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Triftgletscher

A cache by märklinheini Send Message to Owner Message this owner
Hidden : 10/3/2011
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
4 out of 5

Size: Size: other (other)

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Geocache Description:


Der Triftgletscher ist ein Talgletscher im äußersten Osten des Kantons Bern in den Zentralalpen der Schweiz. Er war 1973 noch etwa 5,75 km lang, im oberen Teil bis zu 3 km, im Zungenbereich aber kaum mehr als 500 m breit. Dabei bedeckte er 1973 mit seinen Seitengletschern eine Fläche von ungefähr 16,55 km2. Er ist also eher ein kleinerer Gletscher und wird auch immer kleiner. Er ist schon etwa um die Hälfte abgeschmolzen (Stand etwa 2011-2012), jetzt sicher noch weiter, aber dazu später mehr.

Gleich mal die Fragen, denn lange Beschreibungen werden bei vielen GPS-Geräten nicht vollständig angezeigt.
Um den Cache loggen zu können beantworte folgende Fragen und schicke mir die Antworten:

  1. Schaue dich genau hier in der Gegend um. Du müsstest überall Schleifspuren entdecken. Dünne Striche auf den Felsen. Zu was sind/waren sie parallel, wodurch sie auch entstanden sind? (Es gibt kein Schild dazu! Das Tal oder der Fluss sind nur indirekt gemeint. Besonders gut in der Nähe der Kamera zu sehen.) Tipp: Denke dich in der Zeit zurück.
  2. Warum glaubst du wird der Gletscher so intensiv mit Kameras beobachtet? Was könnte passieren, wenn der Gletscher weiter abschmilzt und das Eis nur noch gerade so über die steile Felswand (60% Gefälle) reicht?
  3. Was zeigt das unterste Bild auf der Metallsäule auf dem Schild Richtung Brücke an den Hauptkoordinaten, was will man vielleicht zukünftig nutzen und warum ist es da?
  4. In welchem Jahr hättest du gar nicht an der Metallsäule stehen können und warum nicht? (gleiches Schild wie vorherige Frage, hilft bei der ersten Frage)
  5. Optional: Mache ein Foto mit deinem GPS/dir (was du möchtest) mit dem Gletscher im Hintergrund und hänge es deinem Log an. Ist sicher eine interessante Dokumentation über die Abschmelzung des Gletschers. Auf der anderen Seite der Brücke hat man eine besonders schöne Sicht auf den Gletscher und den See.

Ihr dürft gleich loggen, ich melde mich bei Problemen und wir finden zusammen die richtige Lösung.

Entstehung:
Der Triftgletscher entsteht aus mehreren Firnbecken an der Nordflanke des Winterbergmassivs. Dort sammelt sich der Schnee im Winter und wird durch sein Eigengewicht zu Gletschereis zusammengedrückt. Seinen Ausgangspunkt nimmt er am Nordhang des vergletscherten Tieralplistocks auf 3.300 m ü. M. Er fließt nordwärts und wird bis 3 km breit, im Westen vom Diechterhorn (3.389 m ü. M.) und im Osten vom Weissen Nollen (3.398 m ü. M.) begrenzt. Über den firnbedeckten Pass (3.081 m ü. M.) hat der Gletscher gegen Süden Verbindung mit dem Rhonegletscher. Weitere Zuflüsse hat der Triftgletscher aus dem Triftsack, einem Eisbecken nördlich des Weissen Nollens, sowie vom Hinteren Tierberg, vom Gwächtenhorn (3.215 m ü. M.) und vom Steinhüshorn (3.121 m ü. M.). Da die Zuflüsse alle sehr weit oben liegen, kann man sie von der Triftbrücke aus leider schlecht sehen. Am Oberen Sack stürzt der Gletscher wild zerklüftet über eine 400 m hohe Felswand steil in die Tiefe (Gefälle von etwa 60 %). Unterhalb dieser Steilstelle mündet der Triftgletscher in den Triftsee. Das Triftwasser fließt durch die Schlucht in der Felsbarriere vor dem Gletscher, über die auch die Triftbrücke führt, aus dem See. Das Wasser fließt, nachdem es durch die ganze Triftschlucht nach unten geflossen ist, in das Gadmerwasser, welches später in die Aare mündet.

Problem Erderwärmung:
Während der Kleinen Eiszeit Mitte des 19. Jahrhunderts reichte das Eis des Triftgletschers über 2 km weiter talabwärts. Also würde man, wenn man auf der heutigen Triftbrücke steht, noch voll über, zeitweise wohl auch im Gletschereis sein! Der Talkessel, in dem heute der Triftsee liegt, war noch bis weit ins 20. Jahrhundert hinein mit einer großen Eismasse aufgefüllt. So wird einem schnell klar, wie stark der Gletscher abgeschmolzen ist. Und das in etwa 40 Jahren! In den 1990er Jahren begannen sich an der Gletscherzunge direkt hinter der Felsbarriere kleinere Schmelzwasserbecken zu bilden, die sich allmählich vergrößerten. Besonders stark setzte dem Gletscher der Hitzesommer 2003 zu. Der See wurde rasch größer, die Gletscherzunge versank förmlich im Schmelzwassersee und löste sich darin auf, was zu einem Gletscherrückgang von über 152 m innerhalb eines Jahres führte! Seit 1861 hat sich der Gletscher um insgesamt 2.771 m zurückgezogen. Das ist fast die Hälfte der ursprünglichen Länge. (Stand etwa 2011-2012) Jetzt ist er sicher noch weiter abgeschmolzen. (Siehe auch die Bilder aus den Logs der Cacher, die da waren.)

Forschung:
Bei N 46°41.622 E 008 21.357 steht eine Kamera mit der die Veränderungen des Gletschers beobachtet werden. Im Gletschereis sind auch einige Seismometer eingelassen, die Erschütterungen im Eis registrieren. Die Forscher können mit der Kamera sehr genau das Abschmelzen beobachten. Mit den Seismometern werden ständig die Erschütterungen im Gletscher registriert, damit man die Vorgänge innerhalb des Eises besser verstehen kann, wie z.B. die Spaltenbildung. Hier wird vor allem Grundlagenforschung betrieben, aber es werden grundlegende Erkenntnisse erwartet, da sich auf den Triftgletscher die Erderwärmung mehr auswirkt, als auf irgendeinen anderen Gletscher. Hier forscht die ETH, die Eidgenössiche Technische Hochschule Zürich.

Triftbrücke:
Die Triftbrücke ist eine Fußgänger-Seilbrücke nach dem Vorbild der nepalesischen Dreiseilbrücken. Die Triftbrücke ist eine der längsten und höchsten Fußgänger-Hängeseilbrücken der Alpen. Die erste Triftbrücke wurde 2004 gebaut, da der Weg zur Trifthütte, die oberhalb östlich des Gletschers liegt, über den Gletscher führte, dieser ja aber abgeschmolzen ist. Da die Brücke bei Wind aber leicht zu schwingen begann und immer mehr Touristen zur Brücke wollten, baute man 2009 eine neue Brücke mit Seilabspannungen. Damit sie besser zu erreichen ist, wurde sie 30 m höher gebaut, wodurch sie jetzt beeindruckende 100 m hoch und 170m lang ist. Nichts für Cacher mit Höhenangst. Aber das Gefühl auf der schmalen Brücke sollte man sich nicht entgegen lassen.

Wanderung:
Ich empfehle euch mit der Triftbahn hochzufahren. Ihr könnt natürlich auch das Trifttal hochlaufen, was aber sicher mehr als 2 Stunden dauert. Dann führt ein felsiger Bergwanderweg in etwa 1 Stunde 30 min. hoch zur Triftbrücke. Ihr braucht unbedingt festes Schuhwerk und übernehmt euch nicht. Es gibt einige gefährlichere Stellen. Seid dort bitte vorsichtig! Dann genießt die schöne Aussicht auf den Gletscher und See. Danach könnt ihr noch den Ketteliweg hoch zur Windegghütte gehen (Achtung: sehr steiler Weg im Felsen mit Ketten) und auf der anderen Seite wieder runter zum Weg ins Tal (oder Bahnstation). Somit ergibt sich eine nette Rundwanderung mit schönen Blicken auf den Gletscher.


Viel Spaß wünschen märklinheini und evakuierer.


The Trift Glacier is a valley glacier situated in the east of canton Bern in the Central Alps of Switzerland. In 1973 the Trift Glacier was 5.75km long and its upper part was nearly 3km wide. However, the width of the glacier’s tongue never extended 500m. The Trift Glacier and its lateral glaciers covered an total area of 16.55 km2. Despite the impressive size, it is regarded as one of Switzerland’s smaller glaciers. Unfortunately it is still getting smaller. Until 2011-2012, it almost lost half of its original length. Today it should be even more, but you will read more information about this later.

To log the cache send me the answers of the following questions:

  1. Look exactly here in the area around. You should have discovered everywhere drag marks. Thin lines on the rocks. What are/were they parallel to, which were also born? (There is no sign! The valley or the river are only indirectly meant!) Hint: Think you back in time.
  2. Why do you think is the glacier so intensively monitored with cameras? What could happen, when the glacier melts more and the ice only covers the dramatic steep (60%)?
  3. What can you see in the lowest picture on the metal column on the sign directional bridge on the main coordinates, what will maybe be used in the future and why is it there?
  4. In which year could you not have standing near the metal column and why not? (same sign as in the question before, helps to answer question one)
  5. Optional: Take a picture of you/your GPS (what you want) with the glacier in the background and post it in your log. On the other site of the bridge you have an exceptionally good view to the glacier and the lake. Tips for a better English translation are also very welcome!

You can log straight away, I will contact you if there are any problems and we will find together the right solutions.

Formation:
The Trift Glacier was formed by several firn basins on the north side of the Winterberg massive. During the winter months the accumulation of snow and ice exceeds ablation and the snow compresses itself to glacier ice by its own weight. The glacier begins on the north slope of the glaciated Tieralplistock; 3.300 m above sea level. It extends northwards and widens itself to an impressive total width of 3km. Its natural boundaries are the Diechterhorn (3.389 above sea level) to the west and the Weissen Nollen (3.398 above sea level) to the east. A firn-covered pass (3.081 m a.s.l) connects the Trift glacier and the Rhone Glacier (German: Rhonegletscher). Other tributary are the Triftsack, an ice pool north of Weissen Nollen, as well as from the Hinterer Tierberg, the Gwächtenhorn (3.215 m a.s.l) and the Steinhüshorn (3.121 m a.s.l). Because of the height of the contributing ice, they are hardly visible from the Triftbridge. At the Oberer Sack the wildly fissured glacier covers a dramatic steep (60%) 400m cliff. At its foot the Trift Glacier flows into the Triftlake. The Triftwater flows in the valley though the rock barrier in front of the glacierlake. The Trittbridge stretches over this rock barrier. Then the water flows through the full length of the valley, into the Gadmerwater, which later empties into the Aare.

Problem Global Warming:
The ice of the Triftglacier stretched more than 2km down towards the valley during the brief ice age during the 1850s. It its present-day position the Triftbridge stretches over the 19th century location of the glacier. You wold stand over the ice, maybe in the ice! Until the 20th century the basin had been filled with glacier ice which gradually melted and turned into the Triftlake. Keeping this in mind one can realize how much of the glazier has melted in a period of less than 40 years. During the 1990s the glacier’s tongue began to form small meltwater lakes directly behind the rock barrier. Those small lakes became bigger and bigger. The exceptionally hot summer of 2003 damaged the glacier severely: The lake got rapidly bigger, the glacier tongue sank into the meltwaterlake and dissolved, which caused decline of more than 152 m of ice during one single year! From 1861 to 2011-2012 the glacier ice has shrunk by 2.771 m, which is almost half of its original length. Today it should be even shrunk more.

Research:
At N 46°41.622 E 008 21.357 is a camera which observes the changes of the glacier. In the glacial ice are also some seismometers embedded which record vibrations in the ice. The researchers can see very exactly the melting with this camera. With the seismometers are permanently the vibrations in the glacier recorded, so that you understand the processes inside the ice better, like e.g. the gap formations. Here is especially basic research conducted, but basic results are expected, because the global warming affects more on the Trift Glacier than any other glacier. Here researches the ETH, the Eidgenössiche Technische Hochschule Zürich (Swiss federal institute of technology Zurich).

Triftbridge:
The Triftbridge is a pedestrian-rope bridge based on Nepalese three-rope bridges. It is one of the longest and highest pedestrian-rope bridges of the Alps. The first Triftbridge was built in 2004, because the original path to Trifthut was on the glacier’s ice and it had melted. Trifthut is located over the east end of the glacier. Because the old bridge swung too heavily in the wind and more and more visitors used the bridge, a new bridge with security cables was built in 2009. To make the bridge more easily accessible the new bridge was built 30 m higher. Now it is impressive 100 m high and 170m long. N.B. the location is not suitable for cachers with acrophobia. But I think you should not miss the feeling.

Hike:
I recommend using the Trift-cable railway. Of course you can hike through the Trifttal, but it takes two hours. Then a rocky mountain hiking trail leads to the Triftbridge in about 1 hour 30 min. You need suitable hiking boots and equipment. The trip can be physically demanding and the trail passes some dangerous spots. Be careful, please! Then enjoy the nice view of the glacier and the lake. After that you can still continue the path "Ketteliweg" which leads to the Windegghut (Attention: the trail is in the rocks secured with chains). From Windegghut you can take a different trail to the gap (or to the cable car station). So in the end you had a nice hiking tour with good views of the glacier.

Thanks to Steph74de+ the Celt for big parts of the English translation!


Enjoy! märklinheini and evakuierer




Ein tolles Video als Vorgeschmack von zwei Cachern die diesen Cache auch gemacht haben gibt es hier. Vielen Dank an hiking-frogs!


Additional Hints (No hints available.)



 

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