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GEOPARK Manganerzrevier Ilfeld

A cache by Team sissifalke Send Message to Owner Message this owner
Hidden : 10/29/2010
Difficulty:
2.5 out of 5
Terrain:
2.5 out of 5

Size: Size: other (other)

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Geocache Description:


Manganerzrevier Ilfeld

Lehrpfad Manganerz-Bergbau "Kleiner Möncheberg"

Der Bergbau im Harz hat eine tausendjährige Tradition.

In der Vielfalt interessanter Erze und Gesteinsarten auf kleinsten Raum liegt Ilfeld in Deutschland an 7. Stelle. Ilfelder Mineralien und die Geologie sind weltweit bekannt.

Das Braunsteinhaus ist das ehemalige Zechenhaus des hier wohl bereits im Mittelalter, bergmännisch fachgerecht seit Anfang des 18. Jh. betriebenen Manganerzbergbaus. Braunstein ist eine alte bergmännische Bezeichnung für derbe braunschwarze Manganerze.

Manganit bildet meist Stufen lang - prismischer, schwarzer, hochglänzender Kristalle, welche in Ausnahmefällen eine Länge von 10 cm erreichen. Da Manganit nirgendwo auf der Welt in solch hervorragenden Schaustufen vorkommt, gilt Ilfeld als "Typlokalität" für dieses Mineral. Die Venezianer im Harz, welche angeblich Gold suchten, waren auf das Manganit des Ilfelder Raumes aus. Venedig war seit dem frühen Mittelalter das Zentrum der europäischen Glasmacherkunst. Eines der dort gehüteten Geheimnisse war das Verfahren zur Herstellung von farblosen Gläsern, zu deren Produktion ein Zusatz von Manganoxid erforderlich war.

Der Manganerzabbau wurde zunächst bis zum Jahr 1890 betrieben und dann wegen Erschöpfung der Lagerstätte eingestellt. Ab 1916 folgte eine zweite Bergbauperiode, die im Jahr 1922 mit der endgültigen Stilllegung des Ilfelder Manganerzbergbaus endete.

Geologie

Im Ilfelder Becken wurden Manganerze mit Pyrolusit (Mn02), Hausmannit (Mn3O4) und Manganit (MnOOH)abgebaut. Dabei finden sich diese Erzminerale überwiegend in hydrothermalen Gängen, die im Zusammenhang mit dem permischen Vulkanismus stehen. Als Gangarten finden sich hauptsächlich Kalkspat, Quarz und Baryt. Anhand der erhaltenen Pingen und Halden ist die Lage der vererzten Gänge noch heute nachzuvollziehen. Die horizontale Erstreckung der Gänge beläuft sich auf 10 -15 m, selten auf 60 m. Die durchschnittliche Mächtigkeit beträgt 0,45 m bis 0,60 m.

Die Manganerzlagerstätten zwischen Ilfeld und Sülzhayn haben Porphyrit zum Nebengestein. Der Porphyrit gehört zur Rotliegenden Schichtenfolge des Ilfelder Beckens. Neben vulkanischen Gesteinen (Porphyrit und Melaphyr) sind dort auch sedimentäre Gesteine, wie Konglomerate und Sandsteine, vorhanden. Im Porphyrit konnten sich bei der tektonischen Beanspruchung Gangspalten herausbilden, die bald danach mit Manganerzen und teilweise auch mit Eisenerzen gefüllt wurden. Diese Vorgänge spielten sich vor etwa 270 - 260 Millionen Jahren ab, als sich die Erdkruste im Bereich des heutigen Harzkerngebirges senkte. Dadurch entstanden gewaltige Spannungen in der Erdkruste. Es rissen Spalten auf, in denen aus dem Erdinneren glutflüssige Massen aufstiegen und je nach Zusammensetzung und Temperatur in den umgebenden Gesteinen erstarrten. Dabei schieden sich u. a. Mangan- und Eisenerze sowie Schwerspat ab, die in mehreren Betriebsperioden teilweise über lange Zeiträume Gegenstand intensiver bergmännischer Tätigkeit waren.

Historischer Manganerz-Bergbau-Lehrpfad am Braunsteinhaus

Die von kulturhistorischer Bedeutung vorhandenen Bergbaurelikte des Erzbergbaus am Braunsteinhaus sind als Bodendenkmale unter Schutz gestellt. Diese Geländemerkmale des vorindustriellen Bergbaus sind von großer montanhistorischer Bedeutung und deshalb unter einen besonderen Schutz gestellt, so dass ein Betreten dieser Anlagen verboten ist.

Um diese historischen Abbaugebiete den interessierten Menschen zugänglich zu machen, wurde ein Lehrpfad durch dieses Gelände am Kleinen Möncheberg angelegt.

Der Rundweg ist in 12 Stationen eingeteilt und erklärt so den erfolgten Erzabbau in dieser Region. Im Bereich des Rundweges befinden sich steile Felswände und wenig überdeckte untertägige Hohlräume, von denen gewisse Gefahren ausgehen. Deshalb sollte man unbedingt auf dem ausgeschilderten Weg bleiben. Der Rundweg ist so angelegt, dass von dort keine Gefahr ausgehen kann.

Der Weg beginnt ca. 150 m vor dem Braunsteinhaus auf der linken Seite, worauf ein Schild hinweist. Dort befindet sich auch ein Waldparkplatz. Wenige Meter weiter führt uns die abzweigende Waldstraße links Bergauf zur 1. Station.

Trotz der großen Vielfalt an interessanten Dingen möchten wir bitten, dass aus Sicherheits- und Denkmalschutzgründen ein Verlassen der Wege verboten ist.

Bitte beantwortet folgende Fragen:

1. Nenne anhand des Zeitfensters die Entstehung des Ilfelder Beckens mit den jüngeren Erz -und Mineralgängen.

2. Welche Erze kannst du im stark verwitterten Porphyrit erkennen? ( Station1)

3. An Station 2 siehst du ein verbrochenes Mundloch. Aus welcher Bergbauperiode stammt die vorgelagerte Halde?

4. Das berühmte Foto!

Dieses ist ja bekanntermaßen keine Logbedingung mehr, also nennen wir es "Owner-Wunsch". Macht ein schönes Bild von Euch oder eurem GPS im Hintergrund an einer beliebigen Station und fügt es dem Log bei.

Die korrekten Antworten gelten dann als Logberechtigung!
Schickt eine Mail mit euren Antworten an sissifalke@arcor.de
Nach dem Absenden der Antworten könnt ihr gleich loggen, falls etwas nicht in Ordnung ist, melden wir uns.
Ihr braucht nichtunsere Logfreigabe abwarten!

Wir wünschen euch ganz viel Spaß bei dieser geologischen Entdeckungsreise!

Hat euch eure Reise gefallen, freuen wir uns natürlich über einen Favoritenpunkt.

Team sissifalke



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