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Milser Brücken III

A cache by josi49 Send Message to Owner Message this owner
Hidden : 06/16/2010
Difficulty:
1 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   micro (micro)

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Geocache Description:

Milser Brücken Serie Teil 3

Hier einige Informationen zu den Brücken:
Der Bach, der von der Elverdisser Straße parallel zur (einseitig bebauten) Mehlstraße bis in Höhe der Brücke verläuft ist die Lutter und kommt aus Richtung Heepen. Deshalb ist die erste Brücke aus der beschriebenen Richtung auch die Lutterbrücke. Sie ist die breitere von beiden. Die nächste Brücke führt über den Johannisbach, der aus Schildesche kommt, durch den Obersee fließt und früher zum Antreiben des Mühlrades in Milse diente. Diese schmalere Straßenbrücke ist die Johannisbach-Brücke und besteht - wenn man es genau betrachtet - sogar aus zwei parallel verlaufenden Spuren, wovon die nördliche allerdings gesperrt ist.
Die Mühle gehörte seit eh und je zum adeligen Gut Milse - und in den allerersten Karten (1801) sind auch schon beide Brücken eingezeichnet. Allerdings hieß die heutige Lutter in diesem Bereich um 1825 noch "Aa". Heute fließen Johannisbach und Lutter an den Brücken zusammen und um dann als "Aa" weiter zu fließen. Die Mühle gehörte - wie die meisten anderen Ländereien - bis 1884 dem Grafen Egon von Fürstenberg zu Stammheim. Der ließ die heutige Lutterbrücke 1881 neu bauen.

Der "Grabstein" ist gar keiner, sondern eher ein sogenannter Schlussstein. Früher war es ein Zeichen der hohen Baukunst wenn man beispielsweise im Scheitel eines Gewölbes einen solchen Stein einsetzte, der als Ornament ausgebildet war oder den ein Wappen oder Hauszeichen des Erbauers zierte.

Genau so wie unsere Vorfahren die Balken ihrer Fachwerkhäuser mit Inschriften, Namen und Jahreszahlen versehen haben, hat Fürst Egon zu Fürstenberg sich verhalten, als er die Brücke renovieren ließ: Der Stein, um den es hier geht, war bis vor wenigen Jahren noch Bestandteil der gemauerten Brüstung. Nur sah man ihn in deren Mitte kaum, denn er fiel weder farblich noch von seiner Gestaltung her sonderlich ins Gewicht. Der Stein war inmitten der Fläche, die ein Herabstürzen von Mensch und Tier (und später Fahrzeugen) in die Fluten der hier aus einem Stauwehr herausfließenden Lutter verhinderte.

Die Brüstung hatte ein Problem: Bekanntlich werden die Menschen immer größer (länger) und im Laufe der
Jahrzehnte war die Brüstung zu niedrig. Derjenige, der Menschen über die Brücke gehen (fahren, reiten) lässt, hat das, was Juristen die "Verkehrssicherungspflicht" nennen: Er muss dafür sorgen, dass die Brücke jederzeit und gefahrlos benutzt werden kann. Wenn sich nun jemand über die zu niedrige Brüstung gebeugt hätte -was man ja nicht ausschließen kann - und er wäre ins Wasser gefallen, dann hätte man die Stadt Bielefeld als Eigentümerin der Brücke wegen der Verletzung dieser Verkehrssicherungspflicht belangen können.
Deshalb ist die gemauerte Brüstung im Oktober 1994 entfernt worden; sie war nach 113 Jahren ohnehin altersschwach geworden. An ihre Stelle ist ein neues Geländer gekommen, das auch mit 100 Zentimetern die "richtige" Höhe hat. Unter dem Geländer ist ein 20 - 40 cm hohes Schrammbord einge¬baut - ein Betonsockel, der z.B. verhindern soll, dass Autos das Geländer durchbrechen und herunterstürzen.
Der Stein ist beim Abbruch der Brüstung sichergestellt worden und weist nun zwischen Lutter und Johannisbach darauf hin, dass Maurermeister A. Gravenstein im Jahre 1881 die Arbeiten gemacht - und der Graf von Fürstenberg sie bezahlt hat. Der Stein ist 62,5 cm breit, 72 cm hoch und 22,5 cm dick (tief). Die eingemeißelte Inschrift lautet:
Graf v. Fürstenberg
Stammheim
Gravenstein
Maurermeister 1881

Quelle: Milser Blätter des Vereins zur Förderung Bielefelder Kulturgut Milse Heft 2 Juli 1999

Der Cache ist gut erreichbar, aber bitte auf den Autoverkehr achten!

Additional Hints (Decrypt)

zntargvfpu orv 20

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)



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