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Der Basaltstreit - Goetheplatz am Rehberger Graben

A cache by Nine&Dido Send Message to Owner Message this owner
Hidden : 7/12/2012
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
2 out of 5

Size: Size: not chosen (not chosen)

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Geocache Description:


Der Basaltstreit - Goetheplatz am Rehberger Graben

(Harzer Geotop des Jahres 2010)

Hinweis

Bitte den Aufschluss nicht betreten – im Nationalpark Harz gilt das Wegegebot!

Die Blockhalde ist sehr trittempfindlich. Man kann den Kontakt mit bloßem Auge vom Schild aus gut erkennen. Wer mag kann ein Fernglas oder eine Kamera mit gutem Zoom zur Unterstützung verwenden.

Links neben dem Aufschluss führt ein steiler Wanderweg an den Klippen vorbei, auch hier hat meine gute Aussicht auf den Aufschluss.

Einleitung

Am 22. September 1783 stand JOHANN WOLFGANG VON GOETHE während seiner 2. Harzreise an diesem Platz und schaute genau wie ihr auf die vor dir liegende Gesteinswand. Er hatte eine lange Reise hinter sich, um an diesen Punkt des Rehberger Grabens im heutigen Nationalpark Harz zu kommen. Was suchte GOETHE hier? Im späten 18. Jahrhundert tobte unter den Wissenschaftlern der „Basaltstreit“. Forscher hatten erkannt, dass der Basalt und andere Gesteine „dem Feuer“ (Magma und Vulkane) entstammten und nicht „dem Wasser“ (Sediment). GOETHE und andere glaubten dagegen noch, dass Basalt, Granit und ähnliche Gesteine dem Meerwasser entstammten. GOETHES Freund, der Clausthaler Vizeberghauptmann FRIEDRICH VON TREBRA, hatte entdeckt, dass hier der Granit und ein dunkles Nebengestein zusammentrafen. Diesen Aufschluss wollte er GOETHE zeigen. Das gelang, indem VON TREBRA GOETHE auf seine Schultern steigen ließ. Der euphorische Hobbygeologe aus Weimar sah sich durch seine Beobachtung des Granitkontakts zum harten Hornfels in seiner irrigen Ansicht bestätigt, der Granit sei das „neptunische Urgestein“, das von allen jüngeren Sedimenten überlagert werde.

 

 

Schaustück im Bergmuseum Grube Samson                Eine Gesteinsplatte von diesem Aufschluss ist in GOETHES

 Gartenhaus in Weimar ausgestellt.

 

 

Wie entstand dieses Kontaktgestein?

(Was GOETHE nicht wusste:)

Der Brockengranit drang vor ca. 295 Mio. Jahren in die gefalteten Gesteine des Erdaltertums ein, stieg als zähflüssiges Magma bis ca. 4 km unterhalb der damaligen Landoberfläche auf und erstarrte bei ca. 750° C als Tiefengesteinskörper (Pluton). Durch Hitzewirkung veränderte er die benachbarten Grauwacken zu hartem Grauwacke-Hornfels.

 

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Tiefengesteine mit Kontaktzone - Geologische Entwicklung des Gebietes

Durch die variszische Gebirgsbildung (Phase im Erdalterum) vor ca. 300 Mio. Jahren im Oberkarbon wurden die Ablagerungsgesteine im Zuge der Plattentektonik gefaltet, geschiefert und als Teil eines Faltengebirges über den Meeresspiegel gehoben. Dann drang glutflüssiges Magma auf, das im Gebirge stecken blieb und abkühlte. So entstanden die Tiefengesteine Gabbro und Granit. Beim Eindringen der Magmen sind die Umgebungsgesteine kontaktmetamorph verändert wor den. Am Gesteinskontakt entstanden durch die hohen Temperaturen harte, erosionsbeständige Hornfelse. Die Umgebung des Granit-Gabbro-Massivs wird aus Ton schiefern und Grauwacken des Devons und Unterkarbons (ca. 440 - 320 Mio. Jahre) gebildet. Im Devon flossen bei untermeerischen Vulkanausbrüchen Diabas-Laven aus. Erst durch die spätere Hebung und Abtragung der Deckschichten gelangten alle diese Gesteine an die Oberfläche. Durch die Harzhebung wurde das Brocken massiv am Nordrand auf jüngere Gesteine des Harzvorlandes aufgeschoben und die Gesteinsschichten steil aufgerichtet, teilweise sogar überkippt.

Quellen: Infotafel vor Ort (Geopark Harz); www.geopark-harz.de; harzregion.de; geo.uni-tuebingen.de; www.lbeg.niedersachsen.de

Begebt euch an die angegebenen Koordinaten und beantwortet die folgenden Fragen anhand des Hinweisschildes.

Ihr dürft gleich loggen, wenn es Probleme gibt dann melden wir uns.

 

Fragen:

1.     An der Infotafel vor Ort findest du einen Zeitstrahl. Vor wie viel Millionen Jahren fand das hier befindliche Ereignis in etwa statt? (Grüne Markierung)

2.  Um welche Art der Metamorphose handelt es sich hier?

3. Beschreibt mit eigenen Worten wie sich dir der Aufschluss darstellt und wie sich die beiden Gesteine unterscheiden.

Optional:

4. Schön wäre es, wenn ihr ein Bild von euch und dem Aufschluss hochladen würdet.

 

Happy hunting

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