


Die genannten Kirchengemeinschaften haben zum Teil große theologische Differenzen. Allen gemein ist die Ablehnung von Gewalt und die Verweigerung des Kriegsdienstes. Darüber hinaus sind die Positionen unterschiedlich und reichen von politischer Zurückhaltung der Zeugen Jehovas bis zu starkem gesellschaftspolitischen Engagement wie bei den Quäkern, die auch öffentlichkeitswirksame Lobby- und Kampagnenarbeit betreiben.


Aufgrund der Ablehnung des Militärdienstes, erfuhr ein großer Teil von ihnen in den letzten 500 Jahren staatliche Verfolgung und Repression. Mehrmals mussten beispielsweise Hutterer und Mennoniten ihre Heimat aufgeben und in neue Länder umsiedeln.


Auch zu Beginn des 20. Jahrhunderts war die theologisch begründete Ablehnung des Militärdienstes noch in vielen westlichen Ländern nicht vollends akzeptiert. Ein bekanntes Beispiel ist das Schicksal zweier junger Hutterer in den USA während des Ersten Weltkrieges. Da sie es ablehnten, militärische Uniformen anzuziehen, wurden sie gezwungen im Winter viele Stunden nackt im Freien zu verbringen, worauf sie starben. Der größte Teil der Hutterer verließ daraufhin die USA und siedelte nach Kanada über. Die Quäker waren zum Teil wie in den USA vom Wehrdienst befreit. Britische Quäker leisteten zum Teil in Uniform den Sanitätsdienst oder kamen in Beugehaft der Millitärjustiz.


Während des Zweiten Weltkrieges in Deutschland verweigerten nur die Zeugen Jehovas geschlossen als Glaubensgemeinschaft den Wehrdienst. Bei den anderen Glaubensgemeinschaften wurde es der persönlichen Entscheidung des Einzelnen überlassen (Siehe auch z. B. Quäker im Nationalsozialismus).


Datei:Friedenskirche (Köln-Urbach).jpg


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