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meisernator: Ich räume auf. Dieser Cache wird in das Archiv gehen. Ich bedanke mich bei den Cachern für die netten Logs und hoffe, dass es einigen gefallen hat.

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Sehr Sondebar (aka Wurstfinger)

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Hidden : 12/23/2011
Difficulty:
3 out of 5
Terrain:
3 out of 5

Size: Size: micro (micro)

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Geocache Description:


Protokoll einer Suche nach einem vergessenen und verlorenen, alten Heilbrunnen im Flurstück "An der Aa", Lowick

Autor: Dr. Hans F. Meiser

(Auszug aus dem Bericht von Norbert Schäppe, Bocholter Heimatstimme, 1931)

Die Umgebung

Der Sage nach

In altersgrauer Zeit, als Erzbischof Anno II. Kurfürst von Köln war (11. Jahrhundert), lies dieser, auf dem “Aa Wasser” ein Quellhäuschen bauen. Neben diesem wurde ein Brunnen gegraben, der nie versiegte. Von dem Quellhäuschen ist nichts übrig geblieben als ein heiliges Artefakt, welches auf dem Grunde des Brunnens ruht. Das Wasser mit diesem Kleinod hat heilwirkende Kraft. Wer das heilige Wasser nicht achtete oder es gar verunehrte, wurde bestraft. Einem Fuhrmann, der an dem Aa-Wasser sein durstiges Pferd tränken wollte, wurde vorgehalten, er dürfe das Wasser durch das Tränken des Pferdes nicht verunehren. Der wohlmeinende Rat wurde nicht befolgt, und siehe, nachdem das Pferd seinen Durst gestillt hatte, fiel es hin und verendete. Soweit die Sage.

Die Chronik

(Auszug aus dem Bericht von Norbert Schäppe, Bocholter Heimatstimme,1931) Pfarrer Gerlach Opfel in Suderwick (1678 – 1701) hat uns zwei Notizen in den von ihm neu angelegten Tauf- und Kopulationsbüchern hinterlassen, die Aufschluß geben. Die erste lautet: “1705 in diesem Sommer hatt der Aabrunnen auff der Landtstraße hinder dem Hupfen, gleich wie vor 35 Jahren (also 1670) also wiederumb seinen effect (= seine Wirkung) erzeigt undt vielfältig besucht worden. Es hatte zwar bey Verspührung solcher Würkung die Stadt Einen opferstock dorthin gestelt, welchen aber Hr. Richter ex causa (= aus dem Grunde), dass sich der Stadt jurisdiction (= Gerichtsbarkeit) dorthin nicht erstrecke, Sobalds hinweg thun undt einen anderen daselbst hinstellen lassen. Hoc Anno (= in diesem Jahre) ist eine große trucken (= Trockenheit) gewesen. Jedoch, ohnangesehen viele bronnen vertrucknet, dennoch dieser Brunen verpliebe, dahero vermuthlich, dass bey abgang der Wilden Wässern der (?) seinen effect (= seine Wirkung) gehabt. Die Allmoßen hatt Hr. Sutter cum Scito mei Pastoris (= mit Erlaubnis de Pastors) zu den Unkosten de? Stocks verwandt undt versprochen, wann einiger Ueberschuß geschehen sollte, dass ich solchen ad pias Causas (= zu guten Zwecken) verwenden sollte. In Anno (= im Jahre)1706, umb Lichtmeß, alß der Mond deß Nachts geschienen, der Stock mit sehr großer forie (= Gewalt) gebrochen worden.”

Die Suche

Die einzigen, konkreten Anhaltspunkte für die Suche nach dem Brunnen lieferte uns also der Heimatforscher Norbert Schäppe mit seinem Bericht in den Heimatstimmen, 1931 : Norbert Schäppe über die Fassung dieses Heilbrunnens zur Trinkwasserbeschaffung von Bocholt im Jahre 1929:

“Von dem Brunnen ist nichts mehr zu sehen!”

“Etwa 120 m südlich dieser (Jäger-) Kiefer befindet sich 20 m links von dem Wege nach Rothemühle die Quelle des Aawassers. “Der Brunnen befindet sich direkt an einem Ebereschenstrauch.” . . . “Die Bäume sind seit einigen Jahren abgehauen. Doch die Loden, die aus dem Stubben hervorsprießen, verraten neues Leben.” “. . . war das ganze Gelände aufgewühlt. Das Wasser sollte in einem nahen Nebenbehälter der Rüblinghauser Wasserleitung gesammelt werden.” “Das ganze Gelände um das Aawasser ist ausgefahren. Es ist auch noch festzustellen, dass an der Landstraße gebaut worden ist.”

Frühjahr 2011: Die Suche beginnt

Das Stadtmuseum wird uns bei der Suche fachmännisch unterstützen.

Auswahl des Suchbereiches: ausgehend von der Jägerfichte, dem (heutigen) Weg und den Richtungs-, Entfernungsangaben von Norbert Schäppe wurde der Suchbereich mit einem Toleranzfeld von +/- 10% festgelegt.

Es muß eine Leitung von dem Brunnen zur Quellfassung führen. Diese soll mit einer Metallsonde, durch Rutengang, ggf. durch den Einsatz moderner (teurer aber nicht so ein Humbug, wie die Rutengängerei) Technologien wie Geophone, wie Bodenradar gesucht werden.

Ende Oktober 2011 : Entdeckung des Quelltrichters

Ein Kontakt mit modernster, “berührungsfreier” Technologie – Der Einsatz einer Gamma-Sonde … eine noch recht junge Anwendung dieser Technik in der Archäologie. Die Suche beruht auf der Messung unterschiedlicher natürlicher Gamma-Strahlung von Erdreich, Gesteinen, ggf. Mauerresten. Drei Suchbereiche wurden festgelegt, die einerseits die bisherigen Hypothesen bestätigen / verwerfen sollten, die andererseits den Kataster- Riß von 1929 /1931 mit einer neuen Arbeitshypothese zugrunde legte: Die “Quelle” 2 unmittelbar an der Stauwand ist nicht die Brunnenposition sondern die Einleitung des Brunnenwassers in die Quellfassung der Quelle1.

… und dann zeigte die Sonde bereits 10 Minuten nach Beginn der Messungen im besten Zugang zum Suchbereich I (dichter Baum-Bewuchs) ein Ergebnis, viel zu schnell für die zuvor 1 ½ jährige Suche: die Kontur eines Quelltrichters. Die weitere Auswertung ließ ein Gevierts von 3 m x 4 m erkennen, in dessen Zentrum sich der Quelltrichter befand.

Das schnelle Ergebnis

Ein solches Umfeld bestärkt, den Brunnen hier zu vermuten. Ist das außerdem eine Bestätigung einer in dem Stadt- Archiv erwähnten, einmal dort irgendwo bestandenen Hütte - eines Quellhäuschens? Mauerreste wurden mit der Messung der Gamma-Strahlung nicht festgestellt. Eine Holzhütte oder ein hölzernes Schutzdach für den Brunnen mit dem von Norbert Schäppe erwähnten weißen Kreuz könnte dort gestanden haben. Mit dem ESB wurde daher vereinbart, dass nach der Winterpause vorsichtig von Hand nach den Regeln der Archäologie gegraben wird, um ggf. auch mögliche Reste einer Holzkonstruktion zu finden.

Eine Unsicherheit bleibt: Mit der Gamma-Sonde konnte keine Wasserleitung vom Quelltrichter zur Quellfassung festgestellt werden.

Die zwei weiteren Suchbereiche rund um die anfänglich angenommene Position des Brunnens ausgehend vom "neuen" Weg mit Schäppes Angaben “120 m / 20 m” ergaben keine Hinweise auf Eingriffe für eine Wasserleitung. Dass Schäppe seine Angaben vom "alten", heute nicht mehr bestehenden Weg aus gemacht hat, muß nun als gesichert angesehen werden; denn der Quelltrichter liegt nur wenige Meter, keinesfalls “20 m” neben dem "neuen" Weg. Erst die Grabung im Herbst 2012 wird letztlich Aufklärung geben können, ob der Brunnen gefunden ist.

Der Aufruf

Die Arbeitsgruppe "Aawasser" bittet um die Hilfe der Bevölkerung - besteht doch die Gefahr, dass das Projekt wegen Geldmangels vorzeitig beendet werden muss. Ewald Brömmelkamp (Schatzmeister der AG AaW) beschreibt die finanzielle Situation als "angespannt", da es momentan keinen zeitlichen Horizont für die Gewinnung von Heilwasser der Marke Aa gäbe. Er bemerkt aber: "Eine Unterschriftenaktion würde die Lage entschärfen." Eine Liste liegt in der Nähe der letzten Gamma-Sonde zur Unterschrift bereit. Die Bereitschaft der Kunden dorthin zu pilgern sei das sichere Indiz, dass es sich letztendlich lohnen könne. Die Sonde sei bei den folgenden Koordinaten zu finden:

"MPTFROMIMFGIRMGUOHHTSFGIRMGUOHSVJZDORNRMSVJZ"
"PDZDRVJDHTSFFTROIMFFTRODDOHROMJIMFRTZSVJZUOH"

Die Hand Ewald Brömmelkamps

Additional Hints (No hints available.)



 

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