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Felssturz am Eibelschrofen 🚀🌏 EarthCache

Hidden : 03/06/2014
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:


Die Geschichte des Eibelschrofen

Der Eiblschrofen ist der Hausberg in Schwaz. Es handelt sich um eine bewaldete Kuppe nordöstlich des Mehrerkopfs (1.666 m) und des Kellerjochs (2.344 m).

“Blick

Ansicht auf die Abbruchkante des Felssturzes

Das Eiblschrofenmassiv besteht aus Gesteinen der Grauwackenzone welches sich im Paläozoikum (Erdaltertum, ca. 541 Mio – 252,5 Mio Jahre vor Heute) gebildet hat. Die Grauwackenzone erstreckt sich von den Zentralalpen bis zu den nördlichen Kalkalpen und besteht vor allem aus Ton- und Sandschiefern. Diese Gesteine sind im Vergleich zu anderen Alpengesteinen sehr alt und bilden die Unteröage für die nördlichen Kalkalpen.

“Übersicht"

Ăśbersicht Geologie Alpenraum, Copyright: Uni Freiburg

Auf den Gesteinen aus dem Paläozoikum haben sich im Trias (ein Teil des Mesozoikums auch Erdmittelalter genannt, ca. 252,5 Mio – 201,3 Mio Jahre vor Heute) verschiedene Sedimente abgelagert.

Beim Eibelschrofen selbst handelt es sich um ein steil stehendes Segment aus Carbonat des Paläozoikums. Carbonate sind Salze der Kohlensäure. Als wichtigster Vertreter der Carbonate gilt der Kalkstein. Auf der Hangseite wird dieses Carbonatsegment von Schiefer begrenzt.

Berg- und FelsstĂĽrze

Als Berg- oder Felsturz bezeichnet man eine Fels- und Schuttbewegung an einer steilen Bergflanke. Im Zuge eines Bergsturzes verhalten sich die abgebrochenen Gesteinsmassen „wasserartig, d.h. es kann sogar an gegenüberliegenden Hängen analog zu Wasser „aufbranden“.

“Schema

Ăśbersicht eines Berg-/Felssturzes, Copyright: PG-Net

Der Unterschied zwischen eine Berg- und einem Felsstürz ist die Größe des Ereignisses. Für einen Bergsturz müssen mindestens 1.000.000 m³ Gestein abbrechen, sowie eine Fläche von mindestens 10 Ha bedecken.

Als Sonderart eines Bergsturzes gilt der sogenannte Eissurz Hierbei ist die Gesteinsmasse mit Eis vermengt. Durch die Reibungshitze beim Abbruch schmilzt oder verdampft das Eis und es kommt zu ähnlichen Effekten wie bei einem Luftkissenfahrzeug. Dadurch ist die Schadensfläche bei einem Eissturz normalerweise größer als bei einem Berg- oder Felssturz.

Im Bereich des Inntales kam es schon mehrmals zu diversen Berg- und Felssturzereignissen:

  • Köfelser Bergsturz, vor ca. 9.000 Jahren, ca. 22 Millionen mÂł Gestein verteilten sich auf einer Fläche von rund 12 km²
  • Tschrigant Bergsturz, vor ca. 3.000 Jahren, ca. 240 Millionen mÂł Gestein verteilten sich auf einer Fläche von rund 13 kmÂł

Der Felssturz am Eiblschrofen

Am 10. Juli 1999 kam es ab 14:40 zu einer Reihe von FelsstĂĽrzen aus der Westwand des Eiblschrofen.

In wenigen Tagen brachen ca. 150.000 mÂł Gestein ab und donnerten Richtung Inntal. Diese FelsstĂĽrze bedrohten massiv den schwazer Ortsteil Ried, welcher direkt unter dem Eiblschrofen liegt.

250 Personen wurden evakuiert und mussten ihre Häuser verlassen.

Als Auslöser dieser Felsstürze konnte eine Maximalphase an lokalen seismischen Aktivitäten im Großraum Schwaz festgestellt werden, welche bereits ab 05:00 Morgens immer wieder registriert wurden. Bereits im Herbst 1998 war ein lokal begrenzter Felssturz am Eibschrofen festgestellt worden.

Sofort nach dem Ereignis wurden geodätische, geologische und geophysikalische Beobachtungen des Eiblschrofens gestartet. Es wurde Beobachtungs- und Messtechnik installiert, um die weitere Vorgehensweise bezüglich der Evakuierung und der Errichtung von Schutzbauten festlegen zu können.

Durch den raschen Bau von 2 riesigen Schutzdämmen, mit einer Gesamtkubatur von 180.000 m³, bei deren Errichtung die herab gestürzten Gesteinsmassen Großteils verarbeitet wurden, sowie der Installation eines 130 m langen Steinschlagschutznetzes, konnten bis 2. September 1999 alle evakuierten Personen in ihre Häuser zurückkehren.

Seit 2003 wird der Berg mittels GPS-Technik überwacht. Dadurch ist gewährleistet, dass auch kleine Hangbewegungen kontinuierlich und dauerhaft erfasst werden können. Auf Grund der Auswertung dieser Überwachung konnte nach 7 Jahren die ausgewiesenen Gefahrenzonen unterhalb der Schutzdämme aufgehoben werden.

Am 16.10.2006 kam es nochmals zum Abbruch eines gewaltigen Felsbrockens mit einem Volumen von ca. 2.000 m³. Es kam jedoch zu keiner Gefährdung von Anwohnern.

Logbedingungen

Um diesen Earthcache loggen zu dĂĽrfen, mĂĽsst ihr mir folgende Fragen beantworten und per eMail schicken:

  • Welche Besonderheit fällt einem bei Betrachtung der Abbruchstelle sofort auf?
  • Welche Beschaffenheit (Form, Farbe, Oberfläche) weisen die Hauptbestandteile der Schutzdämme auf
  • Welche Farben können noch im Gestein der Schutzdämme entdeckt werden und wodurch werden diese verursacht?
  • Optional - Ein Foto von auch auf dem Schutzdamm wäre ein toller Anhang zu eurem Logeintrag

Ihr braucht nicht auf mein Bestätigungsmail warten, sondern könnt sofort loggen. Sollte an euren Antworten etwas nicht richtig sein, melde ich mich.

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