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Alt-Wiener Spaziergang: Von Schweden zu Schotten Multi-cache

Hidden : 10/22/2010
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   micro (micro)

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Geocache Description:

Kurzfassung

Touristisch angehauchter klassischer “Multi“.

Weglänge: ca. 1.5 km. Nicht ganz stufenfrei, aber prinzipiell auch bei Nacht machbar.
Dauer: etwa 45 Minuten.
Als Service für Papier-Cacher gibt es einen inhaltsgleichen, aber schöner formatierten PDF-file.


An English description is available as PDF, many thanks to schaf1 for the translation!

Version 1.01: Koordinaten-Tippfehler ausgebessert
Version 1.02: Einen Fehler im PDF korrigiert - Dank an Wuzy van der Alm

Einleitung

Dieser Cache ist Teil einer Serie von Touristenpfaden der Wiener (Innen-)Stadt. Die anderen verfügbaren sind auf dieser Liste zu finden.

Dieser hier ist schwierigkeitstechnisch vergleichsweise einfach und für echte eingeborene Wiener von den Stationen her auch wenig bemerkenswert – die Challenge liegt eher daran, zu bestimmten Tageszeiten nicht in einem gewissen Gebiet am Weg zu „versumpern“. Trotzdem zu viel Aufwand im Vergleich zu einem Tradi ? Überwinde dich - was dir an Motivation fehlt, ist nur das „ation“ – ein Motiv hast du ja.

Der Weg

N 48° 12.663 E 016° 22.626

Du stehst am Schwedenplatz beim Hafnersteig.

Der Schwedenplatz hat seinen Namen als Dankesbezeugung für die nach dem Ersten Weltkrieg an Österreich geleistete Rotkreuzhilfe des Landes. Das gilt übrigens auch für die Hollandstraße in der Nähe.

In einem bei George Orwell bekannten Jahr feierten die Hafner ein rundes Jubiläum, nimm die auf der Tafel diesbezüglich genannte Anzahl von Jahren und bilde davon die zweistellige Quersumme für den Wert H.

Der Handwerker, welcher Geschirr und Kacheln herstellt, heißt in Süddeutschland und Österreich „Hafner“; in Nord- und Ostdeutschland wird er als „Töpfer“ bezeichnet. Heute nennen sich die „Tontechniker“ innungsmäßig lieber „Keramiker“.
Gleich in der Nähe befindet sich auch das kleine, gemütliche Gasthaus "Griechenbeisl". Hier waren viele populäre Zeitgenossen wie Johannes Brahms, Richard Wagner, Franz Grillparzer und Johann Nestroy Stammgäste und hinterließen ihr Autogramm an der Wirtshauswand.

Geh‘ die Stufen hinauf. Die Anzahl der Stufen ergibt für dich den Wert S. Oben angekommen siehst du ein Schild, auf welchem Fuhrwerksbesitzern etwas in Großbuchstaben vorgeschrieben wird. Die Anzahl der Buchstaben dieses Wortes ergibt für dich L.

An der Fassade des Griechenbeisls ist in 4 Meter Höhe das Holzrelief eines Dudelsackpfeifers angebracht: "Der liebe Augustin". Seine Geschichte ist allgemein bekannt - während die Pest in Wien tobte, soff sich der gute Mann einen mächtigen Rausch an und fiel in die Pestgrube. Am nächsten Tage wachte er unter all den Toten auf, aber ihm passierte nichts – Alkohol desinfiziert offensichtlich sehr wirksam. Zynische Physiker behaupten ja auch, der Doppler-Effekt wäre in einem Heurigenlokal erfunden worden.

Folge der schmalen Griechengasse nach Süden, wo du die Straße überquerst und danach bei N 48 12.629, E 016 22.636 auf die Kirche der heiligen Dreifaltigkeit zurückblickst. Zähle die Fenster der Kirche, multipliziere sie mit der Quadratwurzel aus den Rundbögen und ziehe die geschätzte Höhe der Kirche in Zentimetern davon ab. Nein, nur ein Scherz – die Hausnummer der Kirche ergibt für dich den Wert N.

Die Griechenkirche zur heiligen Dreifaltigkeit wurde von Theophil Hansen erbaut, der unter anderem auf der Ringstraße auch für das Parlamentsgebäude verantwortlich zeichnet.
Das interessiert aber möglicherweise nur wenige, denn der typische Wiener, der mehr über fremde Kulturen erfahren möchte, begnügt sich ja oft damit, z.B. griechisches Joghurt zu essen.

Wende dich in Richtung Westen und folge dem Fleischmarkt (ja, die Straße heißt so), bis du auf die quer verlaufende meist ziemlich belebte Rotenturmstraße kommst. Hier gibt es keine Ampel, aber du würdest dich ohnehin nur wundern, wie viele Österreicher die Farbe Grün nicht kennen.
Diese überquerst du und biegst an der nächsten Ecke gleich wieder rechts ab. Du stehst hier am virtuellen Eingang des „Bermudadreiecks“, in welches du bergab hineingehst. Je nach Tages- und Jahreszeit ist hier entweder gar nichts oder die Hölle los - man kann hier definitiv viel Spaß haben, aber Herrn&Frau Niveau trifft man dort eher selten. Wie Ortskundige wissen, hätten wir dieses „Gretzl“ auch in einer etwas anderen Streckenführung von Norden her betreten können – ich wollte aber vermeiden, daß jemand im Vorbeigehen den kulinarischen Verführungskünsten des nahen Schachtelwirts zum Opfer fällt.

Dieses Lokal- und Szeneviertel gibt es seit 1980, als Sepp Fischer in einem ehemaligen Textilhaus am Rabensteig das Bierlokal Krah-Krah gründete - was heute als Geburtsstunde des Bermudadreiecks gilt. Die Namensgebung ist angeblich darauf zurückzuführen, dass so mancher Student für mehrere Nächte in diesem Viertel „verschollen“ war und sich danach an nichts erinnern konnte. Wer jetzt gerade einen dringenden Zapfhahndrang verspürt, hat die gute Gelegenheit, hier eine Pause einzulegen.

Beim Lokal „Krah Krah“ zählst du die Vögel im Logo und erhältst K. Dort biegst du auch links in die Seitenstettengasse ab und folgst ihr weiter bergauf bis du bei Haus Nr. 4 bei N 48 12.694, E 016 22.487 zur Synagoge kommst.

Besichtigungen der Synagoge sind möglich, aber man durchschreitet hier schon seit längerer Zeit einen am Flughafen üblichen Scanner. Es ist die einzige Wiener Synagoge, die 1938 nicht in Brand gesetzt wurde: hier war die gesamte Dokumentaiton über die jüdische Bevölkerung Wiens deponiert und hätten die Nazis alles verbrannt, hätten sie nachher nicht gewußt, wen sie verfolgen sollten.

Sie wird an der Fassade durch eine der in Wien üblichen Denkmalhinweis-Schilder beschriftet. Zähle die Anzahl der Ziffern auf der gesamten Tafel und du erhältst T. Alternativ dazu kannst du für diesen Wert auch die Anzahl der Lokale im Bermudadreieck zählen, in denen Ottakringer ausgeschenkt wird – allerdings würdest du dann den Cache der allergrößten Wahrscheinlichkeit nach heute nicht mehr finden.

Ein paar Schritte weiter kannst du auf einem Schild lesen, daß Adalbert Stifter hier etwas beobachtet hat. Zähle die Buchstaben des Wortes, das seine Beobachtung beschreibt und du erhältst M.

Geh‘ weiter und du erreichst einen Platz, auf dem du dich rechts hältst und bei N 48 12.713, E 016 22.451 die Ruprechtskirche erreichst. Rechts von ihrem Eingang siehst du eine Steintafel mit Kreuzen - die Anzahl der Kreuze ergibt für dich P.

Die Ruprechtskirche gilt allgemein als die älteste Kirche Wiens, zumindest hat sie die ältesten Glasfenster. Gleich daneben befand sich das Salzamt. „Salzer“ hatten damals das kaiserliche Patent, auf dem Gries (Salzgries) das dort mittels Schiffen angekommene Salz zu verkaufen. Man nannte sie auch Griesler, aus welcher Bezeichnung später das Wienerische Greißler entstand.
Mit dem Salzfreihandel wurde das Gebäude 1832 demoliert - in den Jahren vorher war es nur mehr ein „Amt ohne Funktion“. Daraus entstand das Wiener Sprichwort, wonach man sich „beim Salzamt beschweren“ möge.

Wir gehen jetzt wieder einige Schritte zurück und biegen am Platz rechts in die Sterngasse ein, wo bald einige bergab führende Stufen auf uns warten. Wir zählen die Stufen, bis wir wieder auf Straßenniveau angekommen sind und merken uns deren Anzahl.

Danach biegen wir beim kleinen Kreisverkehr links ab und folgen der Marc Aurel Straße kurz, bis wir an einer Hausecke einen bärtigen Mann sehen. Dort biegen wir nach rechts ab und gehen dann geradeaus, an der Salvatorkapelle vorbei.

Wir halten uns stur geradeaus (lassen uns auch durch eine merkwürdige Gasse mit dem Namen "Stoß im Himmel" nicht verwirren), bis wir die in die Umgebung eingeklemmte Kirche Maria am Gestade erreichen. Bei ihrem Haupteingang bei N 48 12.767, E 016 22.203 siehst du in etwa 2 Meter Höhe insgesamt 8 fast lebensgroße Figuren. Wieviele davon sind Frauen ? Das ergibt für dich den Wert V.

Sie ist eine der ältesten Kirchen von Wien, hieß ursprünglich „Unsere Liebe Frau auf der Gstetten“ und hat eine bewegte Geschichte hinter sich: untrer anderem wurde sie während der napoleonischen Kriege als Pferdestall benutzt. Im 18.Jh wollte man sie abreißen, aber die Demolierung wäre zu teuer gekommen, also ließ der Magistrat das vernachlässigte Objekt stehen.
Der heutige Name leitet sich von der ehemaligen Lage der Kirche am „Hochgestade“ eines Armes der damals noch unregulierten Donau ab.

Wir setzen den Weg weiter geradeaus fort und müssen schon wieder einige Stufen nach unten zurücklegen, die wir wieder zählen. Dann vergleichen wir: sind das hier anzahlmäßig bis zum Straßenniveau mehr Stufen als vorhin bei der Sterngasse ?
Dann gilt: W=2. Sind es hier weniger, dann W=5. Bei Gleichheit: W= 7.

Auf Straßenniveau angekommen, schauen wir (nach einem vor allem in der Nacht sehenswerten Blick zurück) bei der nächsten Hausecke bei N 48 12.788, E 016 22.160 nach links. Multiple-choice Fragen sind a) trottelhaft b) totaler Unsinn c) bei Caches längst Alltag – daher siehst du links:
Einen großen Baum (R=2)
Eine Brücke (R=6)
Einen Brunnen (R=8)

Jetzt ist es an der Zeit, den Cache zu suchen, also benutze eine der hier ein kleines Stücken weiter befindlichen (hoffentlich freien) Parkbänke. Ein paar kleine einfache Rechnungen noch und du bist am Ziel. Da für manchen Mathematik die schwierigste aller Fremdsprachen ist, kommt nur eine einzige Grundrechenart zur Anwendung.

Sollten die ermittelten Koordinaten viele Kilometer weit von deinem Standort entfernt sein, liegst du definitiv falsch. Du wirst schon noch ein Stückchen gehen und am Finalort auch bißchen Mut beweisen müssen, aber du schaffst das schon ! ;-)

H =
S =
L =
K =
N =
T =
M =
P =
V =
W =
R =

A = S - R - V - W
B = R - W
C = P - K
D = S - H - P - W
E = M - L - W
F = T - P - K

Du findest den Cache gemäß der üblichen Koordinaten-Kodierung bei:

Nord 48° 12.ABC
Ost 016° 22.DEF

Wenn dir eine Variable „überbleibt“, dann heb‘ sie dir auf, es könnte sein, dass sie dir für diesen Bonus-Cache von Nutzen ist ;-).

Falls du mit deinen Werten auf keinen grünen Zweig kommst, kannst du diesen niegelnagelneuen Multi-Checker bemühen!

Und vergiß' nicht: unter jedem aufwendigen Listing stehen immer auch hundert Cacher, denen außer „TFTC“ im Copy&Waste-Modus nichts mehr eingefallen ist. Das ist manchmal berechtigt, aber oft schade. Wenn dieser Cache dir geholfen hat, deine schlechte Laune zu verderben, dann laß uns das wissen... ;-)

Additional Hints (Decrypt)

Flantbtr: mjrvfgryyvt
Svany: Yvpugfcvry-Mhzcsrey

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)