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Jan und Tini: Tschü mit ü.... ;)

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Jan und Tini´s vergessene Kinowelten "Schi-Li"

A cache by Jan und Tini Send Message to Owner Message this owner
Hidden : 12/11/2012
Difficulty:
1 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size: micro (micro)

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Geocache Description:

Das alte Kino


„Will einer in der Welt erjagen, mag er sich rühren und mag sich plagen“ (Friedrich Schiller)

Wohl nur wenige Besucher des heutigen Schillergartens, die an einem lauen Sommerabend ihr Bier aus dem Biergartenausschank holen, werden sich daran erinnern, wie sie hier einst in Klappsesseln Kinofilme anschauten- zu lange ist es her, seit das alte Kino schließen musste.

Anfang der 1970er Jahre flimmerte in diesem „Reprisentheater“ die letzten Helden über die Leinwand. Der Schriftzug „Lichtspiele“ an der Giebelseite des Hauses ist das, was außer den Erinnerungen an die vergangene Zeit geblieben ist. Die Geschichte des Gebäudes, das zurückgesetzt im Garten wie ein Dienstbotenhaus des Schillergartens wirkt, beginnt bereits vor über 200 Jahren.

Auf einem ehemals im Keller dieses Hauses befindlichen Schlussstein, der heute zur Erinnerung links neben dem Eingang des Schillergartens zu finden ist, steht die Jahreszahl 1806.

Am 1.April 1911 eröffnete nun das Kino am Schillergarten unter dem Namen „Elite-Reform-Kino-Salon“ Fortan spielte das Kino Filme wie „Trojas Fall“, „Roman eines weißen Reiters aus dem Westen Amerikas“, „Nero und der Brand von Rom“… Zweimal die Woche wurde das Programm gewechselt, immerhin, und es gab zwei Vorstellungen am Tag. Die Filmvorführer mussten damals ihre Maschinen meist noch mit der Hand bedienen und außerdem hatte er die Aufgabe, den Film zu rezitieren, denn der Tonfilm kam erst Ende 1920er Jahre auf. Zur musikalischen Illustrierung des Films gab es meistens Klavierspieler, die nach Gutdünken spielten. Das kleine Kino am Schillergarten behauptete sich, die etwa 200 Plätze sind gut besucht. Während des Ersten Weltkrieges muss es den Betrieb allerdings gelegentlich einschränken. Im Juli 1916 schließt es vorübergehend. Doch es kamen auch wieder bessere Zeiten: 1920 geht der Spielbetrieb weiter, von nun an heißt die Spielstätte „Schillergarten Lichtspiele“ , wofür der Betreiber den Namen „Schi-Li“ zu etablieren versuchte.

„Schi-Li“ dient als so genanntes „Nachspielkino“. Das heißt, neue Filme liefen erst in den gossen Kinos der Innenstadt und kamen nach etwa 15-20 Wochen ins „Schi-Li“.

Eine Besonderheit machte das Kino am Schillergarten zu etwas Außergewöhnlichem: Es war das einzige Garten-Kino Dresdens. (somit wurde eigentlich „Open- Air“ erfunden) Der Vorführer drehte seine Maschine nur durch das Fenster im Vorführraum und projizierte den Film auf eine Leinwand im Freien.

1942 unterzeichneten Kurt und Elisabeth Lindner eine zunächst auf sechs Jahre datierten Mietvertrag. Im Zeiten Weltkrieg diente das Kino auch dem Winterhilfswerk mit zahlreichen Vorstellungen. Im Jahr 1945 übernahm die sowjetische Militäradministration die Kontrolle des Kinos, die Lindners betrieben es noch bis 1953.

1962 schätzte man den baulichen und technischen Zustand als so schlecht ein, dass ein Umbau ausgeschlossen werden musste. Die hygienischen Mängel letztlich waren es, die 1970 zur Schließung „wegen vernachlässigter Werterhaltung“ führte.

1991 verkaufte es die Treuhand an der Stadt Dresden vorbei an Müller & Schwerdt, die zu dieser Zeit vor allem im Osten „Kinokäufer“ waren. Allerdings klagte die Stadt erfolgreich vorm Bundesverwaltungsgericht auf Rückübergabe.

Mit der Übernahme des Schillergartens im Jahr 2004 durch den Gastwirt und seine Partner, stand auch die Frage nach dem Kino neu. Durch das Hochwasser von 2002 zusätzlich extrem beschädigt, machte das Gebäude einen völlig desolaten Eindruck. Nach langer Diskussion um die Verwendung des Gebäudes entschieden sich das Besitzerteam dann es als Biergartenausschank umzubauen.

Wenn der Biergarten langsam verwaist, die Herbststürme wehen, dann wird das alte Kino zur Stollenbackstube, wo der „Schillergarten-Stollen“ gebacken wird.

Nun aber zum Cache:

Bei den Koordinaten steht ihr genau vorm Eingang Schillergarten. Links oben Stehen drei Zahlen (oben einstellig/ unten jeweils zweistellig). Nehmt die obere als A, die untere links als B und die rechte als C.

Um zum Cache zu gelangen müsst ihr nur noch ein bisschen rechnen. A-4, B+29 C+11. O.K. Nun ab zum Cache bei N51°03.0A1 und E013°B.0C

Viel Spass wünschen Jan und Tini

(Quelle D.F. „Mein Schillergarten“)

Additional Hints (Decrypt)

„Jnf? qre Oyvgm! Qnf vfg wn qvr Thfgry nhf Oynfrjvgm“ Fgvsg avpug iretrffra!!!

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)



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