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emflokamaro: So, es ist leider soweit. Die ersten Bauarbeiten am Betriebshof zur Umgestaltung in eine Schule haben begonnen. Die Dose war offiziell nicht mehr erreichbar. Somit danke ich allen Findern für die netten Worte und den vergebenen Schleifchen!

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Hygiene für Alle!

A cache by emflokamaro Send Message to Owner Message this owner
Hidden : 10/14/2010
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
1 out of 5

Size: Size: regular (regular)

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Geocache Description:


Bitte die Dose beim Zurücklegen auf dem Balken ablegen, nach links schieben bis sie wieder gut gehalten wird! Prüft den festen Sitz! Die Logbuchdose mit etwas „Liebe“ öffnen, ihr werdet schon sehen!

 

Neben den städtischen Schwimmhallen gab es früher auch einfache so genannte Volksbäder. Sie dienten vorwiegend den Bewohnern, die keine Bäder in ihren Wohnungen hatten.

 

Volksbäder waren öffentliche Badeanstalten mit Dusch- oder Wannenbädern, die vor allem den Unterschichten die Möglichkeit zu regelmäßiger Körperpflege boten. Die ersten Volksbäder entstanden in Europa Mitte des 19. Jahrhunderts, in England.

Das Zeitalter der Aufklärung brachte ein Umdenken in punkto Hygiene, die vorher weitgehend vernachlässigt worden war, auch von den oberen Schichten. Da der Großteil der Bevölkerung keinen Zugang zu fließendem Wasser hatte, von Badeeinrichtungen ganz zu schweigen, setzten sich Mediziner dafür ein, öffentliche Badeanstalten einzurichten. 1842 wurde in Liverpool die erste öffentliche Wasch- und Badeanstalt für Arbeiter eingerichtet. Das erste deutsche Volksbad entstand 1855 in Hamburg am Schweinemarkt. In Berlin gab es das erste Volksbad erst 1879!

Den öffentlichen Durchbruch, was die Akzeptanz solcher Einrichtungen angeht, schaffte der Berliner Dermatologe Oskar Lassar, der 1874 den „Berliner Verein für Volksbäder“ gründete, dessen Motto lautete: „Jedem Deutschen wöchentlich ein Bad!“. Damit waren keine Wannen-, sondern in erster Linie Brausebäder gemeint. Heute spricht man allgemein vom Duschen. Der entscheidende Erfolg bei der Durchsetzung des Volksbrausebads kam mit der Berliner Hygieneausstellung im Jahr 1883. Lasar hatte dort eine 8 x 5 Meter große Wellblechbarracke aufgebaut mit insgesamt zehn Duschzellen für Frauen und Männer. Hier konnte jeder während der Ausstellung für 10 Pfennig ein Brausebad nehmen, inklusive Seife und Handtuch. Die Nachfrage war außerordentlich überzeugend. Insgesamt nutzten 7300 Personen das Angebot.

Meyers Konversationslexikon von 1888 widmete dem Volksbrausebad einen ausführlichen Artikel:

„Eine größere Bedeutung haben in der neuesten Zeit die Volksbrausebäder erlangt, welche den unbemittelten Volksklassen die Wohltat gesundheitsfördernder Reinigungsbäder gewähren sollen. (…). Die Bedingung, ein warmes Reinigungsbad für einen dem Einkommen der ärmeren Bevölkerungsklassen entsprechenden Preis liefern zu können, wird durch das Brausebad erfüllt. (…). Zellen von etwa 1,5m Länge und 1,10m Breite werden mit einer festen Brause für warmes Wasser und einer Schlauchbrause für kaltes (bei Frauenbädern auch für warmes) Wasser versehen. (…). Ein einfacher Ecksitz, darüber ein Kleiderrechen und ein kleiner Spiegel sowie in der Nähe der Brause befestigter Seifenapf vervollständigen die Ausstattung der Zellen. Diese Einfachheit, besonders aber das Fehlen jeden Badegefäßes und somit der Gelegenheit zur Ablagerung von Unreinlichkeiten und Ansteckungsträgern machen die Brausebäder namentlich vom hygienischen Standpunkt aus zu einer überaus geeigneten Form für Volksbäder. (…).“

Heute gibt es in Europa nur noch wenige Volksbäder, da ja fast jede Wohnung ein Badezimmer hat.

Neben den mindestens 8 Volksbädern (das Dianabad bereits seit 1865!) waren im Dresdener Adressbuch von 1932 über zwanzig weitere, private Wannenbäder verzeichnet.

Zum hier gezeigten Volksbad Tolkewitz war nicht mehr viel in Erfahrung zu bringen. Das 1901 errichtete Kraftwerksgebäude der „Dresdner Straßenbahn-Gesellschaft“ wurde nach deren Stilllegung 1928 zum Volksbad umgestaltet. Das Löbtauer Volksbad war als Wannen- und Reinigungsbad von 1902 bis 1994 in Betrieb und das letzte seiner Art in Dresden!

In diesem Zusammenhang sei auch kurz das (einzigste!) Deutsche Hygiene-Museum in Dresden genannt, dass 1912 von dem Dresdner Unternehmer und Odol-Fabrikanten Karl August Lingner nach der 1. Internationalen Hygiene-Ausstellung (1911) als „Volksbildungsstätte für Gesundheitspflege“ gegründet wurde.

 

Quellen: www.wikipedia.de, www.dresden.stadtwiki.de

 

Nun aber zum Cache.

Am Start seht euch das Volksbad-Gebäude mal näher an. Wie viele Lampen hängen über dem größeren Eingang (A)? Links an der Wand (nicht hinter dem Zaun) könnt ihr noch einige verblichene Wörter lesen. Wie viele sind es denn über der altdeutschen Schrift (B)? Und wie viele Buchstaben haben diese B Wörter zusammen (ED)? Wie viele Stufen musste man denn zum Volksbad hinauf steigen (C)? Ein Blick den Giebel hinauf, erkennt ihr sicher ein schönes Relief der Straßenbahner. Wie viele Speichen sollten ohne Flügel zu sehen sein (F)?

 

Das Final findet ihr bei: N51°02. (A)(B/2)(C)E013°49.DEF

 

 

 

Additional Hints (Decrypt)

zntargvfpu

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)



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