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Earthcache: Bachschwinde am Brockloch

A cache by ruhrpod Send Message to Owner Message this owner
Hidden : 4/25/2013
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size: not chosen (not chosen)

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Geocache Description:


Ein Bach verschwindet!

An dieser Stelle kann man mit eigenen Augen sehen, wie ein Bach im Untergrund verschwindet. Wie kann das sein? Und was hat das mit Geologie zu tun? Der Reihe nach:

Sedimentgesteine, wie beispielsweise Sandstein, Kalkstein oder Kohle entstehen durch die Ablagerung von Material an Land und im Meer. Dieser Vorgang wird Sedimentation genannt. Davon unterschieden werden die Eruptivgesteine, die sich zwar auch an der Erdoberfläche bilden, aber aus der raschen Abkühlung einer Gesteinsschmelze hervorgehen. Als Kalkstein werden Sedimentgesteine bezeichnet, die ganz überwiegend aus dem chemischen Stoff Calciumcarbonat in Form der Mineralien Calcit und Aragonit bestehen. Der größte Teil aller Kalksteine ist von Lebewesen abgelagert (meistens von Mikroorganismen oder gesteinsbildenden Korallen).

Unter Karst versteht man in der Geologie und Geomorphologie unterirdische und oberirdische Geländeformen in Karbonatgesteinen, die vorwiegend durch Lösungs- und Kohlensäureverwitterung entstanden sind. Hauptmerkmal ist der überwiegend unterirdische Wasserhaushalt, der durch den in geologischer Zeit stattfindenden Prozess der Verkarstung bedingt wird. Karstlandschaften sind daher Naturräume mit außergewöhnlichen, lösungsbedingten Oberflächenformen und hydrographischen Besonderheiten, die als Karsterscheinungen bezeichnet werden. Diese treten ganz überwiegend in Kalkgesteinen auf. Namen gebend für alle Karstlandschaften ist das Kalkgebirge "Karst" im Südwesten Sloweniens, in dem die Erscheinungen idealtypisch ausgebildet sind (große Höhlen und Höhlenflüsse, Flussschwinden, Karstquellen, Dolinen, Trockentäler etc.).

Dem slowenischen Karst im Formenschatz am nächsten steht eine Reihe von kleinen Karstgebieten im Sauerland, die an Massenkalkvorkommen des Mittel- und Oberdevon gebunden sind: Die Briloner Hochfläche, die Warsteiner Hochfläche, der Kalkzug Hagen-Iserlohn-Hönnetal und die Attendorner Massenkalksenke. Die Karstgebiete werden - der nördlichen Abdachung des Sauerlandes entsprechend - im Allgemeinen von Süden nach Norden entwässert. Am Südrand der Kalkvorkommen finden sich Bachschwinden, am Nordrand starke Karstquellen, in denen das versickerte Wasser wieder zu Tage tritt. In den anstehenden Kalken findet man zahlreiche Höhlen, Trockentäler, Dolinen und vereinzelt auch Karren und Kalktuffbildungen. Die gute Ausprägung der Karstformen erklärt sich vor allem aus dem hohen Calciumcarbonat-Gehalt der Massenkalke (bis 98%).

Der Massenkalk im Raum Hagen-Iserlohn-Hemer-Hönnetal entstand in Form eines Korallenriffs im Zeitalter des Devon vor rund 380 bis 400 Millionen Jahren. Zahlreiche Versteinerungen zeugen von den Lebewesen in diesem damaligen tropischen Meer. Über Jahrmillionen wurden so die gesteinsbildenden Schichten als Meeresboden abgelagert, später dann gegen Ende des Devons zu einem Gebirge aufgefaltet und anschließend wieder abgetragen. Bei diesen Vorgängen entstanden Risse und Klüfte im Gestein. Hinzu kommt, dass der Kalk im Gegensatz zu den in der Nachbarschaft vorkommenden Grauwacken und Lenneschiefern sozusagen wasserlöslich ist. In allerkleinsten Mengen kann durch im Regen- und Sickerwasser enthaltenes Kohlendioxid der Kalkstein chemisch gelöst und abtransportiert werden. Dieser Vorgang wird Korrosion genannt. An den Klüften und Schichtfugen des Gesteins dringt Wasser tief in den Berg ein und erweitert auch dort anfänglich nur millimetergroße Risse über Jahrhunderttausende hinweg. Es bilden sich so gewisse Hauptabflusswege zu großen begehbaren Hohlräumen aus, während anderen, kleineren Spalten hierdruch die Möglichkeit zur weiteren Vergrößerung genommen wird.

Das Brockloch ist ein sehr großes, noch aktives Höhlensystem, benannt nach dem angrenzenden Ort Brockhausen. In den 1980er Jahren fiel hier ein großes Loch in den Acker, bedingt durch die Bachschwinde nebenan. Das Feld war auf einem Durchmesser von ca. zehn Meter komplett unterspült.


In der Bachschwinde fließt das Wasser aufgrund der Schwerkraft in einen unterirdischen Hohlraum, der durch die oben genannten Prozesse der Verkarstung entstanden ist. Einfärbversuche des Bachwassers haben ergeben, dass der Bach unterirdisch bis zur Hönne ins Tal fließt. Der Eingang zur Höhle wurde durch ein fünf Meter langes Eisenrohr und einem darauf errichteten Brunnenschacht, dessen Betondeckel im Feld zu sehen ist, gesichert und ist somit weiterhin zugänglich.

Quellen:
wikipedia
Wolfgang Feige: Karst in Westfalen (Geographische Kommission für Westfalen), Landschaftsverband Westfalen-Lippe
Heinz-Werner Weber: Heinrichshöhle und Felsenmeer, Arbeitsgemeinschaft Höhle und Karst Sauerland / Hemer e.V
Die Schatzons: Bachschwinde am Brockloch (Danke!)

 

Die Bachschwinde und der verschlossene Schacht befinden sich am Ende des Feldweges bzw. können von da aus gesehen werden. Ein Betreten des angrenzenden Feldes ist nicht erforderlich. In unmittelbarer Umgebung befindet sich auch der traditionelle Cache Bachschwinde am Brockloch (GC28V59).

 

Um den Earthcache zu loggen, beantworte bitte folgende Fragen über mein GC-Profil (PR3JRRK):

1.)

Wie groß ist der Durchmesser der Bachschwinde ungefähr (geschätzt)?

2.)

Der Bach ändert seine Richtung bevor er die Bachschwinde erreicht. In welche Richtung würde der Bach normalerweise fließen? Warum ändert er seine Richtung? In welche Himmelsrichtung fließt der Bach nach der Richtungsänderung und wie lang ist dieser letzte Bachabschnitt vor der Bachschwinde ungefähr?

3.)

Was sind die Gründe für die Entstehung der hier im Untergrund vorhandenen Hohlräume?

Direkt nach vollständiger Beantwortung der Fragen kann geloggt werden; eine Logfreigabe muss also nicht abgewartet werden. Falls was nicht stimmen sollte, melde ich mich.

 

ruhrPod


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