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Elementar, mein lieber Freund!

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Hidden : 8/24/2010
Difficulty:
4.5 out of 5
Terrain:
3 out of 5

Size: Size: small (small)

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Geocache Description:

Elementar, mein lieber Freund!


Auch an diesem Morgen, der mir noch lange in Erinnerung bleiben sollte, ging ich meinen guten Freund und Kollegen in der Bäckerstraße besuchen. Die Uhr hatte schon die zehn überschritten, aber er saß, wie so oft in letzter Zeit, noch in seinem Sessel, in einen Morgenmantel gekleidet, um ihn herum in einem Kreis die Tageszeitung verstreut. Die Vorhänge waren noch zugezogen und tauchten das Zimmer in ein Halbdunkel, noch verstärkt durch den kalten Rauch seiner Pfeife.

Ich zog die Vorhänge beiseite und öffnete das Fenster. Neben frischer Luft drangen nun auch die Geräusche der Straße in das Zimmer vor und rissen meinen Freund aus seiner Gedankenwelt.

"Nichts!" rief er laut und ließ mich zusammenzucken. "Nichts ist passiert, nicht einmal ein simpler Taschendiebstahl. Ich gehe ein vor Langeweile."

Der Ausdruck auf seinem Gesicht, auf das nun das Tageslicht fiel, sprach Bände. Wieder so ein Tag, dachte ich. Wenn nicht bald etwas Spektakuläres passiert wird er noch depressiv. Während ich noch versuchte, ihn ein wenig mit Geschichten aus meiner Zeit in den Kolonien aufzuheitern, traf die Post ein.

"Rechnung ... Einladung ... Werbung ... noch eine Einladung ..." sagte er, ohne überhaupt die Briefe zu öffnen, und warf sie achtlos beiseite. Beim letzten Brief aber hielt er inne, und ein Aufblitzen war in seinen Augen zu sehen.

"Von einer jungen Dame aus gutem Haus." sagte er, noch bevor er den Brief geöffnet hatte. An meinem fragenden Blick erkannte er, daß ich ihm nicht folgen konnte.

"Die Zeichen sind eindeutig. Hochwertiges Büttenpapier mit eingeprägtem Familienwappen, geschrieben mit einem neuen "Rouge et Noir" Füllfederhalter. Dazu der Duft ihres Parfüms, welches ich eindeutig als "Bouquet de Napoleon" identifizieren kann. Der Stempel auf der Briefmarke bestätigt mir, daß es sich nur um die jüngste Tochter der Familie Garrideb handeln kann."

"Hast Du denn noch nicht meine neue Studie über Damenparfüms gelesen?" setzte er mit einem vorwurfsvollen Blick nach. Hatte ich noch nicht, mußte ich zugeben. Seine Texte waren aber auch schwer verständlich. Er spielte einfach in einer anderen Liga.

Ungeduldig riß er den Brief auf und überfolg die Zeilen hastig.

"Ha!" entfuhr es ihm, "Endlich werden meine grauen Zellen wieder gefordert!"

Er reichte mir den Brief. Er war tatsächlich von Violett, der jüngsten Tochter des weltbekannten Schmuckhändlers. Eine hübsche junge Frau, wie ich anmerken darf. Sie schrieb, sie müsse uns dringend aufsuchen und um Rat fragen, denn etwas Schreckliches sei passiert. Sie wolle um 11 Uhr vorbeikommen.

Ich schaute auf die Uhr, die auf dem Kaminsims stand. Fünf vor Elf. Eine hektische Betriebsamkeit ergriff uns. Pünktlich um Elf war das Zimmer notdürftig aufgeräumt und mein Freund hatte sich seines Morgenmantels entledigt, ein Jackett übergestreift und sogar noch gekämmt. Es erstaunte mich immer wieder, wie schnell er sein Erscheinungsbild verändern konnte.

Mit dem Glockenschlag traf unsere Besucherin ein. Sie schien sehr gefaßt, aber an dem roten Fleck auf ihrer Wange konnte ich ihre Aufregung gleich erkennen. Ja, auch ich hatte in unserer langen Freundschaft einiges an Beobachtungsgabe dazugewonnen.

"Es geht um Peter, meinen Bruder." sprudelte es aus ihr heraus. "Er ist verschwunden, und aus dem Safe meines Vaters sind einige wertvolle Karfunkel entwendet worden. Die Polizei meint, er hat sie gestohlen und sei nun untergetaucht. Aber das glaube ich nicht. Ich kenne meinen Bruder. Er ist leider viel zu gutmütig und ist bestimmt in schlechte Gesellschaft geraten. In seinem Zimmer fand die Polizei seinen Kneifer, ohne den er nie irgendwohin ging."

"Wo war denn ihr Bruder zuletzt?" wollte ich wissen.

"Er hat zusammen mit einigen anderen Studenten Urlaub gemacht und war im Hotel Goldener Stern abgestiegen." sagte sie. "Er schrieb mir noch, daß er ein hübsches Zimmer unter dem Giebel hätte."

"Die Edelsteine, die verschwunden sind, sind doch bestimmt die der Schauspielerin Gaga Zabor, die so groß sind wie die Kerne von Pfirsichen." bemerkte mein Freund.

"Woher wissen Sie das? Mein Vater hat versucht, dies vor der Presse geheim zu halten." bestätigte unsere junge Besucherin die Vermutung.

"Mit meinen Fähigkeiten ist es nicht schwierig, diese Informationen zu erlangen." sagte er und fügte hinzu: "Leider haben auch weniger ehrenwerte Personen davon erfahren. Das heißt aber, daß Ihr Bruder in Gefahr ist. Wir müssen schnellstmöglich zum Versteck der Diebe, um ihn zu befreien."

"Ja, aber wie finden wir das Versteck?" warf ich ein.

"Elementar, mein lieber Freund!" sagte er, "Zähl die Farben zusammen, multipliziere mit sechs, und Du kennst den Norden. Für den Osten addiere alle Zahlen. Du darfst Dich nur nicht von dem Offensichtlichen blenden lassen."

Während ich kurz nachdachte stürmte mein Freund schon zur Tür. Dann verstand ich, was er meinte.

"Ah!" rief ich, als ich ihm eilig folgte, "Aber dann kommt es ja auf die Sekunde an!"


Inhalt beim Start:

  • Log-Buch
  • Log-Stift (bitte nicht mitnehmen)
  • First to Find Urkunde (bitte behalten)



Viel Spaß beim Lesen, Rätseln und Suchen wünscht
Navigatorius



Ehrencodex - nichts verraten



Additional Hints (Decrypt)

Nhs Oüggr, avpug Mryyhybvq.

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)



 

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