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Sülzer Geschichte

A cache by Mangima Send Message to Owner Message this owner
Hidden : 09/13/2010
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   small (small)

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Geocache Description:

GC2EN64 Sülzer Geschichte

Dieser Multi ist eine 3,33 km lange Tour durch das Kölner Veedel Sülz und seine Geschichte. Zu den 8 Stationen kommt Ihr am besten mit dem Fahrrad und seid 1-2 Stunden unterwegs – wenn Ihr alle Caches auf dem Weg sucht, dann habt Ihr einen (hoffentlich!) netten Nachmittag vor Euch. Viel Spaß dabei!

Sülz liegt auf einem Gebiet, das vom Duffesbach durchflossen und von ihm geprägt ist. Der heute kleine Bach überschwemmte früher immer wieder die Gegend und macht sie zu einer sumpfigen und morastigen Landschaft. Im Mittelalter nannte man das „Suhle“ (-> unser heutiges Wort „suhlen“) oder „Sulpece“, woraus sich der Ortsnamen „Sülz“ entwickelte. (1154 erstmals erwähnt). D.h. Sülz war da, wo sich die Schweine suhlen


Station 1
beginnt deswegen bei N50 54.381 E6 54.742 am Duffesbach – nämlich an der Grenze zu Sülz, wo er im Kanalsystem der Kölner Stadt verschwindet. Wenn Ihr dem heutigen Bächlein hier „Tschö“ sagt: Durch wieviele Gitterstäbe fließt er in den Kanal? -> A =

Folgt nun dem Lauf des kanalisierten Bächleins in Richtung N50 54.412 E6 54.908

Das „Sülzer Feld“ wurde diese Gegend genannt, die die Abtei St. Pantaleon (GC1TQR9) vom Kölner Erzbischof Bruno 953 als „Aussteuer“ geschenkt bekam. Es wurden die Fronhöfe Sülz, Weißhaus und Klettenberg gegründet, die die Abtei mit Lebensmitteln versorgen sollten, z.B. das Weißhaus (GC27NYA) mit Wein. Im 12. Jahrhundert bauten die Kölner Bürger die mittelalterliche Stadtmauer, was ihr wachsendes Selbstbewusstsein gegenüber der Herrschaft der Kirche zeigte. Im Sülzer Feld wurden daher ab 1251 die Fronhöfe zu Pachthöfen von St. Pantaleon. Auch die Höfe, die innerhalb der neuen Stadtmauer lagen, schlossen mit der Abtei Pachtverträge für Ländereien im Sülzer Gebiet. Neun von ihnen bildeten die „Erbgenossenschaft vom Sülzer Feld“, u.a. „Zum Hirtz“, „Scherfgin“, „Wichterich“, „Gyr“, die heute als Sülzer Straßennamen bekannt sind.

Station 2
bei N50 54.412 E6 54.908 ist ein Schild mit zwei Straßen, von denen eine nach den „Erbgenossen vom Sülzer Feld“ benannt wurde. Ihre besonderen Häuser sind wirklich sehenswert: Geht die Straße entlang und dabei könnt Ihr auch das Mosaik mit den drei Affen finden - bei welcher Hausnummer? Sie ist B =

Der Weg zur nächsten Station führt am Cache „Rezepte-Tausch“ (GC21R1C) vorbei.

Station 3
bei N 50° 54.628 E 006° 55.039 wurde früher „Zum langen Stein“ genannt. Das bezieht sich auf den Stumpf des Pfeilers der römischen Wasserleitung, der heute am Straßenrand steht. Bis ca. 275 n.Chr. floss das Wasser hier in dem 1,50 m hohen Äquadukt aus der Eifel ins römische Köln (CCAA). Die heutige Berrenrather Straße war der Ausbesserungsweg für die Wasserleitung. Wie dies aussah (siehe Foto rechts), ist eindrucksvoll in Hürth erhalten (GC15Q95). Zusammen mit der römischen Heerstraße auf der heutigen Luxemburger Straße war die Hochleitung die erste geschichtliche Erwähnung im Sülzer Gebiet.
Frage: In welchem Jahr wurde der „Lange Stein“ von seinem ursprünglichen Ort mitten auf der Berrenrather Straße an den Straßenrand versetzt? C =

Im Mittelalter wurde rund 200 Jahre das Sülzer Feld von Pachtbauern der Höfe Sülz, Weißhaus und Klettenberg und den Bauern der Erbgenossenschaft bewirtschaftet. Zu Beginn des Burgundischen Kriegs (1473-1480) ließ die Stadt Köln „vorsorglich“ sämtliche Gebäude vor der Stadt abreißen, damit sich der nahende Feind nicht darin verstecken konnte. So wurden auch im Sülzer Gebiet alle Höfe und die 1322 erbaute Nikolauskapelle dem Erdboden gleich gemacht. Die Angst vor der Wiederholung eines solchen Kahlschlages bestimmte das Leben im Sülzer Feld die nächsten vier Jahrhunderte. Die Höfe Weißhaus, Klettenberg und Sülz als „Neuenhof“ wurden zwar wieder aufgebaut, aber es gab kaum weitere Ansiedlungen. Es blieb bis ins 19. Jahrhundert ein rein landwirtschaftliches Gebiet und hatte 1815 nur 45 Einwohner.

Station 4
bei N 50° 54.716 E 006° 55.141 ist der Ort des im Mittelalter wieder aufgebauten „Neuenhof“. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde er abgerissen, so dass von ihm nur noch der Straßenname "Neuenhöfer Allee" übrig geblieben ist.
An dieser Ecke steht eine Notrufsäule – welche Standort Nr. hat sie? D =
21.5.11: Leider ist die Notrufsäule abgebaut worden - daher könnt Ihr errechnen aus: D = 5*E + A/5

Von hier aus könnt Ihr in Richtung NordWest weitergehen, wo ein Biergarten bei N50 54.907 E6 54.805 zur Pause einlädt. Auf dem Weg gibt es bei N50 54.826 E6 54.984 auch einen tollen Spielplatz zu Beginn des Beethovenparks (mit den „Hexen vom Pilzberg“ (GC1GX6T), und Ihr könnt die Bauarbeiten im ehemaligen Sülzer Kinderheim (GC26DRR) durch den Zaun beobachten.

Station 5
bei N50 55.058 E6 54.960 ist eines der wenigen Sülzer Denkmale, das auch unter den Sülzer UreinwohnerInnen nicht sehr bekannt ist: das Transformatorenhäuschen wurde 1923 gebaut und ist heute noch in Betrieb. Die Türen werden von mehreren Keramikreliefs von Erwin Holler geschmückt. Gesucht wird das nebenstehende Relief. Ist es im Osten, dann ist E = 11, im Süden E = 22, im Westen E = 33, im Norden E = 44.

Station 6
bei N 50° 55.157 E 006° 55.141 liegt auf dem Auerbachplatz, der neben dem Hermeskeiler Platz der größte Treffpunkt in Sülz ist. Hier findet dienstags und freitags der Wochenmarkt statt, außerdem Kirmes, Flohmärkte und die Aufstellung für den Sülzer Veedelszoch am Karnevalsdienstag.
Früher hieß er Blankenheimer Platz und wurde nach dem II. Weltkrieg nach dem jüdischen Arzt Benjamin Auerbach umbenannt. Dieser hatte 30 Jahre lang das jüdische Asylkrankenhaus in der Südstadt und später in Neuehrenfeld geleitet (-> das heutige „Jüdische Wohlfahrtszentrum“). Dorthin zog auch das jüdische Altersheim um, das sich am Ort des heutigen, 2004-2006 neu erbauten "Städt. Seniorenzentrum Dr. Ernst Schwering" am Rande des Auerbachplatzes befand.

Auch wenn es die Parkplatzlage leider oft nicht vermuten lässt, ist der Auerbachplatz in seiner östlichen Hälfte tagsüber ein Spielfläche für Kinder und Jugendliche. Bis auf die Markttage (dienstags und freitags bis 14 Uhr) lädt der Platz mit seiner asphaltierten Fläche zum Skaten und Radfahren ein - und ist für die trotzdem parkenden Autos eine Knöllchen-Falle.
Denn parken dürfen die Autos in diesem Teil nur von X bis Y Uhr - wie Ihr auf dem Schild bei N 50° 55.157 E 006° 55.141 lesen könnt (zeitweise ist das Parkschild auch auf der Mitte des Platzes bei N 50° 55.150 E 006° 55.154).
Mitte Mai 2012: Achtung! Die Stadt Köln hat scheinbar ihre Kinderfreundlichkeit entdeckt und die Zeit als Spielfläche sogar noch verlängert! Und 2019 dürfen die Kinder noch länger hier spielen!!! Deshalb muss von dem abendlichen Wert auf dem Parkschild 3 (vorher 2) abgezogen werden: Wenn zwischen X und Y Uhr geparkt werden darf, dann ist F = X - 3, G = Y
F = ___, G = ___

Weiter geht es in Richtung Nord-Osten – vorbei an mehreren Straßencafés, die zum kölsch-mediterranen Flair von Sülz beitragen. Bei den Caches „Blütenzauber – Marsilius-Geschichte“ (GC25ZYH) und „Nikolaus“ (GC21PBJ) könnt Ihr etwas über den Bezug dieser beiden Männer zu Sülz erfahren. Und dann nähert Ihr Euch der „Keimzelle“ des heutigen Sülz:

Die Gründung von Sülz als Ortschaft fand erst 1845 statt, als der Unternehmer Heinrich Wagner einige Morgen Land kaufte und eine Sand- und Kiesgrube sowie eine Ziegelei eröffnete. Da zu dieser Zeit in der Stadt Köln viel gebaut wurde, boomte das Geschäft mit Baumaterialien wie Ziegel, Kies u.a. Auch Wagner in Sülz konnte Arbeiter einstellen und ließ für sie 15 Häuser bauen. Die heutige Ägidius- und Redwitzstraße waren die ersten befestigten Wege, um die herum die Ortschaft Sülz entstand: 1871 gab es schon 470 Einwohnern.
Man kam nach Sülz, weil man dort Arbeit in den immer neu entstehenden kleinen Produktionsstätten fand – ansonsten war es dort wenig attraktiv. So flossen die Abwässer des Ortes in der heute noch bestehenden Mulde zwischen Gustav- und Marsiliusstraße zusammen und stanken bestialisch. Erst nach der Eingemeindung 1888 wurde auch in Sülz Kanalisation, Wasserversorgung, Gas und Elektrizität eingeführt. Bald gab es auch eine Pferdebahnlinie - später die Dampflokomotive „Feuriger Elias“ - in den proletarisch geprägten Vorort, der mitten zwischen Äckern, Wiesen und Kiesgruben lag. Nach der Eingemeindung wurden auch in Sülz zahlreiche Straßen umbenannt, weil es sie im Köln mit seinen vielen neuen Vororten nun doppelt und dreifach gab. So wurde die Wagnerstraße, die nach dem Gründer von Sülz hieß, in Ägidiusstraße umbenannt. Dieser war Abt im Pantaleonskloster im 17. Jahrhundert gewesen.


Station 7
bei N50 55.287 E6 55.585 ist der Ort, wo Heinrich Wagner Sülz 1845 neu gründete. Davon ist heute leider nichts mehr zu sehen. Aber das 'Schild mit der Zahl (in ca. 2 m Höhe!) am Laternenpfahl auf der Ecke ist interessant, denn diese Zahl ist gleich H. H =

Nun habt Ihr alle Stationen – geht aber noch 100 m weiter: Ihr kommt bei N50 55.367 E6 55.643 auf einen netten Platz mit Bänken, wo Ihr die Kids auf den Spielplatz schicken und selber die Finalkoordinaten in Ruhe ausrechnen könnt.
Der De-Noël-Platz ist einer der grünen Inseln im Veedel, die vom Städtebauer Fritz Encke angelegt wurde. Er wurde nach Matthias Josef de Noël (1782 - 1849) benannt, dem Mundartdichter und ersten Kustos des Wallraf-Richartz-Museum. Zusammen mit Ferdinand Franz Wallraf war er im Vorstand der Olympischen Gesellschaft, die 1823 den Kölner Karneval neu begründete.

Hier könnt Ihr die einzelnen Antworten A bis G überprüfen:


Die Dose liegt bei
N 50° 55.[(C - D) : H] + E


E 006° 55.[A * (B + F)] + (G * F) + (2 * H)


Und hier ist der GeoCheck für die Finalkoordinaten:


Nun viel Erfolg beim Finden des Finals - es ist versteckt worden mit Wissen und Einverständnis der "Anwohner", die sich sogar über einen Besuch von Euch freuen würden. Achtet bitte auf die Muggels, damit der Cache als Small lange erhalten bleibt! Wegen der Schulen in der Nähe sucht das Final bitte nicht zu Zeiten von Schulbeginn und -ende!
Auf die ersten drei Finder wartet eine Urkunde und einige Trades.

Wenn Ihr wissen wollt, wie es in Sülz vor 100 Jahren aussah, könnt Ihr mit dem Multi "Sülz auf alten Fotos" (GC27CWF) weitermachen, der in der Nähe beginnt.
Zur weiteren Information sind die Stadtteilführungen "Sülz" von Bruno Knopp (siehe hier unter "Termine") und das Buch von Hans-Michel Becker "Äbte, Kies und Duffesbach" (Verlag J.P. Bachem, Köln, 1987) sehr zu empfehlen.


Alle, die erfolgreich geloggt haben, können das Logo dieses Caches gerne in ihr Profil aufnehmen!
Dazu auf der eigenen Profilseite die folgenden Zeilen eingefügen:

<a href="http://coord.info/GC2EN64" target="_blank"> <img src="http://img.geocaching.com/user/949fcca3-d460-48db-a3a8-06888332cd34.jpg" alt width="250" border="0" /></a>

Additional Hints (Decrypt)

Fpunhvafoynh anur Jnaq haq hagrez Rsrh / 2019 jheqr qre Jreg süe S abpu rvazny träaqreg -> S= K-3

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)