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Klostermühle Brandenburg

A cache by Piefendeckel Send Message to Owner Message this owner
Hidden : 07/20/2010
Difficulty:
1 out of 5
Terrain:
2 out of 5

Size: Size: regular (regular)

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Geocache Description:


Klostermühle Brandenburg





Der Cache führt Euch in die Nähe der denkmalgeschützten Klostermühle Brandenburg in Aachen-Sief.

Geschichte:

Ritterliche Hofanlage 1441 – 1456

Die Klostermühle Brandenburg wurde erstmalig 1331 urkundlich erwähnt.
Als Besitzer galt ein Herr namens Johannes von Letitie von Brandenburg, der als Probst des St.-Andreas-Stiftes in Köln und ab 1353 als Kanonikus des Aachener Marienstiftestätig tätig war. Im Jahre 1366 stirbt er, wodurch das Hofgut Brandenburg ein Lehensgut des Marienstiftes Aachen wurde.

Im Jahre 1441 erwirbt Ritter Johann von Eynatten (Adelsgeschlecht Eynatten) das zur damaligen Zeit ganz im Osten des Herzogtums Limburg am Rande des Raerener Waldes gelegene Hofgut Brandenburg.

Er baut diese bis in das Jahr 1444 zu einer ritterlichen Hofanlage mit Wohnturm um und umgab das Anwesen mit einem durch den Iterbach gespeisten Wassergraben.

Im Jahre 1456 verkauft Johnann von Eynatten Haus und Hof Brandenburg an Ritter Gilles Egidius, der es dann 1460 an Ritter Wilhelm von Nesselrath, Herr zu Stolberg weiterverkauft und dann von diesem 1466 wiederum zurückkauft.

Gilles von Brandenburg (auch Egidius von Brandenburg genannt), ein Ritter aus dem Hause Limburg, stand in jungen Jahren in den Diensten des Grafen Robert von Virneburg und Neuenahr, einem der wohlhabendsten und einflussreichsten Männern seiner Gegend.

Nach dem Tode des Grafen heiratet Ritter Gilles dessen Frau Margarethe von Sombreff.

Kreuzherrenkloster 1477 – 1784

Ritter Gilles (Egidius), Herr zu Sombreff hatte mit seiner verstorbenen Gattin Margarethe von Sombreff keine Kinder und keine nahe Erben und war somit der letzte seines Geschlechtes.
Aus diesem Grund übertrug er im Jahre 1477 Haus, Hof und Land der Wasserburg Brandenburg an den Orden der Kreuzherren (Kreuzbrüder), die dort ein Kloster für zwölf Mönche errichten sollten. Zur Ausstattung gehörte auch Wald, Äcker, Wiesen, ein Weiher, Vieh, Zehntrechte und eine Kupfererzgrube.

Da die Wasserburg Brandenburg aber immer noch ein Lehen des Aachener Marienstifts war, wurde mit der Zustimmung des Stiftprobstes Hermann von Hessen (Stiftsgubernator des Erzstifts Köln) der Meier Heinrich Hoestmann van der Mair (Mair = Meier ) als Lehnsherr und Gutsverwalter des Klosters bestellt.
Der Meier beaufsichtigte den Bau einer Kirche, die Errichtung eines Glockenturmes die Anlegung eines Friedhofes und die Aufstellung und Weihe von fünf Altären.

Durch Ritter Egidius wurde mit dem Bau dieser Kirche begonnen.

Erst im Jahre 1484 stimmte die Pfarrei von Walhorn der Klostergründung zu, die im Folgejahr nebst zugehörigem Friedhof und Kirche mit Glocken und fünf Altären durch den Bischof von Lüttich, Johann IX. von Hoorn (Haus Horn), genehmigt und noch im gleichen Jahr geweiht wurde.

Egidius von Brandenburg wurde zusammen mit seiner Frau Margarethe am Hauptaltar der Klosterkirche beigesetzt.
Um die Mitte des 16. Jahrhunderts erhielt das Kloster vom Herzog von Limburg das Recht, eine Mühle zu errichten, die 1585 erstmals als Wassermühle erwähnt wurde.
1543 wurde eines der Klostergebäude und die Kirche durch einen Brand schwer beschädigt und konnten nur mit finanzieller Unterstützung durch die Abtei Kornelimünster wieder aufgebaut werden.
Ab 1630 gehörte das Kloster zur Maasprovinz des Ordens.
Das dreistöckige Herrenhaus wurde als Kloster genutzt und im 17. Jahrhundert durch zwei Flügel in südlicher Richtung ergänzt.

Im Jahre 1704 fand ein Neu- und Umbau an dem vorhandenen Mühlengebäude durch Nicolaus de Hessel, dem damaligen Prior des Klosters, statt. Dies dokumentiert ein Sturz über dem an der Südfront gelegenen Eingang, der eine lateinische Inschrift mit Wappen trägt.

Der Text der Inschrift lautet:
„REVERENDUS DOMINUS FRATER NICOLA..US DE HESSEL HUIUS
DOMUS PRIOR ME CURAVIT AEDIFICARI AO 174.”

"Der ehrenvolle Besitzer Bruder Nicolaus de Hessel und Prior dieses Hauses hat dafür gesorgt, dass ich gebaut/renoviert werde im Jahr 1704."

Der letzte Prior Johannes-Josef Simonis verstarb 1778, die Zahl der Brüder war auf fünf zurückgegangen und das sich bereits in schlechtem baulichen Zustand befindliche Kloster wurde in den nächsten Jahren durch den Subprior geführt.
Im Rahmen der Josephinischen Säkularisation wurde das Kloster 1784 nach fast 300 Jahren Klosternutzung aufgehoben und geschlossen und begann zu verfallen.

Landwirtschaftlicher Betrieb 1798 – 1981

1789 wurde die Kirche, das Kloster, die Mühle, der Hof und das Brauhaus durch einen Notar öffentlich versteigert und an den Eupener Kaufmann Breuls veräußert, der die Grabenanlage /Friedhof verfüllen, die Zugbrücke auf der Nordseite abreisen ließ. Und die Burggräben größtenteils zuschüttete.
Der Kirchturm wurde abgetragen, die Gebäude selbst landwirtschaftlich genutzt.

Die Anlage wechselte fortan mehrfach den Besitzer.
Im Laufe der folgenden Zeit wurden die Gebäude des ehemaligen Klosters mehr und mehr mit von der Landwirtschaft genutzt und mehrere Male baulich verändert.
1926 wurden die Mühlsteine abgerissen. Zu diesem Zeitpunkt war das Mühlrad bereits entfernt.
                          
Ab 1970 verfällt und verwahrlost die Klosteranlage Brandenburg zusehends.
Ihren Tiefpunkt erreicht sie im Jahre 1973, in dem eine ganzseitige Veröffentlichung in der „Aachener Volkszeitung“ erscheint, deren Bild vom Verfall der Bausubstanz, von Müll, Dreck und stinkenden Klärgruben bestimmt wird. Der Artikel erzählt von „hässlichen Garagen, Anbauten, Abfällen, einem fischlosen Iterbach und baufälligen Mauern“ und von „Sief, dem vergessenen Dorf“.

Wohnnutzung seit 1986

1981 kaufen schließlich mehrere Bauherrengemeinschaften jeweils einzelne Gebäude der Gesamtanlage auf, um darin Wohnungen einzurichten.
1984 erfolgt die Eintragung in die Denkmalschutzliste
Bis in das Jahr 2002 erfolgten umfangreiche Sanierungsarbeiten.






Haus und Hof Brandenburg mit ehemaliger Mühle befindet sich im Bereich der Koordinate N 50° 41.840 E 006° 8.720


Happy Hunting
Gruß Piefendeckel

Additional Hints (Decrypt)

[en] haqre fgbarf
[de] hagre Fgrvara

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)



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