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Birchi-Blitzer (BBC)

A cache by Team AnPePa Send Message to Owner Message this owner
Hidden : 05/13/2010
Difficulty:
1 out of 5
Terrain:
1 out of 5

Size: Size: small (small)

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Geocache Description:


Birchi-Blitzer-Cache (BBC)

 Am 4.Juni 2003 erteilte das Bundesamt für Metrologie (METAS) der Geschwindigkeitsmessanlage die definitive Zulassung. 

Die Anlage stellte im Vorfeld grosse Anforderungen an den Hersteller, den Betreiber und das METAS, da sie eine Weltneuheit darstellte.

 Mussten früher die Nassfilme/Speicherkarten der Kameras von Hand ausgewechselt werden, werden die Fotos beim „Birchi-Blitzer“ direkt auf einen PC geschickt und somit kann die Anlage 24-Stunden am Tag ihren Dienst verrichten. 

Im MET-Info Vol. 11 No. 2/2004 wurde dazu der folgende Fachartikel  veröffentlicht (auszugsweise):

 Vor sieben, acht Jahren philosophierten Herbert Ris, Leiter Verkehrstechnik der Polizei Kanton Solothurn, und Ueli Rothen, Direktor der Multanova AG, Uster, darüber, ob es eine Möglichkeit gäbe, eine Verkehrsüberwachung zu realisieren, die rund um die Uhr in Betrieb stehen könnte. «Es wäre das Nonplusultra, wenn der Verkehr an neuralgischen Punkten dauernd überwacht werden könnte», meinte Herbert Ris, «das würde die Verkehrssicherheit wesentlich erhöhen ». Heute staunen beide darüber, dass es dank Digitaltechnik und Glasfaserübertragung möglich war, diese Vision in die Tat umzusetzen.

 

 Geschwindigkeitsexzesse unterbinden

Mit einer optimalen Verkehrsüberwachung Geschwindigkeitsexzesse zu unterbinden, sei eine der wirkungsvollsten Massnahmen, um schwere Verkehrsunfälle zu verhindern, ist der langjährige Polizist (Herbert Ris) überzeugt. Die A5 Verbindungsstrecke von Luterbach nach Neuenburg war bereits in den Siebzigerjahren geplant worden. Mit dem Bau wurde jedoch erst im Jahr 2000 begonnen. Diese Verspätung stellt sich als Glücksfall heraus: Dank der Verlegung einer Glasfaserleitung auf der A5, welche die dezentralen Verwaltungseinheiten des Kantons Solothurn miteinander vernetzt, ist eine wichtige technische Voraussetzung erfüllt, um eine Verkehrsüberwachung mit direkter Datenübertragung zu realisieren.

 

 Knackpunkt Datenhandling

Bei der Analyse stellte die Polizei Kanton Solothurn fest, dass der 700 Meter lange Abschnitt zwischen dem Birchi- und dem Spitalhoftunnel bei Biberist der gefährlichste der ganzen Strecke ist. Die A5 ist dort sechsspurig, und wegen Tunnelein- und -ausfahrten sind an dieser Stelle Fahrbahnwechsel von der Überhol- über die Mittel- auf die Ausfahrtsspur und umgekehrt zu erwarten. Hier sollte die Verkehrsüberwachungsanlage gebaut werden. Die Polizei Kanton Solothurn besitzt mehrere Radargeräte mit Nassfilm- und neuerdings auch mit digitalen Kameras. Die Messwerte einer Übertretung (effektive Geschwindigkeit, Tempolimite, Uhrzeit) und die Verkehrssituation zur Zeit der Übertretung (Bild mit Ort, Fahrzeug, Kennzeichen und Fahrzeuglenker oder -lenkerin) werden vor Ort ermittelt und auf Film oder Video festgehalten. Ein Nassfilm oder eine CD stehen als Beweis sicheres Original zur Verfügung.

Nachteilig ist das aufwändige Handling: Bevor die Daten weiter verarbeitet werden können, müssen die Nassfilme ausgewechselt, zwischengelagert und entwickelt werden. 30-Meter-Filme können 800 Bilder speichern, was 400 Ereignisse ergibt, weil zwei Bilder nötig sind, um ein Ereignis zweifelsfrei zu dokumentieren. Die Speichermedien digitaler Kameras (Video, CD-ROM) können zwar mehr Bilder und Daten aufnehmen, aber auch sie müssen von Hand ausgewechselt werden. 

 

Direkte Datenübertragung gefordert

Herbert Ris’ Vision von der automatischen Verkehrsüberwachung findet ihren Niederschlag in einem umfassenden Pflichtenheft. Die Geschwindigkeits-Messanlage soll

• rund um die Uhr in Betrieb stehen,

• ohne Wechsel eines Speichermediums vor Ort auskommen,

• die Daten in die Auswertungszentrale übermitteln,

• die Datenauthentizität garantieren,

• die Datensicherheit gewährleisten,

• ferngesteuert werden können,

• zum Zeitpunkt der Eröffnung des Teilstücks Luterbach – Biel der A5 funktionieren,

• typengeprüft und von METAS zugelassen sein.

 

Wettlauf mit der Zeit

«Das sind extrem hohe Erwartungen und Anforderungen an ein System, das es zu diesem Zeitpunkt noch nicht gab», meint Ueli Rothen rückblickend und erklärt, welche technischen Probleme unter enormem Zeitdruck zu lösen waren:

• Als erstes musste eine Digitalkamera entwickelt werden, die wesentlich dynamischer arbeitet als die seit dem Jahr 2000 auf dem Markt erhältlichen. Die Verschlusszeiten mussten auf 0.5 ms halbiert, der Hell-Dunkel-Abgleich verbessert, die Auflösung verfeinert und Chips mit wesentlich höheren Speicherkapazitäten eingebaut werden. Um die benötigte Übertragungsrate zu erzielen, war es zudem nötig, die Bilder von 1.6 MB auf 800 kB zu komprimieren.

• Die Idee, den Tatbestand mit nur einem Bild zu sichern, war mit Induktionsschleifen nicht zu realisieren. Es galt, mit piezoelektrischen Elementen eine Lösung zu finden.

• Um die Datenauthentizität und -sicherheit zu gewährleisten, musste eine digitale Verschlüsselung entwickelt und integriert werden.

• Eignung und Funktion der piezoelektrischen Komponenten mussten in einer Testanlage geprüft werden.

• Die Schnittstellen des Gesamtsystems mussten definiert und aufeinander abgestimmt werden.

 Rechtssicherheit mit nur einem Bild gewährleisten

Im April 2002, ein Jahr vor der Eröffnung der A5, begannen die Vertragsverhandlungen mit der Polizei Kanton Solothurn. Bereits zu diesem Zeitpunkt nahm Ueli Rothen mit dem METAS Kontakt auf, um abzuklären, ob es möglich wäre, mit nur einem Bild den Tatbestand zu sichern statt mit zwei Bildern. Auch die Firma Robot, Lieferant der Digitalkameras, kontaktierte METAS, um die Akzeptanz der digitalen Verschlüsselung abzuklären. Walter Fasel, Leiter des Labors Strassenverkehr von METAS, ist neuen Entwicklungen gegenüber sehr aufgeschlossen. Allerdings ist es Aufgabe seines Labors, dafür zu sorgen, dass nur dann neue Messgeräte und Überwachungsanlagen zugelassen werden, wenn sie den gesetzlichen Anforderungen entsprechen und sicher funktionieren.

«Die Möglichkeit, Messwerte und Bilder als Daten zu übertragen und zentral auszuwerten sowie Messwerte und Bilddaten elektronisch zu dokumentieren, stellen neue Anforderungen an Messsysteme und ihre Prüfung», meint Walter Fasel und ergänzt: «Insbesondere sind die korrekte Auswertung der Daten und die rechtssichere Aufbewahrung der verbindlichen Datensätze sicherzustellen. So müssen unter anderem die Vollständigkeit und die Integrität der Datensätze gewahrt sein. Diese dürfen auf dem Übertragungsweg nicht unerkannt verändert werden können. Unser Labor hat sich intensiv mit der Prüfung und Festlegung der Anforderungen, denen ein Online-Verkehrsüberwachungssystem zu genügen hat, befasst».

 

Autonomer Betrieb rund um die Uhr

Für Walter Fasel ist deshalb klar, dass «eine Verkehrsüberwachungsanlage mit direkter Datenübertragung vom Sensor in der Fahrbahn bis zur Auswertung in der Zentrale als Einheit betrachtet und geprüft werden muss. Nur so können wir sicherstellen, dass diese Systeme während Jahren autonom rund um die Uhr funktionieren». Es müsse jederzeit möglich sein, in einem Zweifelsfall den Sachverhalt einer Verkehrsübertretung rechtlich verbindlich zu rekonstruieren. Nach eingehender Prüfung hat das Labor Strassenverkehr von METAS am 6. Juni 2002 für die Verkehrsüberwachungsanlage der Polizei Kanton Solothurn auf der A5 eine zeitlich begrenzte Zulassung erteilt, damit die Betriebstauglichkeit im praktischen Einsatz getestet werden konnte. Diese Tests ergaben, dass sich die in der Richtlinie des Amtes festgelegten Anforderungen an die Messgeräte und an das Verfahren, besonders an das Datenverarbeitungssystem, bewähren. Nach einer weiteren minutiösen Prüfung erteilte METAS am 4. Juni 2003 die definitive Zulassung. Diese Anlage unterliegt nun der regelmässigen Kontrolle durch METAS (Nacheichungen).

 Klar, über Sinn und Zweck einer solchen Anlage lässt sich streiten.

Mir geht’s bei diesem Cache aber nur um die Technik und die Entstehungsgeschichte, die sich hinter der Anlage verbergen.

Vom Cache müsst ihr dann noch ein paar Meter laufen um die Anlage (vielleicht sogar in Aktion) sehen zu können. (Hätte den Cache gerne näher am "Blitzer" versteckt, aber dann hätte ich die 0.1 Meilen-Regelung zu 2 anderen Caches nicht einhalten können). Bitte eigenes Schreibgerät mitbringen!

 Euer Cachemobil könnt ihr auf N47 11.754 E007 32.629 parkieren


WICHTIG: Um an den Cache zu gelangen, ist es unnötig irgendwelche Zäune zu überklettern oder sich in anderer Weise in Gefahr zu begeben.

 

 

Additional Hints (Decrypt)

upfvgratnz

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)



 

Find...

  • IMG_0076[1]Links sieht man die Kamera, rechts das Blitzgerät
  • IMG_0078[1]Die Anlage vom Cache aus gesehen.
  • IMG_0079[1]Auch im Boden ist High-Tech: piezo-Elemente, die auf Druck reagieren und es der Anlage sogar ermöglichen zwischen PKW und LKW zu unterscheiden

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